Spielberichte

UFC Podersdorf fehlt die Kaltschnäuzigkeit – 1:1 nach aberkanntem Spät-Tor

UFC Podersdorf a. S.
Wulkaprodersdorf

In der 1. Klasse Nord trennte sich der UFC Podersdorf am See vom SV Wulkaprodersdorf mit 1:1. Nach torloser erster Hälfte gingen die Gäste durch Nico Mandl in Führung, Máté Sipos glich für die Hausherren aus. In der Schlussphase lag der Podersdorfer Siegtreffer in der Luft, doch ein spätes Tor zählte wegen Abseits nicht. Trainer Franz Ziniel sprach von einem leistungsgerechten Remis, haderte aber mit vergebenen Chancen und der fehlenden Konsequenz im letzten Drittel.


Mehrere Spieler bilden eine Mauer

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Guter Start, dann kalt erwischt

Podersdorf erwischte den besseren Beginn und setzte die ersten Akzente über die linke Seite. „Es war ein Duell zweier Mittelständler, aber ein attraktives Spiel. Wir hatten die bessere Startphase“, sagte Franz Ziniel. Die erste klare Möglichkeit beschrieb er so: „Elias Kolarik bricht links durch, er kann selbst schießen, legt aber auf Mate Fekete – die tolle Chance bleibt ungenutzt.“ Kurz darauf lag Elfmeter in der Luft, doch nach einem Kontakt an einem Podersdorfer Angreifer ließ der Schiedsrichter weiterspielen. Auch die Gäste waren gefährlich: Über Robert Richter kam Wulkaprodersdorf zur besten Gelegenheit vor der Pause, der Halbzeitstand blieb dennoch 0:0. Nach Wiederanpfiff drückten die Hausherren weiter, kassierten aber das 0:1: In Minute 56 traf Nico Mandl für Wulkaprodersdorf, nachdem Podersdorf im eigenen Strafraum nicht sauber klären konnte. „Wir spekulieren da auf ein Foul, aber der Schiedsrichter pfeift nicht – und dann liegt der Ball im Netz“, ärgerte sich Ziniel, ohne dem Unparteiischen die Souveränität abzusprechen.

Sipos gleicht aus, Podersdorf drückt – Abseits bremst den späten Jubel

Die Antwort der Gastgeber ließ nicht lange auf sich warten. Nur zehn Minuten nach dem Rückstand stach Máté Sipos zu, der aus dem Getümmel im Strafraum zum 1:1 abstaubte. Dazwischen musste ein starker Reflex des Podersdorfer Tormanns das mögliche 0:2 verhindern. „Der Ausgleich war mehr als verdient. Danach waren wir dem 2:1 näher als der Gegner“, meinte Ziniel. In seiner Analyse griff er die Schlüsselszenen auf: „Der entscheidende Moment war unsere Riesenchance von Kolarik und Fekete ganz am Anfang. Gehen wir da in Führung, tun wir uns mit unserer dichten Abwehr leichter, das nach Hause zu spielen.“ Spät wurde es noch einmal richtig laut am Sportplatz: Vier Minuten vor Schluss landete der Ball im Wulkaprodersdorfer Tor, doch der vermeintliche Siegtreffer zählte wegen Abseits nicht. „Wir haben schon gejubelt, aber der Treffer wurde in Minute 86 aberkannt. Schiedsrichterentscheidungen sind Tatsachen, das akzeptieren wir – auch wenn’s weh tut“, so Ziniel. Sein Fazit zum eigenen Auftritt fiel klar aus: „Hinten waren wir wie immer sehr kompakt. Vorne fehlt uns im letzten Drittel die letzte Konsequenz und Passgenauigkeit. Die wenigen Chancen müssen wir konsequent verwerten.“

„Leistungsgerechtes Remis“ und ein Derby als nächster Prüfstein

In der Gesamtbewertung suchte Ziniel nicht nach Ausreden, sondern ordnete das Remis ein: „Unterm Strich war es ein ausgeglichenes Spiel zweier Mittelständler und damit leistungsgerecht.“ Lob gab es für den Gegner: „Wulkaprodersdorf ist ein attraktiver Aufsteiger mit vielen jungen Eigenbauspielern. Sie sind eine Bereicherung und immer gut eingestellt.“ Personell konnte Podersdorf aus dem Vollen schöpfen, große Umstellungen waren nicht nötig. Auch der Blick über die Rückrunde passt ins Bild: „Wir haben eine ordentliche Rückrunde gespielt – drei Siege, vier Remis, drei Niederlagen. Unser Ziel, ein sicherer Mittelfeldplatz, ist erreicht.“ Ganz zufrieden war die Stimmung trotzdem nicht, weil das späte 2:1 nicht zählte.

Der Fokus geht nun nach vorne: „Nächsten Sonntag wartet das Bezirksderby beim SC Apetlon. Wir wollen uns dort entsprechend präsentieren und werden alles reinhauen, um dieses Derby zu gewinnen.“

1. Klasse Nord: Podersdorf : Wulkaprodersdorf - 1:1 (0:0)

  • 66
    Máté Sipos 1:1
  • 56
    Nico Mandl 0:1