In der 1. Klasse Mitte trennten sich der Verfolger SV Forchtenstein und Spitzenreiter ASK Weppersdorf in Runde 27 mit 1:1. Forchtenstein führte zur Pause durch Andreas Puntigam, Weppersdorf glich kurz nach dem Seitenwechsel durch Martin Gosztola aus. Trainer Ronald Spuller sprach von einem intensiven Schlagabtausch und meinte: "Das Ergebnis geht grundsätzlich in Ordnung", haderte aber mit dem frühen Gegentor nach der Pause, das seiner Elf den möglichen Heimsieg nahm.

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Die Hausherren kamen gut rein, suchten früh den Weg nach vorne und setzten die ersten Akzente. Ronald Spuller bestätigte das Gefühl vom Platz: "Wir sind gut ins Spiel gestartet und haben eine gute erste Halbzeit gespielt, in der wir eine Spur mehr vom Spiel hatten." In Minute 24 nutzte Andreas Puntigam diese Phase zum 1:0, mit diesem Vorsprung ging es auch in die Kabinen. Der Knackpunkt folgte rasch nach Wiederbeginn: In der 48. Minute stellte Martin Gosztola auf 1:1. "Wir haben die Phase vor dem Gegentor nicht konsequent genug verteidigt", ärgerte sich Spuller. Danach entwickelte sich der offene Schlagabtausch, den der Coach beschrieb – Chancen auf beiden Seiten blieben ungenutzt, der Punkt wurde über die Distanz festgehalten.
In seiner Analyse blieb der Forchtenstein-Trainer bei klaren Worten und hob die starke erste Halbzeit hervor. "Wir hatten da etwas mehr vom Spiel", sagte Spuller, der seine Mannschaft insgesamt auf Augenhöhe sah: "Man hat gesehen, dass wir mit unserer Mannschaft nicht weit weg sind." Gleichzeitig fand er anerkennende Töne für den Gegner: "Weppersdorf ist eine sehr gute und routinierte Mannschaft mit vielen guten Legionären, die nicht ohne Grund ganz vorne dabei ist. Sie können richtig gut Fußball spielen und haben eine gute Mischung." Auf dieser Basis war für ihn das Remis nachvollziehbar, ohne die eigene Leistung kleinzureden: "Gegen so eine Mannschaft haben wir ein gutes Spiel abgeliefert, darauf können wir stolz sein."
Je länger das Spiel dauerte, desto größer wurde auf Forchtensteiner Seite der Wille, die drei Punkte daheim zu behalten. "Vor allem zum Ende hin hat man gesehen, dass wir das Spiel eher gewinnen wollten und auch mehr Risiko gegangen sind. Leider sind wir nicht belohnt worden", erklärte Spuller. Er blieb dennoch differenziert und ordnete das Kräfteverhältnis ein: "Ich glaube, dass wir vielleicht die Spur näher am Sieg waren, vor allem zum Schluss, als wir auf das 2:1 gedrängt haben. Im Grunde geht das Unentschieden über neunzig Minuten aber in Ordnung." Die kurze Schwäche nach der Pause blieb für ihn der entscheidende Haken: "Wenn wir die Führung länger halten, hätte das Spiel auch zu unseren Gunsten ausgehen können."
Ein Thema war nach Abpfiff auch die Leitung des Spiels. "Die Schiedsrichterleistung war meiner Meinung nach leider nicht gut. Es wurden viele unnötige Kleinigkeiten gepfiffen, die zu Diskussionen führten. Manches hätte man anders lösen können; auch über gelbe Karten kann man diskutieren. Für so ein Spiel war es leider nicht die beste Leistung vom Schiedsrichterteam", sagte Spuller – ohne das Ergebnis daran festzumachen. Sportlich bleibt es denkbar eng: Nach Runde 27 hält Weppersdorf bei 64 Punkten, Forchtenstein bei 63. Das direkte Duell brachte also keine Vorentscheidung, aber wertvolle Hinweise: Forchtenstein hat gezeigt, dass es gegen den Tabellenführer bestehen kann. "Das Ergebnis passt unterm Strich – und auf die Leistung können wir aufbauen", so der Trainer zum Abschluss.