In der 22. Runde der 2. Klasse Nord setzte es für den SC UNEX Eisenstadt 1907 beim UFC Schützen am Gebirge eine bittere 1:2-Niederlage. Nach frühem Rückstand, Ausgleich durch Adrijan Zaric und spätem Gegentor blieb Cekics Team trotz viel Aufwand ohne Punkt. Der Trainer sprach von klarer Überlegenheit und ärgerte sich über zwei Gegentreffer nach Standards sowie verpasste Chancen: „Uns fehlte vorne heute der letzte Pass und das nötige Glück.“

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Schützen erwischte den besseren Start und lag früh vorne: In Minute 10 traf Leonardo Asher De Souza zum 1:0. Eisenstadt brauchte danach etwas, kam aber immer besser ins Spiel und stemmte sich gegen den Rückstand. Zur Pause stand es 1:0, doch die Gäste blieben laut Cekic „die dominantere Mannschaft“ und „am Drücker“. Der Ausgleich fiel nach einer Stunde: Adrijan Zaric stellte in der 61. Minute auf 1:1. Danach suchte Eisenstadt den Turnaround, fand ihn aber nicht – stattdessen setzte Schützen den entscheidenden Stich: David Lenghart traf in der 77. Minute zum 2:1. Aus Sicht von Goran Cekic fielen beide Gegentreffer nach Standardsituationen, während sein Team den Ausgleich „schön durchkombiniert“ herausspielte.
Nach dem Schlusspfiff blieb Goran Cekic bei seiner klaren Einschätzung. „Es war ein gutes Spiel von unserer Seite. Wir waren die gefährlichere, bessere Mannschaft.“ Seine Begründung fiel ausführlich aus: „Wir haben von Anfang an mit viel Power nach vorne gespielt, über weite Strecken dominiert und sicher um die siebzig Prozent Ballbesitz gehabt.“ Auch die Effizienz sah er als Knackpunkt: „Der Gegner hat dreimal aufs Tor geschossen und zwei Tore gemacht. Wir hatten vier, fünf hundertprozentige Chancen und haben sie nicht genutzt.“ Dazu passte sein Satz über die letzte Genauigkeit: „Uns hat vorn der letzte Pass und der letzte Schuss gefehlt.“ Und weil auch „der Tormann einige Male gut gehalten“ habe, blieb es trotz vieler Bemühungen bei nur einem Treffer.
Ein zweiter roter Faden durch Cekics Analyse: die Jugend. „Heute haben wieder fünf Siebzehnjährige von Anfang an gespielt. Wir gehen unseren Weg mit der Jugend weiter“, betonte der Trainer. Dass dabei Lehrminuten dazugehören, machte er an den Gegentoren fest: „Wir kriegen beide Treffer nach Standards. Bei hohen Bällen haben wir mit unserer jungen Truppe manchmal Probleme.“ Den Ausgleich seiner Elf hob er als Gegenbild hervor: „Das 1:1 haben wir durchkombiniert, schneller, dynamischer, mit viel Bewegung – genau das, was wir wollen.“ Trotzdem blieb am Ende ausschlaggebend: „Schützen hat die Chancen ausgenutzt.“ Für Cekic zählt, dass seine Mannschaft mutig bleibt: „Wir schalten schnell um, hinterlaufen viel, bringen sieben, acht Leute in den Angriff – darauf können wir aufbauen.“
Vollends zufrieden war Cekic auch mit der Spielleitung nicht. „Normalerweise beurteile ich den Schiedsrichter nicht, aber heute war es nicht sein bester Tag“, sagte er. Besonders störte ihn die viele Zeit bei Unterbrechungen: „Er hat viel erklärt, und bis ein Freistoß geschossen wurde, sind oft zwei, drei Minuten vergangen. Das hat uns den Rhythmus genommen.“ In der Tabelle rangiert Schützen mit 28 Punkten auf Platz neun, Eisenstadt hält bei 14 Zählern und steht an 13. Stelle. Trotz des Rückschlags bleibt der Trainer bei seiner Linie: „Wir sind in einer Umbau- und Entwicklungsphase. Wir spielen mit unseren Jungen weiter. Wenn wir so weiterspielen, kommen auch die Tore – und dann wird die Mannschaft immer besser.“