In der 1. Klasse Nord musste der UFC RAIBA Purbach am See gegen den UFC Pamhagen lange arbeiten, setzte sich am Ende aber klar mit 3:1 durch. Pamhagen führte, Purbach drehte die Partie nach der Pause. Für Gäste-Trainer Dominik Gindl war der Ausgleich kurz vor dem Wechsel der Wendepunkt: "Der Knackpunkt war das 1:1." Danach habe Purbach "ein Top-Spiel" hingelegt und die zweite Halbzeit dominiert.

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Pamhagen erwischte den besseren Start. In Minute 31 traf David Fleischhacker zum 0:1 und belohnte die Gäste für eine starke erste halbe Stunde. Kurz vor dem Wechsel schlug Purbach zurück: Filip Krchnak stellte in der 45. Minute auf 1:1. Genau dieser Moment tat Pamhagen weh. "Das 1:1 kurz vor der Halbzeit hat uns Punkte gekostet", sagte Dominik Gindl, der das Tor aus seiner Sicht kritisch sah: "Das entstand nach einem langen Ball und war in meinen Augen Abseits. Der Schiedsrichter hat es anders gesehen." Nach der Pause wurde Purbach immer druckvoller und drehte das Spiel. In der 52. Minute traf Thomas Dragschitz zum 2:1 – Gindl ordnete es so ein: "Wir haben ein unnötiges Foul gezogen, den Freistoß hat die Nummer zehn perfekt verwandelt." Spätestens mit dem 3:1 durch Ömer Faruk Akbiyik in der 72. Minute war die Partie auf Schiene für die Hausherren. In der 85. Minute sah Pamhagens Filip Janovsky noch Rot, am Endstand von 3:1 änderte das nichts mehr.
Gindl war mit dem Auftritt vor der Pause durchaus zufrieden. "Erste Halbzeit war wirklich gut. Wir konnten uns immer wieder aus engen Situationen herauskombinieren, das Aufbauspiel war variabel und wir haben uns drei, vier gute Chancen erspielt." Weil die Führung aber nicht ausgebaut wurde, blieb Purbach im Spiel. Nach dem Ausgleich kippte die Partie, auch weil Pamhagen nachließ. "In der zweiten Halbzeit haben wir etwas an Kompaktheit verloren, es schlichen sich unnötige Fehler ein. Am Ende war es zu wenig", so der Trainer, der seiner Truppe keine großen Vorwürfe machte: "Wir waren drei Spiele ungeschlagen und verlieren jetzt gegen einen Aufstiegsanwärter." Besonders die Steigerung der Gastgeber imponierte ihm: "Purbach hat nach der Pause enorm zugelegt und für mich ein Top-Spiel abgeliefert – wie eine Mannschaft, die definitiv um den Aufstieg mitspielt."
Ein Schlüssel blieb aus Pamhagener Sicht ungenutzt. "Beim Stand von 2:1 hatten wir eine gute Chance auf das 2:2, die konnten wir leider nicht nutzen", ärgerte sich Gindl. Zur Schiedsrichterleistung wollte er nach seiner Abseitswahrnehmung beim 1:1 nicht nachtreten: "Zur Schiedsrichterleistung äußere ich mich nicht weiter, es bringt am Ende des Tages nichts." Unterm Strich stand eine engagierte erste Hälfte, ein Bruch durch den Ausgleich und zu viele Fehler nach dem Wechsel.
Purbach bestätigte mit dem Sieg seine Rolle im Spitzenfeld, Pamhagen bleibt in der unteren Tabellenhälfte. Für Gindl ist der Blick nach vorne klar: "Nächste Woche kommt ein Gegner aus unserer Tabellenregion – den wollen wir wieder schlagen."