In der 1. Klasse Nord feierte der ASV Nickelsdorf beim UFC Pamhagen einen 3:1-Auswärtssieg. Die Gäste hatten in einem ruhigen Sommerkick die klareren Momente, legten vor der Pause durch Mate Barna Kiss und Marek Sovcik vor und setzten nach der Roten für Pamhagen per Freistoß von Andrej Semjan das 0:3 drauf. Trainer Christian Pinter freute sich über „wunderschöne“ Treffer und eine verdiente Pausenführung, haderte aber mit dem späten 1:3 der Heimischen, das seine Freude „ein bisschen trübt“.

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Das Spiel war von Beginn an kein Hochgeschwindigkeits-Duell, sondern, wie Christian Pinter es nannte, „ein Sommerfußballspiel ohne großartiges Tempo“. Genau in so einer Partie setzte Nickelsdorf die ersten klaren Akzente. Nach rund einer halben Stunde stellte Mate Barna Kiss in Minute 35 auf 0:1. „Das 1:0 war ein trockener, schöner Abschluss aus rund zwanzig Metern genau in den Winkel“, beschrieb Pinter den Auftakt. Die Gäste blieben das aktivere Team und legten noch vor der Pause nach: In der 42. Minute erhöhte Marek Sovcik auf 0:2. „Das 2:0 war über die Seite gut herausgespielt, mit einer herrlichen Flanke und einem noch besseren Abschluss“, so der Trainer. Mit diesem Polster und dem Gefühl, die klareren Momente auf ihrer Seite zu haben, ging es in die Kabinen – der Pausenstand von 0:2 war aus seiner Sicht „verdient“.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Charakter der Partie wenig: überschaubares Tempo, dafür kontrolliertes Auftreten der Gäste. Ein Knackpunkt für Pamhagen war Minute 60, als Peter Barinec Rot sah und die Heimelf in Unterzahl weiterspielen musste. Nickelsdorf nutzte die Phase sofort: Nur zwei Minuten später zirkelte Andrej Semjan einen Freistoß zum 0:3 ins Netz (62.). „Mit dem 3:0 war die Messe gelesen“, meinte Pinter, der die Entstehung so zusammenfasste: „Der Freistoß aus rund zwanzig Metern hat genau gepasst.“ Ganz ohne Makel blieb es jedoch nicht. In Minute 74 traf Lukas Mihalik zum 1:3. Pinter ärgerte sich über den Anschluss: „Das war nach einem eigenen Standard ein Konter – so ein blödes Tor darf nicht passieren. Das trübt den Sieg ein bisschen.“
In seiner Gesamtbewertung blieb Christian Pinter realistisch und zufrieden zugleich. „Es war nicht unser bestes Spiel, aber wir waren das bessere Team und haben schöne Tore geschossen“, sagte der Nickelsdorf-Coach. Für ihn lag der Unterschied an diesem Tag vor allem in der individuellen Klasse: „Wir hatten die besseren Fußballer in unseren Reihen – das war schlussendlich entscheidend.“ Als Schwerpunkte nannte er die frühen Weichenstellungen: „Das 1:0 und kurz vor der Pause das 2:0 waren quasi die Vorentscheidung, ein Schritt in die richtige Richtung.“ Diskussionen um den Unparteiischen gab es laut Pinter keine, auch der Gegner stellte Nickelsdorf vor wenig Rätsel. In der Tabelle hält Nickelsdorf bei 32 Punkten, Pamhagen bei 24 – der 3:1-Auswärtsdreier passt ins Bild. „Unterm Strich ist das eine gute Leistung“, so Pinter, der aber klar festhält: „Nach eigenen Standards müssen wir sauberer abgesichert sein.“