Zum Auftakt der 1. Klasse Nord hat der UFC Stotzing gegen den ASV Nickelsdorf eine deutliche 1:8-Heimniederlage kassiert. Michael Liedl sprach danach von einem „klaren Spiel auf unserer Seite“ und sah einen auch in dieser Höhe verdienten Auswärtssieg. Die frühe Führung, der konsequente Auftritt über 90 Minuten und die starken Kombinationen im Offensivspiel gaben der Partie rasch eine klare Richtung.

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Aus Sicht von Michael Liedl begann die Partie genau so, wie sich der ASV Nickelsdorf das vorgestellt hatte. Schon in der 4. Minute brachte Alexander Scherhaufer die Gäste mit 1:0 in Führung, nur wenig später legte Matus Rybansky in der 8. Minute das 2:0 nach. Damit war der Favorit früh im Spiel, und genau das hob Liedl nach dem Schlusspfiff auch hervor. „Es war von Anfang an ein klares Spiel auf unserer Seite“, sagte der Sektionsleiter. Noch deutlicher wurde er mit Blick auf die Anfangsphase: „Wir waren von der ersten Minute an klar überlegen.“ Dass die Aufgabe zum Auftakt trotzdem nicht als selbstverständlich gesehen wurde, machte er ebenfalls klar. „Es war vor dem Spiel sicher keine einfache Auslosung, auswärts beim Aufsteiger, den nicht viele kannten.“ Umso zufriedener war man in Nickelsdorf damit, wie konzentriert die Mannschaft auftrat und wie schnell sie sich das Spiel auf ihre Seite zog.
Der Moment, an dem das Spiel endgültig in Richtung ASV Nickelsdorf kippte, lag für Liedl noch vor der Halbzeit. „Beim Stand von 2:0 hatte Stotzing ihre einzige Riesenchance. Die hat unser Torhüter sehr gut gehalten und im Gegenzug haben wir das 3:0 gemacht“, schilderte er. Dieses 3:0 fiel in der 40. Minute erneut durch Matus Rybansky, der damit schon seinen zweiten Treffer erzielt hatte. Kurz vor der Pause erhöhte Marek Sovcik auf 4:0, und genau dieser Doppelschlag war für Liedl die Vorentscheidung. „Mit dem 4:0 kurz vor der Pause war die Sache dann endgültig gegessen.“ Dass die Treffer nicht nur wichtig, sondern auch spielerisch nach seinem Geschmack waren, betonte er ebenfalls: „Beide Tore waren sehr schön kombiniert. Wir haben einfach einen sehr schönen Fußball gespielt.“ Nach dem Seitenwechsel ließ Nickelsdorf nicht nach. Rybansky machte in der 46. Minute mit dem 5:0 seinen Dreierpack perfekt, Tamas Horvath stellte in der 53. Minute auf 6:0. Zwar gelang David Beslin in der 74. Minute das 1:6 für den UFC Stotzing, doch der Auswärtssieg geriet nicht mehr ins Wanken. Horvath traf in der 84. Minute noch zum 7:1, ehe Ferenc Daniel Strasser in der 89. Minute den 8:1-Endstand fixierte.
Dass der Sieg am Ende so deutlich ausfiel, erklärte Liedl nicht nur mit der frühen Führung, sondern auch mit der Art, wie seine Mannschaft danach weiterspielte. „Wir haben super kombiniert, schöne Tore herausgespielt“, sagte er und sprach von einem Auftritt, bei dem offensiv sehr viele Möglichkeiten entstanden seien. Ganz zufrieden mit der Chancenverwertung war er trotz acht erzielter Tore sogar noch nicht. „Mit einer besseren Chancenauswertung hätten wir vielleicht noch ein oder zwei Tore mehr erzielen können.“ Eine Szene blieb ihm dennoch hängen, obwohl sie am klaren Ergebnis nichts mehr änderte. „Mich ärgert nicht, dass wir den Elfmeter nicht bekommen haben, sondern die Entscheidung auf Schwalbe“, sagte Liedl. Seine Sicht dazu war eindeutig: „Für mich war das ein ganz klares Foul.“ Abseits dieser Situation war er mit dem Gesamtauftritt aber voll einverstanden, weil seine Mannschaft laut eigener Einschätzung „im Endeffekt nichts zugelassen“ und das Spiel kontrolliert habe.
Bei aller Zufriedenheit verlor Liedl nach dem klaren Auswärtssieg den Gegner nicht aus dem Blick. Er wies darauf hin, dass beim UFC Stotzing einige wichtige Kräfte fehlten. „Bei Stotzing hat man gemerkt, dass drei, vier Spieler gefehlt haben“, meinte er und schob gleich nach: „Sie werden sicher in den nächsten Partien, wenn alle fit sind, ein anderes Gesicht zeigen.“ Für den ASV Nickelsdorf war der Auftakt damit trotzdem kaum besser zu gestalten. Nach dem 8:1 steht der Verein nach der ersten Runde an der Spitze der Tabelle, vor allem aber nahm die Mannschaft laut ihrem Sektionsleiter genau die Haltung mit, die man in so ein erstes Saisonspiel mitnehmen will. „Wir haben das Spiel 90 Minuten lang ernst genommen“, sagte Liedl. Und genau das war für ihn der Kern dieses klaren Erfolgs zum Start.