Spielberichte

„Wir haben unsere Chancen nicht genutzt“ – Milosevic nach 0:2 in Sankt Andrä

FC Sankt Andrä
ASV Zurndorf

In der 1. Klasse Nord holte der FC VEGANIS Sankt Andrä dank eines späten Doppelschlags ein 2:0 gegen den ASV Raiffeisenbank Zurndorf. Nach einer torlosen ersten Hälfte traf Tomas Kubik in der 79. und 85. Minute und entschied die Partie. Zurndorf-Trainer Miroslav Milosevic sah sein Team trotz der Niederlage lange vorne und haderte mit der Effizienz: „Wir haben unsere Chancen nicht genutzt.“ Eine frühe, aus seiner Sicht strittige Elfmeter-Szene blieb ungeahndet, insgesamt sprach Milosevic dem Schiedsrichter jedoch eine solide Leistung zu.


Torwart in Scharz und Neonorange legt sich den Ball für einen Abstoß zurecht

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Zurndorf lässt Chancen liegen – Sankt Andrä schlägt spät zu

Der Spielverlauf passte zu dem, was Miroslav Milosevic nach Abpfiff schilderte. Zurndorf hatte in Sankt Andrä über weite Strecken mehr vom Spiel, suchte spielerische Lösungen und kam immer wieder in aussichtsreiche Situationen. Der Lohn blieb zur Pause aus – 0:0 nach 45 Minuten. Milosevic verwies zudem auf eine frühe Szene, in der er Elfmeter für Zurndorf gesehen hätte. „Da hätte es für uns Strafstoß geben müssen. Der Schiedsrichter hat nicht gepfiffen, sonst war es aber eine solide Leistung“, ordnete er ein. Nach dem Seitenwechsel drückte Zurndorf weiter, doch das Tor fiel auf der anderen Seite. In Minute 79 staubte Tomas Kubik zum 1:0 für Sankt Andrä ab, sechs Minuten später legte er zum 2:0 nach. „Nach dem 1:0 war ein bisschen die Luft draußen“, gestand Milosevic. Sankt Andrä blieb geduldig, verteidigte kompakt und nutzte die späten Möglichkeiten eiskalt – das reichte an diesem Tag.

Milosevic über Dominanz ohne Ertrag

In seiner Analyse zog der Zurndorf-Coach eine klare Linie durch die Rückrunde. „Wir waren über weite Strecken die spielbestimmende Mannschaft. Wir haben viele Torchancen herausgespielt, aber sie am Ende nicht genutzt“, sagte Milosevic. Dieses Muster beobachtet er schon länger: „Das ist in der ganzen Rückrunde symptomatisch – wir dominieren oft, kommen zu zahlreichen Möglichkeiten, machen daraus aber zu wenig.“ Hart ging er mit den Gegentoren ins Gericht. „Es waren einfache Gegentore. Wir standen nicht eng genug, mit einem Pass war unsere Abwehr überspielt, und wir haben das Zentrum vor dem Tor aufgegeben.“ Gleichzeitig stellte er seiner Elf ein Leistungszeugnis aus: „Eigentlich hat vieles funktioniert. Die Leistung war in Ordnung, wir haben guten Fußball gezeigt, waren hinten über weite Strecken stabil und haben wenig zugelassen. Es hat nur die Chancenverwertung gefehlt – dann hätten wir die Partie für uns entschieden.“

Solider Gegner, strittiger Elfer und der Blick nach vorne

Auch zum Gegner fand Milosevic nüchterne Worte. „Sankt Andrä hatte einen soliden Auftritt, ohne etwas Außergewöhnliches. Sie haben sich eher auf die Defensive konzentriert und, wenn möglich, nach vorne gespielt“, erklärte er. Genau dieses Rezept trug mit dem späten Kubik-Doppelpack Früchte. Dass es im ersten Abschnitt eine aus seiner Sicht elfmeterreife Situation gab, blieb für ihn eine Randnotiz – die generelle Einschätzung der Schiedsrichterleistung blieb positiv. Ein Blick auf die Tabelle unterstreicht, wie eng es in der Liga zugeht: Zurndorf wird aktuell auf Rang sechs geführt, Sankt Andrä auf zwölf. Für die kommenden Aufgaben ist das Ziel der Gäste klar: aus den vielen guten Angriffen mehr Zählbares mitzunehmen. Die spielerische Basis steht, jetzt braucht es Konsequenz im Abschluss – dann lässt sich ein Spiel wie dieses auch wieder auf die eigene Seite ziehen.

1. Klasse Nord: Sankt Andrä : Zurndorf - 2:0 (0:0)

  • 85
    Tomas Kubik 2:0
  • 79
    Tomas Kubik 1:0