Zum Auftakt der II. Liga Nord hat FC Illmitz gegen Mönchhof trotz 1:0-Pausenführung noch 1:2 verloren. Obmann Wilhelm Haider sah zunächst eine klare erste Halbzeit seiner Mannschaft, sprach nach dem Seitenwechsel aber deutlich die Probleme an. „In der zweiten Halbzeit ist von uns gar nichts mehr gekommen“, sagte Haider und machte vor allem das Abwehrverhalten für die Wende verantwortlich.

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Für Wilhelm Haider begann der Abend aus Sicht des FC Illmitz durchaus so, wie man sich ein Heimspiel zum Saisonstart vorstellt. „Es war das erwartet schwere Auftaktspiel gegen Mönchhof“, sagte der Obmann, schob aber sofort nach, dass seine Mannschaft den ersten Abschnitt klar auf ihrer Seite hatte. „Wir waren in der ersten Halbzeit spielbestimmend und verdient 1:0 in Führung.“ Dieses 1:0 fiel in der 15. Minute, als Thomas Zwickl nach einer Standardsituation erfolgreich war. Haider sah darin die verdiente Belohnung für einen Auftritt, in dem der FC Illmitz den Gegner zunächst kontrollierte. Besonders wichtig war für ihn dabei, dass die Mannschaft das umgesetzt habe, was vorgegeben war. „Wir haben unser taktisches Verhalten vom Trainer zu hundert Prozent umgesetzt“, sagte Haider. Umso mehr ärgerte ihn, dass es bei nur einem Treffer blieb. „Wir haben die tausendprozentige Chance auf das 2:0 vergeben“, meinte er, und genau dieser verpasste zweite Treffer sollte aus seiner Sicht später noch schwer wiegen. Denn, wie Haider es knapp zusammenfasste: „Ein 1:0 ist immer zu wenig.“
Der Knackpunkt lag für Haider eindeutig im zweiten Durchgang, und er formulierte das ohne jede Beschönigung. „Der Knackpunkt war die zweite Halbzeit. Von uns ist eigentlich gar nichts mehr gekommen“, sagte er. Mönchhof kam kurz nach Wiederbeginn zurück, Lazar Knezevic traf in der 51. Minute zum 1:1, und aus Sicht des FC Illmitz veränderte dieses Tor die Partie nachhaltig. Haider sprach davon, dass danach in seiner Mannschaft „gar nichts mehr funktioniert“ habe, und kam immer wieder auf denselben Punkt zurück. „Das Abwehrverhalten war katastrophal“, sagte er und machte genau dort die Ursache für die Niederlage aus. Auch das 1:2 in der 66. Minute schilderte er sehr konkret. „Das 1:2 war nach einem Dribbling des Verteidigers, Ballverlust, Pass auf den zweiten Stürmer“, erklärte Haider. Vollendet wurde diese Szene von Dominik Adam, der Mönchhof damit endgültig auf die Siegerstraße brachte. Dass es am Ende beim 1:2 blieb, sah Haider sogar noch als glimpflich an. „Wir waren mit dem 1:2 noch gut bedient“, sagte er, weil Mönchhof danach noch Möglichkeiten auf einen höheren Sieg hatte.
Bemerkenswert war nach dem Spiel, dass Haider die Leistung des Gegners offen anerkannte, obwohl der Frust über den eigenen Einbruch deutlich zu hören war. Für ihn war der Sieg von Mönchhof „völlig verdient“, und als Erklärung für die starke zweite Halbzeit nannte er vor allem zwei Dinge: „Die Laufarbeit und den Zusammenhalt in der Mannschaft, den ich bei Mönchhof schon jahrelang bewundere.“ Damit beschrieb er auch den Unterschied zwischen beiden Teams an diesem Abend. Während der FC Illmitz vor der Pause noch Kontrolle und Ordnung hatte, war es nach dem Seitenwechsel Mönchhof, das konsequenter und geschlossener auftrat. Diskussionen um die Spielleitung wollte Haider dagegen gar nicht erst aufmachen. „Die Schiedsrichterleistung war völlig in Ordnung“, stellte er klar und nahm damit jede mögliche Ausrede vom Tisch. Für den FC Illmitz bleibt nach diesem Auftakt damit vor allem eine klare Erkenntnis: Die gute erste Halbzeit war da, aber sie blieb ohne Fortsetzung. Genau das dürfte intern die zentrale Aufarbeitung sein, denn Haiders Analyse ließ keinen Zweifel daran, woran die Niederlage festzumachen ist. Wer zur Pause führt, spielbestimmend ist und den Gegner kontrolliert, darf ein solches Spiel aus seiner Sicht nicht mehr aus der Hand geben.