Spielberichte

Hans Peter Kusolits (Trainer UFC Oggau): „Es war ein glücklicher Sieg“

SC Zagersdorf
UFC Oggau

In der 2. Klasse Nord setzte sich der UFC Oggau beim SC Zagersdorf mit 2:1 durch. Sebastian Dinhof brachte die Gäste in Minute 28 in Führung, Joel Schmal glich kurz vor der Pause aus, ehe Julian Kröss nach Wiederbeginn zum 1:2 vollendete. Oggau hatte mehr vom Spiel, traf aber auf einen tiefen, unangenehmen Gegner. Trainer Hans Peter Kusolits sprach trotz der drei Punkte von einem „glücklichen Sieg“ – auch weil Zagersdorf immer wieder Nadelstiche setzte.


Torwart in Neongelb spielt den Ball

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Oggau legt vor, Zagersdorf antwortet – Kröss stellt nach der Pause auf Sieg

Die Partie entwickelte sich so, wie es Hans Peter Kusolits erwartet hatte: Zagersdorf stand kompakt und machte die Räume eng, Oggau musste geduldig sein. „Es war der erwartet schwere Gegner in Zagersdorf. Sie sind sehr tief gestanden, wir haben aber mehr gemacht als der Gegner – darum war’s am Ende ein glücklicher Sieg“, erklärte der Coach. In Minute 28 belohnte sich Oggau erstmals: Sebastian Dinhof traf zum 0:1. Noch vor der Pause schlug Zagersdorf zurück – Joel Schmal besorgte in der 45. Minute das 1:1, mit dem es auch in die Kabinen ging. Gleich nach dem Seitenwechsel legten die Gäste wieder vor: In der 51. Minute traf Julian Kröss zum 1:2. „Das Gefühl, dass es kippt, hatte man nicht wirklich, weil wir zwar zweimal in Führung waren, Zagersdorf aber immer wieder Nadelstiche gesetzt hat“, so Kusolits.

Stabile Defensive, Bälle in die Tiefe – aber zu wenig Kaltschnäuzigkeit

In seiner Analyse hob Kusolits zwei Konstanten hervor: „Unsere größte Stärke war wieder die Defensive – wir sind hinten relativ sicher gestanden.“ Gleichzeitig setzte Oggau immer wieder Akzente nach vorne: „Wir haben viele Bälle gut in die Tiefe gespielt.“ Entscheidend waren am Ende die Oggauer Treffer – und aus Trainersicht auch die Vorbereitung: „Zwei Mal hat Alexander Kampitsch super aufgelegt.“ Zum 0:1 merkte er an: „Das erste Tor war abgefälscht, ein bisschen glücklich.“ Beim 1:2 zählte die Effizienz: „Beim zweiten hat dann Julian Kröss super abgeschlossen.“ Trotz des Sieges blieb der Coach selbstkritisch: „Vorm Tor sind wir nicht kaltschnäuzig genug. Da fehlt die letzte Konsequenz, dort müssen wir arbeiten.“ Diese Mischung aus Stabilität hinten und gelegentlicher Nachlässigkeit im Abschluss zeigte sich auch in diesem Auswärtsspiel.

Respekt für Zagersdorf, Lob für den Schiedsrichter und der Blick nach vorne

Für Kusolits war klar, warum es in Zagersdorf selten einfach aussieht: „Zagersdorf ist immer schwierig zu bespielen – ein unangenehmer Gegner, sehr auf Kampf und Zweikämpfe aus.“ Dass die Partie trotz enger Ausgangslage ruhig blieb, lag auch am Unparteiischen: „Strittige Szenen waren nicht wirklich dabei. Der Schiri hat das Match relativ gut kontrolliert“, sagte der Oggauer Trainer. Durch den Auswärtssieg hält sich Oggau mit nun 43 Punkten nach 22 Runden im Spitzenfeld, während Zagersdorf bei 22 Zählern bleibt. Für Kusolits ist die Marschroute dennoch bodenständig: Defensiv weiter stabil bleiben, vorne die Chancen besser nützen.

2. Klasse Nord: Zagersdorf : Oggau - 1:2 (1:1)

  • 51
    Julian Kröss 1:2
  • 45
    Joel Schmal 1:1
  • 28
    Sebastian Dinhof 0:1