Spielberichte

MSV 2020 zerlegt Siegendorf mit halbem Dutzend Treffern

Am Freitagabend stand in der 26. Runde der Burgenland-Energie-Landesliga das Duell zwischen Tabellenführer MSV 2020 und dem abstiegsgefährdeten ASV Siegendorf auf dem Programm. Die Hausherren gingen mit viel Selbstvertrauen in diese Begegnung, schließlich dominiert Mattersburg die Liga seit Wochen nahezu nach Belieben und befindet sich weiterhin klar auf Meisterkurs. Vor eigenem Publikum wollte der Spitzenreiter den nächsten wichtigen Schritt Richtung Titelgewinn machen, den er mit diesem Sieg auch fixierte.

Doch auch die Gäste aus Siegendorf reisten nicht ohne Hoffnung an. Trotz der schwierigen Tabellensituation zeigte die Formkurve des ASV in den vergangenen Wochen deutlich nach oben. Mit einigen wichtigen Punkten im Kampf um den Klassenerhalt und neu gewonnenem Selbstvertrauen wollte man dem Ligaprimus das Leben so schwer wie möglich machen. Die Außenseiterrolle war den Siegendorfer bewusst, dennoch hoffte man, mit einer disziplinierten Defensivleistung vielleicht für eine Überraschung sorgen zu können.

Dazu sollte es allerdings nicht kommen. Mattersburg präsentierte sich an diesem Wochenende in beeindruckender Offensivlaune und ließ den Gästen von Beginn an kaum Luft zum Atmen. Der vorzeitige Meister zeigte eine äußerst dominante Vorstellung und feierte am Ende einen klaren 6:0-Erfolg gegen den Abstiegskandidaten. Bemerkenswert dabei: Im gesamten Frühjahr hatte der MSV 2020 zuvor nie mehr als drei Treffer in einer Partie erzielt. Dieses Mal kannte die Offensive jedoch keine Gnade und unterstrich eindrucksvoll die Ambitionen des souveränen Tabellenführers.

 

Frühe Treffer brachten Mattersburg auf die Siegerstraße

Der Tabellenführer aus Mattersburg übernahm von Beginn an das Kommando und setzte die Gäste aus Siegendorf früh unter Druck. Bereits in der 14. Minute durften die Heimischen erstmals jubeln: Lukas Grimmer wurde im Strafraum ideal in Szene gesetzt und ließ sich die Chance zur 1:0-Führung nicht entgehen. Nur drei Minuten später legte der MSV 2020 nach. Niklas Lang nutzte eine Unachtsamkeit in der Defensive der Gäste eiskalt aus und erhöhte in der 17. Minute auf 2:0.

Auch danach blieb Mattersburg klar tonangebend und ließ Ball und Gegner laufen. Siegendorf war überwiegend mit Defensivarbeit beschäftigt und fand kaum Entlastung nach vorn. In der 37. Minute sorgte erneut Niklas Lang für den nächsten Treffer, als er eine weitere gelungene Offensivaktion der Hausherren erfolgreich zum 3:0 abschloss. Mit dieser deutlichen Führung ging es schließlich in die Halbzeitpause.

Mattersburg spielte Siegendorf an die Wand

Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Spielverlauf wenig. Mattersburg blieb die klar bessere Mannschaft und kontrollierte das Geschehen nach Belieben. In der 60. Minute erhöhte Sebastian Trenkmann mit einem platzierten Abschluss auf 4:0 und machte damit endgültig alles klar.

Die Gäste wirkten nun zunehmend überfordert, während der Tabellenführer weiter konsequent nach vorn spielte. In der 69. Minute zeigte der Schiedsrichter auf den Elfmeterpunkt, Lukas Secco übernahm die Verantwortung und verwandelte den Strafstoß souverän zum 5:0.

Den Schlusspunkt setzte schließlich erneut Niklas Lang. Der Offensivspieler schnürte in der 74. Minute mit seinem dritten Treffer den Hattrick und stellte den klaren 6:0-Endstand her. Maßgeblich beteiligt an diesem Treffer war der Nachwuchsspieler Nico Schaller, der mit einem geschickten Zuspiel den Torschützen in Szene setzte. Mattersburg feierte damit nicht nur einen hochverdienten Sieg, sondern zugleich den höchsten Erfolg der laufenden Frühjahrssaison.

Stimme zum Spiel

Josef Kühbauer, Trainer MSV 2020:


„Wir haben heute nach der Niederlage von Leithaprodersdorf spontan die Meisterfeier gestartet. Die Mannschaft hat heute wieder eine sehr starke Leistung gezeigt und viele Torchancen herausgespielt. Nachdem wir den Meistertitel jetzt fixiert haben, möchte ich mich besonders bei meinen Co-Trainern Alois Höller und Michael Schranz sowie bei Torwarttrainer Manuel Wallner für die hervorragende Zusammenarbeit bedanken. Ohne sie hätten wir unser Ziel nicht erreicht. Wir sind ein echtes Team, und auch die Mannschaft sowie alle Funktionäre haben voll mitgezogen.“