In der 26. Runde der Burgenland-Energie-Landesliga empfing der ASK Klingenbach den erfolgreichen Aufsteiger aus Eberau zu einem wichtigen Duell im Kampf um wertvolle Meisterschaftspunkte. Während die Gäste bislang eine starke Saison spielen und ohne großen Druck in die Begegnung gehen konnten, stand für die Hausherren deutlich mehr auf dem Spiel. Für den ASK zählt im engen Abstiegskampf derzeit jeder Zähler, will man den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze nicht verlieren.
Mut machte den Klingenbachern zuletzt die kleine Erfolgsserie von drei Spielen ohne Niederlage. Allerdings brachten die zahlreichen Remis die Mannschaft tabellarisch nur bedingt weiter, weshalb nun dringend ein voller Erfolg notwendig gewesen wäre. Eberau hingegen konnte befreit aufspielen und wollte seine starke Saison mit dem nächsten positiven Resultat untermauern. Überschattet wurde die Begegnung allerdings erneut von einer schweren Verletzung eines Eberauer Spielers, der – wie bereits ein Akteur am vergangenen Wochenende – mit dem Rettungswagen abtransportiert werden musste. Trotz der schweren Verletzung ihres Mitspielers konnten die Gäste das Spiel mit 3:0 für sich entscheiden.
Der SV Eberau erwischte den besseren Start in die Partie und setzte die Hausherren mit aggressivem Pressing früh unter Druck. Die Gäste kontrollierten die Anfangsphase und kamen in der 22. Minute zur verdienten Führung: Márk Meskó setzte Martin Bock gekonnt in Szene, der den Ball stark annahm und mit einem wuchtigen Abschluss unter die Latte zur 1:0-Führung versenkte.
Nur zehn Minuten später wurde die Begegnung von einer schweren Verletzung überschattet. Nach einem verhängnisvollen Zweikampf zeigte Schiedsrichter Sasha Diakiese die glatte Rote Karte. Anschließend musste ein Spieler der Gäste nach längerer Behandlung mit dem Rettungswagen abtransportiert werden, wodurch die Partie rund 20 Minuten unterbrochen war.
Nach diesem Schockmoment waren beiden Mannschaften die Verunsicherung anzumerken. Ein geordnetes Fußballspiel kam kaum mehr zustande, sodass es mit der knappen Führung der Gäste in die Halbzeitpause ging.
Nach dem Seitenwechsel versuchte der ASK Klingenbach trotz Unterzahl mehr Druck aufzubauen und forcierte das Offensivspiel. Die Hausherren hatten zwar mehr Ballbesitz, kamen jedoch kaum zu klaren Torchancen.
In der Schlussphase öffneten die Heimischen zunehmend ihre Defensive, um doch noch zum Ausgleich zu kommen. Diese Räume nutzte Eberau eiskalt aus. Nach einer sehenswerten Kombination sorgte Mate Hanzl mit dem Treffer zum 2:0 für die Vorentscheidung. Nur drei Minuten später machte Marcel Pomper endgültig alles klar, als er einen abgewehrten Stanglpass zum 3:0-Endstand über die Linie drückte.
„Zuerst möchte ich dem Eberauer Spieler für die Verletzung, welche er sich im Zweikampf mit einem unserer Spieler zugezogen hatte, eine gute Besserung wünschen. Das erste Tor, das wir bekommen haben, war wieder zu billig und vermeidbar gewesen. Mit einem Mann weniger und dem 0:1-Rückstand war es für uns natürlich schwierig, eine Wende im Spiel herbeizuführen. Nachdem wir in den Schlussminuten auf totale Offensive umgeschaltet hatten, bekamen wir noch zwei Tore. Insgesamt ist die Niederlage zu hoch ausgefallen.“
„Es war nicht einfach für meine Mannschaft, nach dieser Verletzung wieder ins Spiel zu finden. Aber wie ich Manuel Skerlak kenne, wird er die Verletzung meistern und bald wieder ins Team zurückkehren. Meine Mannschaft war sich nach dem Spiel einig, dass der heutige Sieg dem verletzten Manuel Skerlak gewidmet war. Ich bin stolz auf meine Mannschaft, dass sie nach einem solchen Zwischenfall wieder ins Spiel gefunden und gewonnen hat.“
Die Besten: Mate Hanzl und Erik Bárdics