In der 1. Klasse Nord setzte sich der ASV Nickelsdorf am Samstag mit 3:1 gegen den UFC Podersdorf am See durch. Nach der frühen Führung durch Adam Scibrany glich Csaba Csizmadia noch vor der Pause aus, doch nach dem Wechsel entschieden späte Treffer von Marek Sovcik und Tomas Szöllös die Partie. Podersdorf-Trainer Franz Ziniel sprach danach von einer bitteren Schlüsselszene: "Das 2:1 war die Entscheidung." Seine Mannschaft habe "alles gegeben", dennoch blieb der anvisierte Auswärtspunkt aus.

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Es war Runde 23, und die Gastgeber legten los wie die Feuerwehr. "Nickelsdorf war von Beginn an klar am Drücker. Sie hatten in den ersten 15 Minuten klare Vorteile und zwei gute Chancen durch Marek Sovcik und Leo Kellner", schilderte Franz Ziniel. Das 1:0 fiel wenig später: In Minute 18 stellte Adam Scibrany auf 1:0. Podersdorf brauchte ein paar Minuten, kam dann aber besser rein – genau das bestätigte Ziniel: "Danach sind wir besser ins Spiel gekommen." In der 35. Minute belohnte sich sein Team, als Csaba Csizmadia zum 1:1 traf. Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Pause. Nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel offener. "Wir hatten durch Mate Fekete eine gute Konterchance, die wir nicht nutzen konnten", so Ziniel. Die Schlüsselszene kam in Minute 77: "Das 2:1 entstand aus einer Unachtsamkeit in unserer Abwehr, die sonst unser Prunkstück ist. Einer verschätzt sich beim Kopfball, der nächste rechnet mit dem Klärungsball – und Marek Sovcik reagiert blitzschnell." Podersdorf warf anschließend alles nach vorne, musste aber in der 82. Minute durch Tomas Szöllös noch das 3:1 hinnehmen.
In seiner Analyse blieb Franz Ziniel klar und selbstkritisch. "Im Offensivbereich sind wir momentan nicht sonderlich aktiv. Es ist bezeichnend, dass ein Abwehrspieler das Tor erzielt hat, nämlich Csaba Csizmadia. In der Offensive müssen wir uns Gedanken machen, wie wir sie aktiver gestalten", sagte der Coach offen. Gleichzeitig nahm er sein Team in Schutz, was die Grundtugenden betrifft: "Vom Einsatzwillen und vom Kollektiv her kann ich meiner Mannschaft nichts vorwerfen. Wir haben auf tiefem Boden wirklich alles gegeben." Auch der Unparteiische blieb Thema – positiv. "Der Schiedsrichter war ein guter Spielleiter und hatte keine entscheidenden Eingriffe", meinte Ziniel. Sein roter Faden: Ohne den Patzer vor dem 1:2 wäre der Plan aufgegangen. "Entscheidend war das 2:1 für Nickelsdorf. Sonst hätten wir ein Unentschieden erreichen können, das war unser Ziel."
Für den Gegner fand der Podersdorf-Trainer deutliche Anerkennung. "Der ASV Nickelsdorf ist eine sehr routinierte, spielerisch starke Mannschaft. Sie haben die letzten acht Spiele nicht verloren und klettern in der Tabelle weiter", so Ziniel. Besonders hob er Innenverteidiger Tamas Horvath hervor: "Überragend." Dazu nannte er erfahrene Kräfte wie Tomas Szöllös, Marek Sovcik, Matus Otapka, Leo Kellner und Wolfgang Limp – ein eingespieltes Team, das an diesem Samstag die Nerven in den entscheidenden Momenten bewahrte. Für Podersdorf gilt der Blick nach vorne. "Unser Fokus geht aufs kommende Heimspiel gegen Wulkaprodersdorf. Wir wollen dieses Spiel gewinnen und werden uns in der Woche entsprechend vorbereiten", stellte Ziniel klar.