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„Wir wollen vorne mitspielen“ – Dominik Gindl setzt beim UFC Pamhagen weiter auf Kontinuität

UFC Pamhagen

In der 1. Klasse Nord hat UFC Pamhagen die vergangene Saison als Neunter mit 30 Punkten abgeschlossen und laut Trainer Dominik Gindl vor allem in der Entwicklung einen Schritt gemacht. Nach einem Durchhänger zog sich die Mannschaft rechtzeitig aus dem Abstiegskampf, nun setzt der Verein vor dem Vorbereitungsstart auf Ruhe im Kader. Mit Csaba Kalmar vom FC Jois kommt nur ein erfahrener Zugang dazu, sonst bleibt der eingeschlagene Weg bestehen.


Fußball und violette Fußballschuhe

Foto von Frantzou Fleurine auf Unsplash

Aus dem Tief rechtzeitig herausgekommen

Dass UFC Pamhagen die Saison am Ende auf Rang neun beendet hat, ist für Dominik Gindl nur ein Teil der Geschichte. Der Trainer richtet den Blick vor allem darauf, wie sich seine Mannschaft im Verlauf der Spielzeit entwickelt hat und wie sie sich aus einer heiklen Situation befreien konnte. „Sehr positiv ist zu sehen, dass die Weiterentwicklung der Mannschaft vorhanden war“, sagt Gindl. Ganz geradlinig verlief die Saison aus seiner Sicht dennoch nicht. „Wir hatten mitten in der Saison einen kurzen Durchhänger, konnten uns gegen Ende aber noch einmal befreien und uns zwei, drei Runden vor Schluss endgültig aus dieser prekären Situation lösen.“ Gerade dieser Abschnitt wiegt für ihn schwer, weil UFC Pamhagen laut seinem Trainer in den entscheidenden Wochen die nötigen Antworten gegeben hat. „Auch die Schlüsselspiele konnten wir gewinnen“, sagt Gindl, der darin einen wichtigen Schritt seiner Mannschaft erkennt.

Mentale Fortschritte und ein klares Umschaltspiel

Aus dieser Rückschau leitet Gindl auch seine inhaltliche Bewertung ab. Für ihn war die Entwicklung nicht nur an Punkten oder an der Tabelle abzulesen, sondern vor allem daran, wie die Mannschaft mit Druck umging und welchen Stil sie über die Saison hinweg aufgebaut hat. „Ich glaube schon, dass wir über die Saison eine mental gefestigte Mannschaft formen konnten“, erklärt der Trainer. Dazu kommt jener Punkt, auf den er seit längerer Zeit großen Wert legt. „Auf unser Umschaltspiel lege ich sehr hohen Wert. Auch hier konnten wir einige Pluspunkte sammeln.“ Damit beschreibt Gindl ziemlich klar, woran in Pamhagen gearbeitet wurde. Nicht alles war schon auf dem Niveau, das er sich langfristig vorstellt, aber die Richtung stimmt aus seiner Sicht. Dass sich die Mannschaft trotz des Zwischentiefs nicht verloren hat, wertet er deshalb als Beleg dafür, dass die Basis inzwischen stabiler geworden ist.

Kaum Bewegung im Kader, dafür viel Vertrauen in die Mannschaft

Passend zu diesem Befund fällt auch die Personalplanung eher ruhig aus. Große Umbauten sind in Pamhagen nicht vorgesehen, vielmehr soll mit dem bestehenden Stamm weitergearbeitet werden. Nach einer einvernehmlichen Vertragsauflösung gibt es sonst keine weiteren nennenswerten Abgänge, der Kader soll großteils zusammenbleiben. „Grundsätzlich wollten wir eigentlich keine Verpflichtungen tätigen“, sagt Gindl. Mit Csaba Kalmar vom FC Jois ergab sich laut ihm aber eine Gelegenheit, die der Verein nutzen wollte. Dazu kommt mit Daniel Sagi eine Erweiterung für die U23. Viel wichtiger als einzelne Namen ist dem Trainer aber ohnehin das Gefüge in der Gruppe. „Der UFC Pamhagen lebt von seinem Kollektiv“, betont Gindl. Einzelne Spieler will er bewusst nicht herausheben. Er beschreibt eine Mannschaft, in der die älteren Spieler Verständnis für die jüngeren mitbringen und die jüngeren gleichzeitig viel zurückgeben. „Wir als Team bessern alles aus, sowohl am Platz als auch außerhalb des Platzes“, sagt er. Daraus leitet er sogar einen grundsätzlichen Anspruch ab: „Ich glaube, wir haben die Mentalität einer Siegermannschaft.“

Verletzte, Sommerfest und ein Ziel, das klar ausgesprochen wird

Vor dem Start in die Vorbereitung gibt es dennoch Themen, die den Alltag mitbestimmen. Mit Stefan Andert fehlt dem Trainer weiterhin ein wichtiger Spieler, bei dem der Zeitpunkt der Rückkehr noch offen ist. Felix Kandelsdorfer soll dagegen zum Vorbereitungsstart wieder ins Training einsteigen, was Gindl ausdrücklich freut. Noch länger ausfallen wird Tobias Munzenrieder, der nach einer Kreuzbandverletzung erst im Winter zur Mannschaft zurückerwartet wird. Trotz dieser Ausfälle geht der Blick in Pamhagen klar nach vorne. Zwei Wochen will Gindl zunächst durchtrainieren lassen, danach sind vier bis fünf Testspiele geplant, darunter auch ein Duell mit USC Wallern. Bewusst setzt der Verein auf lokale Aufgaben, um früh wieder die Intensität von Meisterschaftsspielen zu bekommen. Dazu kommt rund um den ersten Test auch das traditionelle Sommernachtsfest, das im Verein als großes Highlight gilt. Sportlich formuliert der Trainer seine Zielsetzung jedenfalls ohne Umwege: „Man will vorne mitspielen, man will jedes Spiel gewinnen. Hätten wir ein anderes Ziel, müsste man hinterfragen, ob man für diesen Sport gemacht ist!“ Gleichzeitig weiß Gindl, dass Anspruch und Realität erst wieder auf dem Platz zusammenfinden müssen. „Wie die Realität aussehen wird, wird sich weisen, aber wir werden definitiv alles dafür geben“, sagt er. Damit ist die Richtung für die kommenden Wochen klar: Kontinuität behalten, Qualität verfeinern und aus einer soliden Saison eine stärkere machen.