Spielberichte

„Wir haben uns halbwegs konsolidieren können“ – Markt Allhau geht mit klaren Baustellen in den Sommer

UFC Markt Allhau

Nach Platz elf in der II. Liga Süd zieht UFC Markt Allhau eine insgesamt positive Bilanz. Der Klassenerhalt stand lange im Mittelpunkt, am Ende brachte die Rückrunde aber die nötige Ruhe. Co-Trainer Ludwig Tuba spricht von einer Mannschaft, die sich unter dem neuen Trainerteam stabilisiert hat, macht vor dem Sommer aber auch klar, wo noch nachgebessert werden muss: vor allem bei der Kaderbreite und beim Ersatz für die Abgänge.


Mehrere Bälle auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Klassenerhalt nach schwierigem Verlauf

In Markt Allhau war über weite Strecken der Saison klar, worum es geht: zuerst einmal unten rauskommen und die Liga halten. Genau das ist gelungen, und aus Sicht von Ludwig Tuba war das der wichtigste Punkt der vergangenen Monate. „Gut funktioniert hat, dass wir uns gerettet haben, dass wir relativ früh von der Abstiegszone weggekommen sind und am Ende mit Überzeugung den Klassenerhalt geschafft haben“, sagt der Co-Trainer. Dass das nicht selbstverständlich war, zeigt auch der Blick auf den Verlauf. Markt Allhau war früh tief im unteren Bereich dabei, stand zwischenzeitlich sogar auf Rang 15 und arbeitete sich dann Stück für Stück nach vorne. Am Ende wurde es Platz elf mit 38 Punkten. Vor allem die Schlussphase macht Mut, denn in den letzten fünf Spielen blieb die Mannschaft ungeschlagen und holte noch einmal zwei Siege und drei Remis. Für Tuba hängt das klar mit der Entwicklung in der Rückrunde zusammen: „Wir haben uns mit dem neuen Trainerteam halbwegs konsolidieren können und die Mannschaft halbwegs stabilisieren können.“

Mehr Breite im Kader soll das nächste Thema werden

So zufrieden Tuba mit dem erreichten Klassenerhalt ist, genauso offen spricht er die Punkte an, die im Sommer wichtig werden. Für ihn geht es nicht nur darum, Abgänge ordentlich aufzufangen, sondern vor allem darum, die personelle Decke breiter zu machen. „Verbesserungspotenzial sehe ich darin, dass wir die Spieler, die uns verlassen, gleichwertig gut ersetzen“, sagt er. Gleichzeitig schiebt er aber gleich den aus seiner Sicht noch wichtigeren Punkt nach: „Wir müssen nicht nur auf Qualität schauen, sondern vielleicht auch auf Quantität.“ Der Hintergrund ist nachvollziehbar. Markt Allhau war personell oft am Limit, gerade wenn U23 und Kampfmannschaft gleichzeitig bedient werden mussten. „Wir waren oftmals ziemlich knapp dran, überhaupt elf Spieler für U23 und Kampfmannschaft zu haben“, sagt Tuba, und genau das soll sich ändern. Sein Wunsch ist klar formuliert: Es müsse möglich sein, auch einmal frische Spieler für die Kampfmannschaft zu bringen, ohne dass diese davor schon 45 oder 60 Minuten in der U23 in den Beinen haben. Bei den Abgängen nennt der Verein mit Balazs Horvath einen Spieler für die rechte Seite, dazu ist auch der im Winter geholte Ersatztormann wieder nach Ungarn zurückgekehrt. Neu dazu kommen soll Torhüter Márton Horváth, außerdem Manuel Guger und mit Rudolf Paul ist Markt Allhau laut Tuba ebenfalls schon einig! Weiters kommen noch einige junge Spieler aus dem eigenen Nachwuchs dazu!

Neue Rollen im Verein und ein klarer Blick nach vorne

Neben dem Kader gibt es im Vereinsumfeld nur eine kleine, aber doch wichtige Veränderung. Im Trainer- und Funktionsteam bleibt laut Tuba fast alles beim Alten, nur seine eigene Aufgabe verschiebt sich. „Ich werde nun als sportlicher Leiter fungieren“, sagt er, während die U23 künftig von Christian Fischer übernommen wird. Sonst sei im Verein alles so geblieben wie bisher. Auch von der personellen Ausgangslage vor dem Trainingsstart kommt ein positives Signal. „Meines Wissens sind alle Spieler fit“, betont Tuba, der davon ausgeht, dass zum ersten Training am 30. Juni bis auf mögliche Urlauber alle einsatzbereit sein werden. Inhaltlich bleibt für ihn aber ohnehin entscheidend, dass die Mannschaft ihren Zusammenhalt bewahrt. „Bei uns zählt immer das Kollektiv, nicht der einzelne Spieler“, sagt er. Natürlich wisse man, dass die ausländischen Spieler und Spieler wie Devecseri herausragen müssen, „aber im Prinzip zählt für mich immer das Kollektiv“. Besonders stark hebt er den Geist in der Gruppe hervor: „Der Zusammenhalt in der Mannschaft intern war sensationell und großartig.“ Dass Tuba den Blick nicht nur auf den eigenen Klub richtet, zeigt auch seine Einordnung der Liga. SV Stegersbach hat ihn wegen der Kaderstärke besonders beeindruckt, SV Kukmirn habe aus seinen Möglichkeiten sehr viel herausgeholt. Und auch an den Meister denkt er zum Abschluss: Dem SC Pinkafeld spricht Tuba ausdrücklich seine Glückwünsche aus und nennt den Titel „absolut verdient“.