Spielberichte

Zurndorf kassiert das 1:2 in Minute 90+2 – Milosevic: "Vorne hat der letzte Punch gefehlt"

ASV Zurndorf
USC Wallern

In der 1. Klasse Nord musste der ASV Raiffeisenbank Zurndorf gegen den USC Wallern eine 1:2-Niederlage hinnehmen. Nach torloser erster Hälfte brachte Erik Takac die Gäste in Minute 77 in Front, Samuel Antalek glich prompt (82.) aus. In der 90+2 fiel das späte 1:2 erneut durch Takac, kurz darauf sah Matúš Ružinský Rot (90+4). Zurndorf stemmte sich lange dagegen, doch Trainer Miroslav Milosevic ordnete nüchtern ein: Vorne fehlte der letzte Punch.


Spieler in gelben Stutzen und türkisen Schuhen mit Ball

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Späte Entscheidung in der Nachspielzeit

Es war über weite Strecken ein enges Duell, in dem beide Seiten viel investierten und zunächst wenig zuließen. „Es war ein ausgeglichenes Spiel auf gutem Niveau. Wallern hatte etwas mehr Spielanteile und auch die besseren Chancen“, sagte Zurndorf-Coach Miroslav Milosevic. Zur Pause stand es 0:0, danach entschieden einzelne Szenen. In der 77. Minute stellte Erik Takac auf 0:1, doch Zurndorf antwortete schnell: Samuel Antalek traf fünf Minuten später zum 1:1 und hielt die Hoffnungen der Heimischen am Leben. Als vieles auf ein Remis hinauslief, kam der späte Stich: In der 90+2 besorgte erneut Takac das 1:2. „Entscheidend war das 2:1 in der 90+2. Minute. Da haben wir nicht gut verteidigt“, ärgerte sich Milosevic. Kurz nach dem Gegentor folgte noch Rot für Matúš Ružinský (90+4) – die Entscheidung war da bereits gefallen.

„Wir haben uns die Gegentore selbst aufgelegt“

Nach dem Abpfiff arbeitete Milosevic die Knackpunkte klar heraus. „Wir mussten zweimal einem Rückstand hinterherlaufen und haben uns die Tore selbst verschuldet. Da haben wir uns in der Defensive nicht gut angestellt“, erklärte der Trainer und verwies damit auf die bitteren Momente kurz vor Schluss. Gleichzeitig lobte er die Stabilität über lange Phasen: „Defensiv sind wir über fast das ganze Spiel gut gestanden und haben nicht viel zugelassen.“ Der Ärger lag für ihn eher im letzten Drittel: „Vorne hat der letzte Punch gefehlt.“ Das hatte auch Gründe im Personal: „Wir mussten zwei Stammkräfte in der Offensive ersetzen. Dadurch war es schwieriger, Akzente zu setzen.“ Unterm Strich blieb die Erkenntnis eines Spiels, das an Kleinigkeiten hing – und an einem Gegentreffer in der Nachspielzeit.

Respekt für Wallern, Schiedsrichter ok – Blick aufs Finale mit Standardsfokus

Gegenüber dem Gegner fand Milosevic nur anerkennende Worte. „Wallern ist eine sehr gute Mannschaft in der Liga. Sie sind spielerisch stark und haben ihre Qualitäten in der Offensive. Das haben wir gewusst – und über weite Strecken gut im Griff gehabt“, hielt er fest. Zur Spielleitung meinte er ausgewogen: „Es gab die eine oder andere strittige Abseitsentscheidung, insgesamt hat der Schiedsrichter das Spiel gut geleitet.“ Positiv blieb auch die Kulisse in Erinnerung: „Die Stimmung im Stadion war gut, es waren zahlreiche Fans da.“ Für das Saisonfinale gab der Coach die Richtung vor: „Wir wollen das letzte Spiel gewinnen und die Saison mit einem positiven Erlebnis abschließen.“ Für die Woche ist der Fokus klar: „Im Training legen wir den Fokus auf Standardsituationen.“ Und eine Botschaft war ihm wichtig: „Wir möchten uns bei den Fans für die Unterstützung in dieser Saison bedanken.“

1. Klasse Nord: Zurndorf : Wallern - 1:2 (0:0)

  • 92
    Erik Takac 1:2
  • 82
    Samuel Antalek 1:1
  • 77
    Erik Takac 0:1