In der 2. Klasse Nord drehte der SV Seefestspiele Mörbisch am See gegen den SV Sigleß ein 0:1 zur Pause und siegte am Ende 2:1. Trainer Gerald Kummer sprach von einer schnellen Partie und hob den Ausgleich als Wendepunkt hervor: Nach dem 1:1 habe sein Team das Zepter übernommen und den Sieg mehr gewollt. Am Ende traf Julian Martschitz spät zum Heimsieg, nachdem zuvor Alexander Wenzl egalisiert hatte.

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Vom Anpfiff weg war es, wie Kummer beschreibt, „eine sehr schnelle, gute Zweite-Klasse-Partie“, in der auch Mörbisch spielerische Akzente setzen konnte. Trotzdem lag Sigleß nach 22 Minuten vorne: Sebastian Trejo besorgte das 0:1, mit diesem Rückstand ging es auch in die Pause. Nach dem Seitenwechsel meldeten sich die Gastgeber zurück. Der Ausgleich fiel in Minute 55 durch Alexander Wenzl – ein Abschluss vom Sechzehner, nicht besonders hart, aber genau ins lange Eck, „aus meiner Sicht unerreichbar für den Tormann“. Dieses Tor gab Mörbisch Halt; Kummer meinte: „Nach dem Ausgleich hatten wir das Zepter in der Hand.“ Bis in die Schlussphase blieb sein Team am Drücker und wurde ganz spät belohnt: In der 90. Minute stellte Julian Martschitz auf 2:1 und machte den Heimsieg perfekt.
Kummers Deutung des Abends fällt eindeutig aus. „Der wichtigste Moment im Spiel war der Ausgleich durch Alexander Wenzl zum 1:1. Von da weg haben wir das Zepter übernommen und den Sieg mehr gewollt als Sigleß.“ Er beschreibt das 1:1 detailliert: „Das war ein Schuss vom Sechzehner, nicht sehr scharf, aber genau ins lange Eck – aus meiner Sicht unerreichbar für den Tormann.“ Aus diesem Momentum wuchs sein Team ins Spiel: „Danach haben wir mehr vom Spiel gehabt als Sigleß.“ Als Grund nannte Mörbischs Trainer vor allem „die mannschaftliche Geschlossenheit“, die schon in den letzten Wochen zu spüren war. Auch die grundsätzliche Qualität der Begegnung hob er hervor: „Es war von Anfang an eine sehr schnelle, gute Zweite-Klasse-Partie, in der wir aber auch der Gegner spielerische Akzente gesetzt haben.“
Bei allem Jubel vergaß Kummer den Respekt vor dem Gegner nicht. „Spielerisch war Sigleß top“, betonte der Coach und hob zugleich die souveräne Leitung des Unparteiischen hervor: „Der Schiedsrichter hat eine Topleistung abgeliefert.“ Die Partie zählte zur 23. Runde der burgenländischen 2. Klasse Nord und hatte auch tabellarisches Gewicht: Sigleß rangiert aktuell auf Platz drei mit 45 Punkten, Mörbisch ist Zehnter mit 27 Zählern. Für Mörbisch bedeutet der späte 2:1-Heimsieg vor allem Rückenwind; Sigleß bleibt trotz des Rückschlags im Spitzenfeld der Liga.