Spielberichte

„Ich hoffe, dass wir keine Verletzungen haben“ – SC Frauenkirchen setzt nach schwierigem Jahr auf mehr Stabilität

SC Frauenkirchen

Beim 1. Klasse Nord-Klub SC Frauenkirchen ist die vergangene Saison noch nicht vergessen. Nach Rang elf und einer schwierigen Rückrunde spricht Obmann Roland Kirschner offen über die Hauptursache: eine lange Verletztenliste, die den Verein immer wieder zurückgeworfen hat. Die Vorbereitung ist zwar angelaufen, doch schon im ersten Test gegen Deutschkreutz war zu sehen, dass noch einiges zusammenfinden muss.


Weiß-Goldene Fußballschuhe auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Verletzungswelle drückte auf die ganze Saison

Roland Kirschner macht im Rückblick keinen großen Bogen um die Probleme der vergangenen Monate. „Die letzte Saison war fußballerisch natürlich alles andere als wünschenswert“, sagt der Obmann und spricht damit eine Saison an, die sich bei SC Frauenkirchen auch tabellarisch niedergeschlagen hat. Am Ende stand die Mannschaft auf Platz elf, dazu kamen zum Abschluss fünf Niederlagen in Serie. Für Kirschner liegt ein wesentlicher Grund klar auf der Hand. „Es hat natürlich sehr viel mit den Verletzungen zu tun gehabt. Wir hatten fallweise neun verletzte Spieler“, sagt er. Dass sich so etwas auf Ergebnisse und Tabellenbild auswirkt, sei für ihn logisch: „Das spiegelt sich dann natürlich auch am Tabellenplatz wider.“ Gerade dieser Zusammenhang zieht sich als roter Faden durch seine Einschätzung. Nicht einzelne Ausreden, sondern die personelle Lage insgesamt habe den Klub über längere Zeit begleitet.

Trainerwechsel, Abgänge und drei neue Gesichter

Im Sommer hat sich im Kader und rund um die Mannschaft dennoch etwas getan. Auf der Trainerbank gab es eine Veränderung, dazu kommen fünf Abgänge aus dem bestehenden Aufgebot. In der Defensive haben Sebastian Derka und Konstantin Dacic den Verein verlassen, im Mittelfeld Luca Gollowitzer, im Angriff steht David Matis und Simon Marko nicht mehr zur Verfügung. Gleichzeitig wurde der Kader mit neuen Spielern ergänzt: Thomas Bagi kommt aus Apetlon, Philipp Krchnak aus Purbach, Jakub Hronec aus St. Margarethen, Alessio Orlando, Ramazan Durmaz und Kevin Bors aus St. Andrä sowie Ante Simic aus Parndorf. Kirschner formuliert seine Hoffnung für die kommenden Wochen bewusst schlicht, aber sehr klar. „Ich hoffe nur, dass der Kader sich zusammen spielt und wir keine Verletzungen haben.“ Viel mehr steckt in dieser Aussage aber auch gar nicht zwischen den Zeilen. Nach einem Jahr, in dem ständig improvisiert werden musste, wäre allein personelle Kontinuität schon ein wichtiger Schritt. Dazu passt auch, dass Martin Mitrik nach seinem Kreuzbandriss wieder ins Training zurückgekehrt ist. Für SC Frauenkirchen ist das zumindest ein positives Signal zum Start in die neue Phase.

Erster Test zeigt, wo noch Arbeit wartet

Die Vorbereitung ist inzwischen angelaufen, und Kirschner beschreibt die ersten Eindrücke weder euphorisch noch negativ. „Die Vorbereitung hat bereits begonnen. Wir hatten zwei Vorbereitungseinheiten, die gut gelaufen sind“, sagt er. Im ersten Test gegen Deutschkreutz habe man aber auch sofort gesehen, dass noch nicht alles sitzen kann. „Da hat man natürlich gemerkt, die Abstimmungen passen noch nicht so ganz“, erklärt Kirschner. Gleichzeitig ordnet er diesen Eindruck auch ein, weil der Gegner aus einer deutlich höheren Spielklasse kommt: „Deutschkreutz ist natürlich zwei Klassen höher als wir.“ Damit ist auch der Maßstab gesetzt, an dem dieser erste Auftritt zu bewerten ist. Für den Obmann geht es in dieser frühen Phase weniger um schnelle Urteile als um Entwicklung. Interessant ist zudem sein Blick auf die Liga. Besonders beeindruckt hat ihn der USC Wallern. „Der USC Wallern ist sehr kompakt und fußballerisch verdient aufgestiegen“, sagt Kirschner. Das zeigt, welches Niveau in der Liga erwartet wird – und dass SC Frauenkirchen in erster Linie wieder Stabilität finden muss, bevor größere Ziele ein Thema werden können.