Am Freitagabend kam es in der Burgenland-Energie-Landesliga zu einem echten Schlagerspiel der Rückrunde: Der Tabellenzweite SV Leithaprodersdorf empfing den vierten des Rankings, FC Deutschkreutz. Beide Mannschaften blicken bislang auf eine starke Frühjahressaison zurück und zählen aktuell zu den formstärksten Teams der Liga. Vor allem Deutschkreutz sorgte in den vergangenen Wochen für Aufsehen: Seit der Übernahme von Neo-Trainer Michael Hartl gelang dem FC eine beeindruckende Aufholjagd vom Abstiegsplatz bis auf Rang vier. Doch auch Leithaprodersdorf präsentiert sich konstant stark und will mit einem Heimsieg den Abstand auf Tabellenführer Mattersburg verringern. Die Zuschauer durften sich daher auf ein echtes Spitzenspiel mit viel Tempo, Intensität und reichlich Selbstvertrauen auf beiden Seiten freuen. Die Hausherren traten gestern mit einer sehr verjüngten Mannschaft auf, zu den Langzeitverletzten kamen noch drei Stammspieler hinzu, was aber die Leistung der Gäste keineswegs schmälern sollte, denn der FC ist momentan in einem Flow und setzte seine Siegesserie mit dem 2:0-Sieg fort.
Die Gäste aus Deutschkreutz übernahmen von Beginn an das Kommando und drängten die Hausherren tief in deren eigene Hälfte zurück. Bereits in der 9. Minute bot sich die große Chance auf die Führung: Nach einem Foul an Alexander Resner im Strafraum zeigte Schiedsrichter Habip Tekeli auf den Elfmeterpunkt. David Thumberger trat an, doch Torhüter Fabian Haberl ahnte die Ecke und parierte den Strafstoß stark.
Auch in weiterer Folge blieb Deutschkreutz die spielbestimmende Mannschaft, biss sich jedoch an der kompakten Defensive der Heimischen die Zähne aus. Leithaprodersdorf verteidigte diszipliniert und ließ nur wenige klare Möglichkeiten zu. So ging es torlos in die Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Gäste erneut den Druck und wurden dafür schließlich belohnt. In der 69. Minute segelte ein Eckball in den Strafraum der Hausherren, wo es zu einem regelrechten Pingpong zwischen mehreren Spielern kam. Schließlich reagierte Istvan Fabiankovits am schnellsten und drückte den Ball zur verdienten 1:0-Führung über die Linie.
Im Anschluss mussten die Heimischen ihre defensive Haltung etwas aufgeben, wodurch sich für Deutschkreutz weitere Räume ergaben. Die Gäste erspielten sich einige vielversprechende Möglichkeiten, ließen zunächst aber die nötige Konsequenz im Abschluss vermissen.
Den Schlusspunkt setzte schließlich der kurz zuvor eingewechselte Kristof Osze in der 89. Minute. Nach einem Zuspiel von Benjamin Petö nahm er den Ball gekonnt an und sorgte mit seinem Treffer für den 2:0-Endstand.
„Die heutige Niederlage war absehbar. Wir waren arg dezimiert, neben den Langzeitverletzten fielen auch Levi Markhardt, Christian Ehrnhofer, Julian Mihalits und Nemanja Radivojevic aus. Wir sind heute sozusagen mit der U23 angetreten. Respekt an meine Mannschaft, die bis zum 0:1 gut mitgespielt hat. Mit etwas Glück wäre sogar ein Punktgewinn möglich gewesen. Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, sie hat alles gegeben, aber gegen diesen übermächtigen Gegner war es heute zu wenig.“
„Wenn wir den Elfmeter verwandelt hätten, wäre die Partie gegen die verjüngte Mannschaft von Leithaprodersdorf wohl früher entschieden gewesen. So haben wir sie am Leben gelassen. In der zweiten Halbzeit haben wir dann mit den beiden Treffern einen verdienten Sieg eingefahren.“
Die Besten: Benjamin Petö und Eric Neubauer