Im Duell der 1. Klasse Nord setzte sich der ASV Nickelsdorf gegen den SC Frauenkirchen mit 2:1 durch. Doppelpacker Marek Sovcik traf nach einer Ecke (18.) und nach einer Flanke (51.), Patrick Enz verkürzte für die Gäste (64.). Trainer Christian Pinter sprach von viel Wind und Regen vor der Pause und einer ausbaufähigen Chancenverwertung: „Nicht unser bestes Match, aber drei Punkte.“ Den Unterschied sah er „in unserer Kaltschnäuzigkeit“ und im frühen 2:0 nach dem Seitenwechsel.

Image by Lutz Peter from Pixabay
Nickelsdorf legte los, wie es sich Pinter gewünscht hatte. „Wir waren das bessere Team und haben den feineren Fußball gespielt“, sagte der Coach nach dem Abpfiff. Die Hausherren erspielten sich mehrere Möglichkeiten und belohnten sich in Minute 18: Nach einem Eckball stand Marek Sovcik goldrichtig und köpfte zum 1:0 ein. Danach bekam die Partie einen anderen Ton. „Starker Regen und starker Wind haben die erste Hälfte in Wahrheit zunichte gemacht. Da war es für beide schwer, ein vernünftiges Spiel aufzuziehen“, so Pinter. Bis zur Pause blieb es beim 1:0, auch weil das Wetter jeden Ansatz von Kombinationen immer wieder abwürgte.
Mit Wiederbeginn wurde es ruhiger von oben – und Nickelsdorf kam sofort wieder gut ins Spiel. In Minute 51 fiel das aus Sicht der Hausherren überfällige 2:0: Über die linke Seite getragen, fand eine scharfe Hereingabe erneut Marek Sovcik, der trocken vollendete. Für Pinter war das klar der Knackpunkt: „Definitiv das 2:0 kurz nach der Pause, das war das Entscheidende.“ Aber die Gastgeber ließen die Türe angelehnt. „Wir haben verabsäumt, für klare Verhältnisse zu sorgen“, ärgerte sich der Trainer. Frauenkirchen blieb dran und setzte mit einem gut ausgespielten Konter das 2:1, Patrick Enz traf in der 64. Minute. Danach, so Pinter, „ist das Spiel ein bisschen dahin geplätschert“ – ohne dass seine Mannschaft den Deckel endgültig draufmachte.
In der Analyse blieb Pinter bei einem Thema, das ihn schon länger begleitet: die Effizienz. „Gut war heute, dass wir wieder drei Punkte geholt haben. Aber unsere Chancenauswertung ist definitiv ein Thema. Wir erspielen uns viel und treffen im letzten Moment oft die falsche Entscheidung“, sagte er. Den Unterschied an diesem Tag machte aus seiner Sicht „unsere Kaltschnäuzigkeit und unsere Serie“ – zwei Tore aus den wichtigen Momenten reichten. Gleichzeitig verteilte er Lob an den Gegner: „Frauenkirchen ist als Mannschaft aufgetreten und hat gekämpft. Sie haben uns oft vor Probleme gestellt. Da kann man nur den Hut ziehen, vor allem bei so vielen Ausfällen.“ Das 2:1 sei „mit ein bisschen Bauchweh in trockene Tücher gebracht“ worden.
Zur Leistung des Schiedsrichterteams hielt sich Pinter bewusst sachlich. „Es gab keine strittigen Szenen. Vielleicht hätte es einmal Gelb wegen Meckerns geben können, aber insgesamt war es in Ordnung“, fasste er zusammen. Abseits des Rasens stand ein persönlicher Moment im Mittelpunkt: „Ein Spieler hatte heute sein letztes Heimspiel für den ASV Nickelsdorf, wir haben ihn gebührend verabschiedet. Er hat lange in Frauenkirchen gespielt und war heuer bei uns.“ Sportlich bleibt Nickelsdorf im oberen Bereich der Liga (Tabellenrang vier), Frauenkirchen kämpft als Elfter um jeden Zähler. Pinter blickt pragmatisch nach vorne: „Wir sind glücklich über die drei Punkte – und arbeiten weiter an unserer Chancenverwertung.“