Spielberichte

„Wir haben alle Ziele erreicht“: Stegersbach-Trainer Dürnbeck zieht nach Rang zwei eine positive Bilanz

SV Stegersbach

In der II. Liga Süd hat sich SV Stegersbach bis zum Schluss ganz vorne festgesetzt und die Saison mit 62 Punkten als Zweiter hinter SC Pinkafeld beendet. Für Trainer Matthias Dürnbeck fällt die Bilanz dennoch klar positiv aus. Nicht nur der Tabellenplatz stimmt ihn zufrieden, sondern vor allem die Entwicklung der Mannschaft, die sich laut dem Coach spielerisch verbessert und als Gruppe sichtbar gefestigt hat.


Tormann beim Abstoß

Image by Jörg Struwe from Pixabay

Lange ganz oben dabei

Wer auf die Saison von Stegersbach blickt, sieht schnell, warum Dürnbeck mit der vergangenen Saison zufrieden ist. Die Mannschaft war vom Start weg in der Spitzengruppe dabei, stand zwischen Runde 15 und 24 sogar durchgehend auf Platz eins und blieb auch in der Schlussphase mitten im Titelrennen. Erst am Ende fehlten zwei Punkte auf Meister SC Pinkafeld. Dazu kamen in der Schlussphase klare Erfolge gegen Bad Tatzmannsdorf, SV Güssing und SV Rechnitz, nach dem 0:2 im direkten Duell mit SC Pinkafeld stand zum Abschluss noch ein 2:2 gegen UFC Markt Allhau. Dürnbeck sagt rückblickend: „Wir haben im Sommer einen Weg begonnen, den wir gemeinsam sehr positiv bestreiten.“ Und er schiebt nach: „Wir haben alle Ziele erreicht, haben uns fußballerisch weiterentwickelt, aber noch wichtiger war, dass wir als Mannschaft zusammengewachsen sind.“ Gerade dieser zweite Teil seiner Einschätzung zeigt, worauf in Stegersbach besonders Wert gelegt wird.

Abgänge im Zentrum, neue Namen für Offensive und Mittelfeld

Im Kader wird es zur neuen Saison dennoch einige Veränderungen geben. Mit Stürmer Olivér Tihanyi und Mittelfeldspieler Mark Horvath stehen zwei Abgänge fest, die Dürnbeck auch klar benannt hat. Gleichzeitig arbeitet der Verein daran, den eingeschlagenen Weg weiterzuführen und den Kader gezielt zu ergänzen. Als wichtigste Neuzugänge nennt der Trainer Thomas Herklotz, einen Stürmer, der aus Bad Waltersdorf kommt, dazu Philipp Schandl für das zentrale Mittelfeld sowie Jonas Grabenhofer, ebenfalls für den Mittelfeldbereich, von Unterschützen. Dürnbeck macht aber auch deutlich, dass diese drei Namen nur einen Teil des Sommerumbaus beschreiben. „Das sind eigentlich die wichtigsten“, sagt er und ergänzt, dass sich der Verein darüber hinaus „mit mehreren jungen österreichischen Spielern“ verstärkt hat, sowohl mit Blick auf die Kampfmannschaft als auch auf die U23. Stegersbach verändert also nicht blind, sondern bleibt bei einer klaren Linie.

Mehr Personal im Trainerteam, vorsichtiger Umgang bei Blessuren

Nicht nur im Spielerkader hat sich etwas getan, auch rund um die Mannschaft wurde nachgeschärft. Dürnbeck berichtet, dass mit Yannik Lang ein zusätzlicher Mann ins Trainerteam dazukommt. Seine Aufgabe ist bereits klar umrissen: „Yannik Lang wird zukünftig als zweiter Co-Trainer beziehungsweise U23-Trainer das Trainerteam verstärken.“ Das passt zur Richtung, die der Verein eingeschlagen hat, denn damit wird nicht nur die Kampfmannschaft breiter aufgestellt, sondern auch die Arbeit mit den jüngeren Spielern enger angebunden. Bei der Personalsituation auf dem Platz klingt der Trainer ebenfalls recht entspannt. Ganz ohne kleinere Probleme geht es in der Vorbereitung zwar nicht, von größeren Ausfällen spricht er aber nicht. „Aktuell gibt es nur mehr kleine Blessuren. Es ist eigentlich jeder im Training, bei einigen Spielern sind wir aber noch vorsichtig“, sagt Dürnbeck. Sein Ausblick ist entsprechend zuversichtlich, weil „alle Spieler zu Saisonbeginn fit sein sollten“.

Viel Respekt vor der Liga und ein klares Lob an die eigene Mannschaft

Auffällig ist in Dürnbecks Aussagen auch, dass sein Blick nicht nur auf den eigenen Verein gerichtet ist. Auf die Frage, wer ihn in den vergangenen Monaten besonders beeindruckt habe, nennt er bewusst keinen einzelnen Konkurrenten. Stattdessen lobt er das Niveau der gesamten Liga. „Für mich persönlich hat mich die Liga im Allgemeinen beeindruckt, weil alle Mannschaften richtig gute Arbeit leisten“, sagt der Stegersbach-Trainer. Und er legt nach: „In der aktuellen Liga wird sehr attraktiver und guter Fußball gespielt.“ Den größten Dank richtet er aber an den eigenen Verein. „Jeder Einzelne hat auf und neben dem Platz alles für uns und für den Verein getan“, betont Dürnbeck mit Blick auf seine Spieler und das Umfeld. Nach Rang zwei, einer langen Zeit an der Spitze und gezielten Änderungen im Sommer ist damit auch der Ton für die nächste Phase vorgegeben: Stegersbach will den begonnenen Weg nicht neu erfinden, sondern konsequent weitergehen.