Spielberichte

Patrick Kasuba (Trainer Mönchhof): "Wir hatten einige gute Möglichkeiten, um zu gewinnen"

Wulkaprodersdorf
Mönchhof

Runde 23 in der 1. Klasse Nord endete für den SV Wulkaprodersdorf und Mönchhof mit einem 0:0, das nach einem intensiven Abend beide Seiten mit je einem Punkt stehen ließ. Mönchhof kam stark ins Spiel, ließ aber mehrere gute Möglichkeiten aus. Wulkaprodersdorf verteidigte diszipliniert und nahm den Punkt gerne mit. Trainer Patrick Kasuba sprach danach von einem Remis, mit dem man leben kann, auch wenn für seine Elf mehr drin gewesen wäre.


Mann hält Anzeigetafel, die eine Nachspielzeit von sieben Minuten anzeigt

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Mönchhof bestimmt die erste halbe Stunde, Tore fehlen

Vom Anpfiff weg suchte Mönchhof die Kontrolle – und fand sie. „Wir sind sehr gut in das Spiel gestartet“, hielt Trainer Patrick Kasuba fest. „In den ersten dreißig Minuten hatten wir viel Ballbesitz und Dominanz.“ Aus dieser starken Phase sprangen die besten Gelegenheiten heraus: Adam Brodziansky tauchte im Eins-gegen-eins vor dem Tor auf, zögerte aber zu lange. Kurz darauf war Elias Luisser nach einem Gestocher praktisch schon durch, doch, so Kasuba, „Der gegnerische Torwart hat sensationell gehalten“. Danach gab Mönchhof den Zugriff ein Stück weit her, ohne wirklich etwas zuzulassen. „Ab der dreißigsten Minute haben wir das Spiel etwas aus der Hand gegeben, aber keine nennenswerten Chancen zugelassen“, erklärte der Coach. Zur Pause stand es folgerichtig 0:0 – ein Zwischenstand, der den Verlauf bis dahin ordentlich abbildete.

Drangphase ohne Ertrag – Kasuba hadert mit der Effizienz

Auch im weiteren Verlauf blieb es ein enges, kampfbetontes Match. Mönchhof hatte Phasen mit Übergewicht, brachte dieses aber zu selten in klare Abschlüsse. „Wir haben einige Torchancen herausspielen können, die wir hätten verwerten müssen“, sagte Kasuba. Sein Fazit fiel zweigeteilt aus: „Wir hatten insgesamt fünf Ausfälle, wahrscheinlich auch der Gegner einige. Somit kann man mit dem Unentschieden zufrieden sein. Wenn man den Spielverlauf hernimmt, denke ich aber, dass wir einige gute Möglichkeiten gehabt haben, um das Spiel zu gewinnen.“ Zum Gegner fand er respektvolle Worte: „Wulkaprodersdorf hatte offensichtlich auch Ausfälle und war mit dem Unentschieden zufrieden. Das war eine kämpferisch gute Leistung. Sie haben Individualspieler, die uns immer wieder Schwierigkeiten bereitet haben. Insgesamt haben wir aber sehr wenig zugelassen.“ Am Ende blieb es beim 0:0, weil Mönchhof seine Momente nicht veredelte.

Titelkampf im Blick – Lob für den Schiri, Appell zur Nachspielzeit

Im größeren Bild denkt Mönchhof weiter nach vorne. „Grundsätzlich sind wir im Titelkampf, aber nicht unbedingt das formstärkste Team dort oben“, ordnete Kasuba ein. „In den letzten Wochen geht die Leistung nach oben. Die Ergebnisse passen noch nicht. Wir haben alles gegeben, aber nicht immer die nötigen spielerischen Mittel gefunden. Das müssen wir für die letzten Spiele verbessern. Dann bin ich zuversichtlich, dass wir die letzten Spiele erfolgreich bestreiten und den Aufstieg fixieren können.“ Ein Lob gab es für den Unparteiischen: „Die Schiedsrichterleistung war sehr in Ordnung.“ Gleichzeitig wünscht sich der Trainer ligaweit mehr Konsequenz gegen Zeitspiel: „Was mich generell ärgert, ist, wenn Zeitverzögerungen belohnt werden. Man könnte öfter länger nachspielen.“

Der Blick geht nun nach vorn: „Wir haben eine längere Trainingspause und gehen nächste Woche mit Elan in die letzten zwei Spiele. Wir wissen, dass wir es selbst in der Hand haben.“