In der II. Liga Nord ist der FC Winden zum Auftakt bei SV Gols mit 1:3 leer ausgegangen. Nach einem schwierigen Beginn und dem 0:1 zur Pause kam die Mannschaft von Co-Trainer Markus Huszar mit dem schnellen Ausgleich durch Mustafa Atik stark aus der Kabine, ließ die mögliche Wende aber liegen. Weil SV Gols in der Schlussphase noch zweimal traf, stand am Ende eine Niederlage, die Huszar vor allem an einem bestimmten Moment festmachte.

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Der Start verlief aus Sicht der Gäste alles andere als rund. Huszar sprach nach dem Spiel offen an, dass seine Mannschaft nur schwer in den Rhythmus kam. „Wir haben ganz schwer in das Spiel reingefunden“, sagte der Co-Trainer des FC Winden. Dabei habe ihn die Herangehensweise des Gegners gar nicht überrascht. „Wir waren darauf eingestellt“, erklärte Huszar, machte aber deutlich, dass eine unglückliche Abwehrsituation den Gästen früh Probleme brachte. In der 21. Minute nutzte SV Gols das zum 1:0 durch Milos Angelovic, und mit diesem Rückstand ging es auch in die Pause. Nach dem Seitenwechsel kam FC Winden aber sofort zurück. Mustafa Atik stellte in der 49. Minute auf 1:1, und genau in dieser Phase sah Huszar die Chance, dem Spiel eine andere Richtung zu geben. „Kurz nach der Pause haben wir sofort den Ausgleich gemacht, hätten ein, zwei Chancen auf das 2:1 gehabt“, sagte er.
Gerade weil der Ausgleich so früh gefallen war, wog die nächste Führung der Hausherren aus Windener Sicht besonders schwer. Für Huszar gab es keinen Zweifel daran, welche Szene für ihn am meisten ins Gewicht fiel. „Definitiv der Fehler zum 2:1 für die Heimmannschaft“, sagte er knapp und deutlich. Den Verlauf der Treffer schilderte er ebenso konkret. Das 1:0 von Milos Angelovic beschrieb er als „glücklichen Treffer nach einer Tormannabwehr von unserem Tormann“. Beim 2:1 in der 82. Minute, das Marcel Toth gutgeschrieben wurde, sprach Huszar von einem hohen Ball, „der nicht geklärt wurde und der Heimmannschaft vor die Füße fiel“. In der Nachspielzeit machte Angelovic mit dem 3:1 endgültig alles klar. Auch dieses Tor ordnete Huszar ein: Nach einem Eckball für FC Winden war der eigene Tormann mit aufgerückt, dann traf SV Gols „fast ins leere Tor“. Damit war die Partie entschieden, auch wenn der dritte Treffer für Huszar nur noch „Draufgabe“ war.
Dass es am Ende trotz der guten Phase nach Wiederbeginn nicht zu etwas Zählbarem reichte, erklärte Huszar vor allem mit Dingen, die im Unterhaus oft den Unterschied machen. „Die Laufwege, die Passqualität, das Pass-Tempo und die Zweikampfbereitschaft“, zählte er auf, als er nach den Schwächen seiner Mannschaft gefragt wurde. Noch klarer wurde seine Antwort auf die Frage, was SV Gols besser gemacht habe: „Genau diese Dinge, die wir nicht gut gemacht haben.“ Trotz des 1:3 wollte der Windener Co-Trainer die Unterschiede aber nicht größer reden, als sie seiner Ansicht nach waren. „Es war nicht viel. Kleine Nuancen haben den Ausschlag gegeben, dass die Heimmannschaft als Sieger vom Platz geht“, sagte Huszar. Dass es daneben keine Nebenschauplätze gab, erwähnte er ebenfalls. Die Leistung des Unparteiischen bewertete er positiv: „Die Schiedsrichterleistung war top, da können sich einige Schiedsrichter aus Österreich etwas abschauen.“ So bleibt für FC Winden zum Ligaauftakt vor allem die Erkenntnis, dass die Mannschaft nach dem 1:1 im Spiel war, sich die guten Aussichten dann aber mit eigenen Fehlern wieder nahm.