Spielberichte

Elfer ebnet Pamhagen den Weg: 2:1 in Wulkaprodersdorf

Wulkaprodersdorf
UFC Pamhagen

In der 1. Klasse Nord feierte der UFC Pamhagen am Freitag beim SV Wulkaprodersdorf einen 2:1-Auswärtssieg. Filip Janovsky brachte die Gäste in Minute 17 per Strafstoß in Front, nach einer Roten Karte für die Hausherren (75.) erhöhte Larion Menyhart (77.), ehe Niklas Mandl (82.) verkürzte. Pamhagen-Trainer Dominik Gindl sprach von klugen Anpassungen an den großen Platz, lobte Umschaltmomente und eine stabile Abwehrarbeit in der hitzigen Schlussphase und zeigte zugleich Respekt für den Gegner.


Zwei Fußballspieler im Kampf um den Ball

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Frühe Führung und kluge Anpassungen am großen Platz

Die Anfangsphase gehörte den Gastgebern. „Am Anfang war es sehr offen. Wulkaprodersdorf hat gepresst, wir haben wegen der enormen Platzgröße eher abgewartet und unsere Taktik angepasst“, schilderte Pamhagens Trainer Dominik Gindl. „Wir mussten defensiv mehr Lücken schließen und offensiv die Breite besser nutzen.“ Pamhagen hatte zudem rotieren müssen – auch im Tor gab es wegen einer Sperre einen Wechsel. „Die ersten fünf Minuten waren nervös, dann hat unser Ersatzkeeper das über 90 Minuten sehr gut gemacht“, so Gindl. Offensiv schlugen die Gäste früh zu: Nach einem Schnittstellenball auf den rechten Flügel wurde Pamhagens Angreifer zu Fall gebracht, den fälligen Elfmeter verwandelte Filip Janovsky in der 17. Minute souverän. Mit dem 0:1 im Rücken stand Pamhagen kompakt und nahm das 0:1 auch mit in die Pause. Für Gindl war klar: „Das 1:0 war der entscheidende Moment. Das Nachsetzen meines Flügelspielers hat gezeigt, was man mit Einsatz erreichen kann.“

Überzahl bringt das 0:2 – doch Wulkaprodersdorf meldet sich zurück

Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie umkämpft, Wulkaprodersdorf suchte den Ausgleich, Pamhagen lauerte auf Umschaltmomente. In Minute 75 kippte das Spiel zugunsten der Gäste: Die Hausherren sahen durch Fabian Stagl Rot und waren fortan in Unterzahl. Pamhagen nutzte die Überzahl postwendend. Nur zwei Minuten später erhöhte Larion Menyhart auf 0:2 (77.) – vorbereitet von einer starken Aktion von Janovsky im Strafraum. „Filip hat sich nach einer Standardsituation klasse durchgesetzt und quergelegt“, berichtete Gindl. Ganz entschieden war es damit noch nicht. „Nach dem 2:0 sind wir zu passiv geworden, obwohl wir einen Mann mehr hatten“, ärgerte sich der Coach. Wulkaprodersdorf verkürzte durch Niklas Mandl zum 1:2 (82.) – eine Szene, die Gindl fair einordnete: „Das war ein sehr perfekt gespielter Ball hinter die Abwehr – ganz große Klasse.“ Danach verteidigte Pamhagen konsequent und brachte den Auswärtssieg über die Zeit.

„Kampf, Wille und Herz“ – Lob für Team, Gegner und Schiedsrichter

In seiner Analyse hob Gindl mehrere Bausteine hervor. „Unser Umschaltspiel hat gut funktioniert. Wir konnten uns auch unter Druck hinten raus kombinieren, mussten nicht jeden Ball lang schlagen.“ Besonders gefiel ihm die Haltung seiner Elf: „Die Zweikämpfe wurden angenommen – wie von Kriegern. Mit Kampf, Willen und Herz für den Verein kann man viel erreichen, wer das für uns nicht zeigt, wird nicht spielen “ Den Unterschied sah er „ein bisschen in der Erfahrung und in ein, zwei individuellen Leistungen“. Zugleich verteilte er viel Anerkennung: „Ich schätze Wulkaprodersdorf sehr, das ist eine junge, talentierte Mannschaft mit eine charakterlichen Top-Trainer. Diese Konstruktion hat Potenzial“ Auch zum Unparteiischen fand er ausgewogene Worte: „Es gab diskutierbare Szenen, einmal in Halbzeit eins war es sogar zu unseren Gunsten – insgesamt war die Schiedsrichterleistung okay.“ Die Unterstützung von Fans und U23 sorgte für eine stimmige Kulisse. Und der Blick geht schon weiter: „Nächste Woche wollen wir im Derby gegen Apetlon nachlegen. Die sollen von Anfang an merken, was es heißt gegen Pamhagen in einem Derby zu spielen“

1. Klasse Nord: Wulkaprodersdorf : Pamhagen - 1:2 (0:1)

  • 82
    Niklas Mandl 1:2
  • 77
    Larion Menyhart 0:2
  • 17
    Filip Janovsky 0:1