Ein Spitzenspiel hielt, was es versprach: In der 23. Runde der 2. Klasse Nord empfing der UFC Oggau den Tabellenführer Breitenbrunn – am Ende stand ein intensives 3:3. Oggau führte zur Pause 3:1, doch Breitenbrunn kam nach dem Seitenwechsel zurück. Trainer Hans Peter Kusolits sprach von einem „erwarteten Spitzenspiel“ und betonte: „Super für die Zuschauer, viele Tore.“ Seine Mannschaft überzeugte vorne, ließ hinten aber zu viel zu. „Die verpasste Chance war klar: Wir haben die 3:1‑Führung aus der Hand gegeben“, sagte der Coach offen.

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Von Beginn an war Feuer drin, Oggau suchte den Vorwärtsgang und belohnte sich früh. In Minute 17 traf Sebastian Dinhof zum 1:0, ehe Breitenbrunn schon vier Minuten später durch Sebastian Hafner zum 1:1 ausglich. Der Gastgeber blieb aktiv und legte nach: Patrik Papranec stellte in der 33. Minute auf 2:1, kurz vor der Pause erhöhte Dinhof mit seinem zweiten Treffer auf 3:1 (43.). Kusolits ordnete die starke erste Hälfte so ein: „Wir sind verdient 3:1 in Führung gegangen – in Summe durch mehrere starke Aktionen.“ Für die Zuschauer war’s flott und torreich, für Oggau schien der Plan zunächst perfekt aufzugehen.
Nach dem Seitenwechsel drehte der Tabellenführer auf, kam aggressiver und zielstrebiger aus der Kabine. Breitenbrunn drückte Oggau tiefer in die eigene Hälfte und verkürzte in der 55. Minute durch Oliver Augustini auf 3:2. Sechs Minuten später war es wieder Augustini, der das 3:3 besorgte (61.) – der Ausgleich passte zum stärkeren Auftritt der Gäste im zweiten Durchgang. Kusolits brachte es auf den Punkt: „In der zweiten Halbzeit ist Breitenbrunn viel stärker aus der Kabine gekommen und hat verdient noch das 3:3 gemacht.“ Er war mit der Balance unzufrieden: „Gut funktioniert hat, dass wir wieder drei Tore geschossen haben. Die Offensive war ein Pluspunkt, aber die Defensive hat, wie gesagt, nicht so gut funktioniert wie in den letzten Wochen.“
In der Analyse fand Kusolits deutliche und faire Worte – sowohl für die eigene Mannschaft als auch für den Gegner. „Wir wussten, dass Breitenbrunn eine unglaubliche Qualität in der Offensive hat, und das haben sie heute bewiesen. Wenn man nach einem 3:1‑Rückstand so zurückkommt, ist das super stark“, zollte er dem Tabellenführer Respekt. Diskussionen gab es keine: „Der Schiedsrichter war sehr konsequent in seiner Linie und hat das Spiel gut laufen lassen.“ Unterm Strich nimmt Oggau gegen den Ersten einen Punkt mit, bleibt als Vierter weiter im Spitzenfeld. Der Auftrag für die nächsten Wochen ist klar: vorne weiter so zielstrebig auftreten und hinten die Stabilität der letzten Partien wiederfinden, um im engen Rennen oben dranzubleiben.