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„Defensiv hat es sicher Verbesserungsbedarf gegeben“: SV Mühlgraben zieht trotzdem eine positive Bilanz

SV Mühlgraben

In der II. Liga Süd hat SV Mühlgraben die Saison auf Rang sieben mit 48 Punkten beendet und blickt deshalb insgesamt zufrieden zurück. Sektionsleiter Florian Jud spricht von einer sehr guten Spielzeit, verschweigt aber auch die Themen nicht, die den Verein beschäftigt haben. Vor allem defensiv sieht er noch Luft nach oben, dazu musste die Mannschaft im Verlauf der Saison ein kleines Tief überstehen.


Rasen mit weißer Markierungslinie

Foto von Fabricio Trujillo bei Pexels

Zufriedene Bilanz trotz kleinem Loch

Der Rückblick fällt bei Florian Jud klar positiv aus, und das hat mit der Platzierung ebenso zu tun wie mit dem Verlauf der vergangenen Monate. SV Mühlgraben schloss die Saison als Siebenter ab und hielt sich mit 48 Punkten ordentlich im oberen Mittelfeld. Für den Sektionsleiter ist das ein Ergebnis, auf dem man aufbauen kann. „An und für sich war die letzte Saison sehr gut. Wir sind sehr zufrieden mit den Ergebnissen“, sagt Jud. Ganz ohne Kritik kommt seine Bilanz aber nicht aus. „Verbesserungsbedarf hat es sicher defensiv gegeben“, erklärt er offen. Dazu kam eine Phase, in der es nicht so rund lief. Jud spricht von „zwischenzeitlich einem kleinen Loch“, betont aber ebenso, dass sich die Mannschaft aus dieser Phase wieder herausgearbeitet und am Ende zurück in die Spur gefunden hat.

Vier Abgänge, 6 Zugänge

Mit Blick auf den Sommer wird es spannend sein, wie SV Mühlgraben die personellen Änderungen im Kader auffängt. Fix verabschiedet haben sich Simon Kropf (Loipersdorf), Maximilian Hutter (Fehring), Martin Krizmanic (Grafenschachen) und Bendegúz Szinay. Damit verliert der Verein einen Stürmer, einen Sechser, einen Innenverteidiger und einen Außenbahnspieler. Gerade bei Hutter ist klar, dass hier sportlich Qualität wegbricht. Gleichzeitig gibt es bereits neue Namen, die in Mühlgraben auftauchen sollen. Jud nannte Nejc Omladić aus Fehring, Florian Pelzmann und Ali Rouely aus Fürstenfeld, Luka Marić aus Sankt Anna sowie Marko Maucec aus Halbenrain und Jan Marcijus aus Kukmirn. Die Vorbereitung kann personell ohne Verletzungssorgen angegangen werden, denn Jud stellt klar: „Wir haben keine verletzten oder angeschlagenen Spieler.“

Hutter als Schlüsselspieler, starke Konkurrenz in der Liga

Welche Spieler das Gesicht der Mannschaft in den vergangenen Monaten geprägt haben, dazu hat Jud eine klare Meinung. „Gerade Maximilian Hutter hat wieder eine top Rückrunde gespielt“, sagt er und unterstreicht damit noch einmal, wie schmerzhaft dessen Abgang sein kann. Darüber hinaus hebt er ein eingespieltes Gerüst hervor, das für den Alltag in einer langen Saison besonders wichtig war. „Die Riege um Dominik Kahr, Elias Niederl und Niklas Fasch-Tauschmann war wieder unglaublich wichtig für die ganze Mannschaft“, sagt der Sektionsleiter. Auch der Blick auf die Liga zeigt, wo Mühlgraben sich einordnet. Beeindruckt haben Jud vor allem der Meister SC Pinkafeld und der Zweite SV Stegersbach. „Pinkafeld mit dem Meistertitel und auch Stegersbach haben eine unglaublich gute Mannschaft gehabt“, sagt er. Für SV Mühlgraben ist die Richtung damit klar: Die vergangene Saison war gut, die Basis stimmt, aber gerade gegen den Ball soll der nächste Schritt folgen.