In der 1. Klasse Nord hat der SV Wulkaprodersdorf am Freitagabend gegen Breitenbrunn einen 0:1-Pausenrückstand noch in einen 2:1-Heimsieg gedreht. Aus Sicht von Trainer Gerhard Karner war dabei vor allem der Elfmeter zum Ausgleich der Knackpunkt. Seine Mannschaft hatte wegen vieler Ausfälle einen klar defensiven Plan, setzte in der ersten Hälfte die besseren Nadelstiche und führte nach einem Weitschuss von Daniel Gruber mit 1:0, ehe der Gegner nach der Pause immer mehr Druck aufbaute.

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Gerhard Karner machte nach dem Abpfiff keinen Hehl daraus, dass seine Mannschaft mit einer speziellen Ausgangslage in dieses Spiel gegangen war. "Wir hatten einen klaren Matchplan, da wir sehr viele Ausfälle hatten. Uns haben ganz wichtige Spieler gefehlt", sagte der Trainer. Deshalb legte Breitenbrunn die Partie bewusst defensiv an und setzte auf Konter. Genau damit kam sein Team laut Karner in der ersten Hälfte sehr gut zurecht. "Der Plan ist uns in der ersten Halbzeit voll und ganz aufgegangen. Die jungen Spieler haben das sehr gut gemacht", hielt er fest. Dass die Gäste nach 39 Minuten durch einen Weitschuss von Daniel Gruber mit 1:0 in Führung gingen und diesen Vorsprung in die Pause mitnahmen, passte aus seiner Sicht ins Bild, weil Breitenbrunn dem Treffer zuvor "immer näher" gekommen sei.
Auch nach dem Seitenwechsel sah Karner zunächst noch Möglichkeiten für seine Mannschaft. Breitenbrunn habe "die eine oder andere Möglichkeit im Umschaltspiel" gehabt, diese Aktionen aber nicht mehr sauber zu Ende gespielt. Genau dort sah er einen wichtigen Grund dafür, dass am Ende nichts Zählbares mitgenommen wurde. "Man muss ganz klar sagen, dass wir die Aktionen, die wir hatten, nicht gut fertig gespielt haben", erklärte der Trainer und verwies dabei auch auf den zunehmenden Kräfteverschleiß. "Am Ende muss man sagen, ist uns leider die Kraft ausgegangen", sagte Karner. Gleichzeitig räumte er ein, dass SV Wulkaprodersdorf in dieser Phase mehr Ballbesitz hatte und über weite Strecken aktiver wurde. Der entscheidende Einschnitt war für ihn aber das 1:1 in der 73. Minute, als Adil Uysal per Elfmeter traf. "Der Elfmeter zum 1:1 war sicher der entscheidende Moment", meinte Karner und ergänzte: "Aus dem Spiel heraus hatte SV Wulkaprodersdorf eigentlich gar keine Idee und wir haben sehr gut verteidigt."
Beim Siegtreffer in der 81. Minute durch Leo Jankovits blieb bei den Gästen ebenfalls Ärger zurück. Karner sprach von einer "strittigen Abseitsposition vor dem Stanglpass", aus der dann das 2:1 entstanden sei. Noch mehr störte ihn allerdings eine Szene gegen Ende der Partie, die aus seiner Sicht zugunsten von Breitenbrunn hätte ausfallen müssen. "Der Torwart kommt raus und trifft nur den Stürmer von Breitenbrunn, ohne dass er irgendwie den Ball spielt. Das war ein ganz klarer Elfmeter plus rote Karte", sagte er. Insgesamt beurteilte er die Leistung des Unparteiischen dennoch als "ganz gut", auch wenn diese Entscheidung für ihn nicht nachvollziehbar war. Trotz der Enttäuschung stellte sich Karner klar vor seine Mannschaft. Wegen der vielen Ausfälle und des Kräfteverschleißes sei nicht alles aufgegangen, "aber die Spieler, die gespielt haben, haben ihre Sache ganz gut gemacht". Für Breitenbrunn bleibt damit nach einer Niederlage, die der Trainer eher in Richtung eines möglichen Remis einordnete, zumindest die Erkenntnis, dass der Plan über weite Strecken funktioniert hat und die junge Mannschaft lange sehr ordentlich dagegenhielt.