Am Freitagabend kam es in der 26. Runde der Burgenland-Energie-Landesliga zum Aufeinandertreffen zwischen dem SC Oberpullendorf und dem SC Bad Sauerbrunn. Im Duell zwischen dem SC Oberpullendorf und dem SC Bad Sauerbrunn treffen am Wochenende zwei Mannschaften aufeinander, deren Formkurven derzeit kaum unterschiedlicher verlaufen könnten. Während Oberpullendorf nach einer starken Herbstsaison und dem zwischenzeitlich fix scheinenden zweiten Tabellenplatz im Frühjahr noch nicht richtig in Tritt gekommen ist, sorgt Bad Sauerbrunn seit dem Amtsantritt von Neo-Trainer Christoph Stifter für neuen Schwung. Die Gäste präsentierten sich zuletzt deutlich stabiler und setzten mit dem Remis gegen Tabellenführer Mattersburg ein kräftiges Ausrufezeichen. Oberpullendorf steht daher unter Zugzwang, will man den Anschluss an die Spitzenplätze nicht endgültig verlieren. In einem kampfbetonten Spiel waren die Gäste die bessere Mannschaft und konnten das Match mit 3:2 für sich entscheiden.
Die Hausherren starteten fulminant in die Begegnung und drängten die Gäste von Beginn an tief in deren eigene Hälfte zurück. Bereits in der 5. Minute wurden die Angriffsbemühungen belohnt: Balasz Olah spielte einen idealen Pass in die Tiefe auf Alex Damasdi, der vor dem Torhüter die Nerven behielt und souverän zur 1:0-Führung einschob.
Auch danach dominierte die Heimmannschaft das Spielgeschehen und erarbeitete sich mehrere gute Torchancen, ließ jedoch die nötige Konsequenz im Abschluss vermissen. Erst ab der 20. Minute fanden die Gäste besser in diese Partie und sorgten erstmals für offensive Akzente. Kurz vor der Pause folgte dann der Ausgleich: Raphael Pohl traf in der 43. Minute zum 1:1.
Für zusätzlichen Gesprächsstoff sorgte wenig später eine Szene an der Seitenlinie. Heimtrainer Christian Staffler zeigte sich mit der Entstehung des Ausgleichstreffers überhaupt nicht einverstanden und lieferte sich eine Diskussion mit Schiedsrichter Claus Wisak, der diese schließlich mit einer Gelb-Roten Karte gegen den Trainer beendete.
Die Antwort der Hausherren ließ allerdings nicht lange auf sich warten. In der 45. Minute wurde Alex Damasdi im Strafraum gefoult. Der Angreifer trat selbst zum Elfmeter an und verwandelte diesen souverän zur 2:1-Pausenführung.
Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Gäste deutlich verbessert und kamen nun wesentlich mutiger aus der Kabine. Bad Sauerbrunn erspielte sich einige echte Möglichkeiten, doch zunächst scheiterten Felix Beck und David Gräf an der Chancenverwertung. Aber auch die Hausherren ließen ihre Möglichkeiten ungenutzt.
In der 70. Minute fiel schließlich der verdiente Ausgleich. Martin Majnovics zog aus rund 18 Metern ab, sein Schuss fand den Weg durch die vielbeinige Defensive und schlug rechts unten zum 2:2 ein.
Die Gäste witterten jetzt ihre Chance auf den vollen Erfolg und setzten weiter nach. In der 79. Minute sorgte Sebastian Tisch endgültig für die Entscheidung, als er eine wahre Granate aus etwa 25 Metern unhaltbar zum 3:2 für Bad Sauerbrunn im Tor versenkte. Die Gäste drehten damit die Partie und feierten nach starker zweiter Halbzeit einen viel umjubelten Auswärtssieg.
„Wir sind in den Anfangsminuten überhaupt nicht ins Spiel gekommen und waren ungewöhnlich passiv. Erst ab der 20. Minute wurden wir besser und konnten auch den Ausgleich erzielen. In der zweiten Halbzeit sind wir ruhig geblieben, haben uns einige Torchancen herausgespielt und mit zwei Distanzschüssen meiner Meinung nach einen verdienten Sieg eingefahren. Dieser Erfolg bestätigt unsere gute Arbeit und zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir wollen aus dieser Saison noch das Maximum herausholen, gleichzeitig laufen im Hintergrund bereits die Planungen für die kommende Spielzeit.“