Spielberichte

Andreas Gruber (Trainer SC Kroatisch Geresdorf): 'Es war ein Spiel auf ein Tor'

SC Kroatisch Geresdorf
UFC Neckenmarkt

In der 26. Runde der 1. Klasse Mitte setzte sich der SC Kroatisch Geresdorf daheim klar mit 4:0 gegen den UFC Neckenmarkt durch. Alen Csizmadia schnürte einen Doppelpack, Mate Krizsonits und Lucas Fellinger legten nach. Trainer Andreas Gruber sprach hinterher von „Spiel auf ein Tor“ und bemängelte lediglich die fahrlässige Chancenauswertung. Die Gäste kamen seiner Einschätzung nach über 90 Minuten nur zu zwei Toraktionen – der souveräne Sieg hätte daher sogar noch höher ausfallen können.


Trainingsball in Weiß, Blau und Orange. Im Hintergrund trainieren Spieler bei Flutlicht

Image by Jörg Struwe from Pixabay

Frühe Führung, viel Kontrolle – die Entscheidung fällt nach der Pause

Die Hausherren gaben von Beginn an den Ton an und stellten früh die Weichen auf Sieg. Bereits in Minute 9 traf Alen Csizmadia zum 1:0 und brachte den SC Kroatisch Geresdorf auf Kurs. Bis zur Pause blieb es trotz klarer Überlegenheit beim knappen 1:0. Nach dem Seitenwechsel legte die Gruber-Elf wieder zu: Erneut Csizmadia stellte in der 61. Minute auf 2:0, Mate Krizsonits erhöhte in der 70. auf 3:0, Lucas Fellinger setzte in Minute 82 den Schlusspunkt zum 4:0. „Es war eine ziemlich einseitige Partie, ein Spiel auf ein Tor. Die Gäste hatten sehr wenige Chancen“, hielt Andreas Gruber fest und ergänzte mit Blick auf die vielen ausgelassenen Möglichkeiten: „Das Ergebnis hätte durchaus auch höher ausfallen können.“

„Eine Klasse besser“ – Gruber lobt die eigene Linie, moniert nur die Effizienz

In seiner Analyse vermied Geresdorfs Trainer große Ausschmückungen – gerade weil aus seiner Sicht vieles so lief, wie es die Mannschaft vorhatte. „Es gab nichts Ausschlaggebendes, wir haben einfach unser Spiel durchgezogen“, erklärte Gruber und verwies auf die Fahrlässigkeit im letzten Drittel: „Zahlreiche gute Chancen blieben ungenutzt oder wurden schlecht ausgespielt.“ Gleichzeitig hob er die klare Überlegenheit hervor: „Wir waren läuferisch, spielerisch und kämpferisch um eine Klasse besser – das macht den Unterschied aus.“ Trotz einiger verletzter und angeschlagener Spieler wollte der Coach keinen Makel suchen: „Der komplette Kader war nicht verfügbar, aber der Mannschaft ist kein Vorwurf zu machen.“ Der klare Heimsieg passt auch zum Tabellenbild: Geresdorf hält bei 46 Punkten auf Rang vier, Neckenmarkt steht mit fünf Zählern am Tabellenende.

Respekt für Neckenmarkt – und eine Fairplay-Geste

Auch wenn die Begegnung in eine deutliche Richtung lief, fand Andreas Gruber respektvolle Worte für den Gegner. „Die junge Truppe von Neckenmarkt ist sehr bemüht“, sagte der Coach, der die wenigen Offensivaktionen der Gäste als normal in so einer Konstellation einordnete. Besonders hängen blieb Gruber eine Szene in Halbzeit zwei, die nichts mit Taktik zu tun hatte: „Fairplay von Manuel Scheu: Während eines möglichen Konters hat er abgebremst und signalisiert, dass der Physio aufs Feld kann.“ 

Ausblick nach dem 4:0: Aufgaben bleiben klar

Nach diesem überzeugenden 4:0 hat der SC Kroatisch Geresdorf viel Bestätigung für seinen Weg gesammelt. Der Matchplan mit frühem Druck ging auf, die Defensive ließ, wie vom Trainer beschrieben, kaum etwas zu. Gleichzeitig bleibt ein Thema: die Chancenverwertung. Gruber betonte mehrfach, dass der Sieg sogar noch höher hätte ausfallen können. Kommt die Effizienz zurück, hat Geresdorf in dieser Saisonphase noch genügend Möglichkeiten, seine stabile Form weiter zu bestätigen. Für Neckenmarkt bleibt nach einer bemühten Vorstellung der Blick nach vorne: Die junge Mannschaft wird jede Spielminute brauchen, um weiter zu lernen und sich für ihren Einsatz auch wieder zu belohnen.

1. Klasse Mitte: Kroatisch Geresdorf : Neckenmarkt - 4:0 (1:0)

  • 82
    Lucas Fellinger 4:0
  • 70
    Mate Krizsonits 3:0
  • 61
    Alen Csizmadia 2:0
  • 9
    Alen Csizmadia 1:0