In der 2. Klasse Nord setzte der UFC Stotzing am 23. Spieltag ein deutliches Ausrufezeichen und besiegte den SC Zagersdorf mit 4:0. Alle vier Treffer fielen noch vor der Pause: Leotrim Saliji und David Beslin trafen jeweils doppelt. Trainer Patrick Mozelt sah einen abgeklärten Auftritt und fasste es so zusammen: "Wir waren über neunzig Minuten dominant und haben das Spiel kontrolliert." Das passte zum Bild des Abends: Stotzing zog früh den Stecker beim Gegner, blieb kompakt und hatte das Geschehen jederzeit im Griff.

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Die ersten zehn, fünfzehn Minuten waren noch zerfahren, so schilderte es Stotzings Coach. Danach kippte das Spiel zusehends in Richtung der Hausherren. "Nach rund zwanzig Minuten haben wir vollständig das Kommando übernommen", sagte Patrick Mozelt. Zwischen der 20. und 30. Minute erspielte sich Stotzing die ersten Hochkaräter – unter anderem durch David Beslin und zweimal Manuel Hanyka – und näherte sich dem Führungstor an. Das 1:0 fiel schließlich in der 32. Minute, als Leotrim Saliji nach einem "wunderschönen Solo im Sechzehner" abschloss. Nur drei Minuten später erhöhte erneut Saliji auf 2:0 (35.). Der Druck blieb hoch, Zagersdorf bekam kaum Entlastung. David Beslin legte in Minute 37 das 3:0 nach, und noch vor dem Pausenpfiff stellte Beslin mit dem 4:0 (42.) die Weichen endgültig. "Spätestens mit dem 3:0 war klar, dass die Partie auf unsere Seite fällt", meinte Mozelt.
Stotzing hatte mehr vom Spiel, stand kompakt und ließ hinten wenig zu – genau das, was der Trainer seit Wochen einfordert. "Unsere Stärke ist die Kompaktheit. Wenn wir kompakt sind, gewinnen wir die Partien", erklärte Mozelt und verwies auf den jüngsten Auftritt gegen Sigleß als Beispiel. Ein Schlüsselmoment passierte noch bei 0:0: "Marcel Tschank hat eine hundertprozentige Chance im Eins-gegen-eins gehalten – das war sehr wichtig", so der Coach. Zagersdorf blieb dem bekannten Plan treu, stand tief und suchte über Konter Nadelstiche. "Sie haben versucht, über Umschalten zu kommen. Wir haben das sehr gut verteidigt", sagte Mozelt. Nach der klaren Pausenführung verwaltete Stotzing das Ergebnis souverän, ließ kaum etwas anbrennen und hatte sogar "die eine oder andere Chance on top", ohne die Führung weiter auszubauen.
Bemerkenswert: Stotzing musste laut Trainer zwei Gelbsperren wegstecken. "Das haben wir auch mit zwei Ausfällen – Emre Kilka und Matthias Grassl – sehr gut auf die Platte gebracht. Wir waren von hinten bis vorne sehr, sehr stark", betonte Mozelt. Große Kritikpunkte fand er nach dem 4:0 kaum: "Vielleicht in der Chancenverwertung, zwei bis drei Tore mehr hätten fallen können. Aber wenn man 4:0 gewinnt, kann man sehr zufrieden sein." Auch für die Spielleitung fand der Coach klare Worte: "Strittige Szenen gab es kaum. Der Schiedsrichter hat sehr, sehr gut gepfiffen, da war wenig Diskussionspotenzial." Mit den drei Punkten festigt Stotzing Rang zwei (46 Zähler), während Zagersdorf mit 22 Punkten auf Platz zwölf bleibt. Für Stotzing gilt nun: die gezeigte Kompaktheit mitnehmen und weiter konstant punkten.