Zum Auftakt in der II. Liga Nord hat sich UFC Tadten bei FC Andau mit 2:1 durchgesetzt und sich die Punkte erst ganz spät gesichert. Nach torloser erster Hälfte brachte Milán Szimhardt die Gäste in Führung, Norbert Füleki glich nach einem Eckball aus, ehe Szimhardt in der 89. Minute doch noch den aus Tadtener Sicht verdienten Sieg fixierte. Trainer Michael Pittnauer sah dafür klare Gründe.

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Michael Pittnauer musste nach diesem Auftakt nicht lange überlegen, wo er die Grundlage für den Auswärtssieg gesehen hatte. "Der Beginn war von unserer Mannschaft hervorragend", sagte der Trainer des UFC Tadten und verwies auf eine Phase, in der seine Mannschaft das Spiel klar in ihre Richtung zog. Laut Pittnauer hatte UFC Tadten in den ersten dreißig Minuten ein deutliches Chancenplus, mehr Ballbesitz und auch bei den Standards Vorteile. "Die Eckballstatistik war in den ersten dreißig Minuten, glaube ich, sieben zu eins", schilderte er. Was aus seiner Sicht fehlte, war nur der letzte Pass oder ein sauberer Abschluss. Dazu kam, dass der Tormann des FC Andau "die eine oder andere gute Chance zunichte gemacht" habe. Erst zwischen der 30. und 40. Minute verlor UFC Tadten etwas den Faden, ohne dass der FC Andau daraus bis zur Pause Kapital schlagen konnte. So ging es mit dem 0:0 in die Kabinen, obwohl die Gäste bis dahin schon mehrmals an der Führung dran waren.
Nach dem Seitenwechsel sah Pittnauer seine Mannschaft wieder näher an jenem Niveau, das sie schon in der Anfangsphase gezeigt hatte. UFC Tadten wurde präsenter und belohnte sich in der 55. Minute, als Milán Szimhardt das 0:1 erzielte. Für den Trainer war diese Führung verdient, weil seine Mannschaft auch danach am Drücker blieb und weitere Möglichkeiten auf das zweite Tor hatte. "Wir hätten ohne Probleme 2:0 führen können und auch in der zweiten Halbzeit den Sack viel früher zumachen können", sagte Pittnauer später. Statt der Vorentscheidung kam es aber noch einmal zu einer offenen Schlussphase. In der 83. Minute bekam der FC Andau aus Tadtener Sicht einen strittigen Eckball zugesprochen, den Norbert Füleki zum 1:1 verwertete. Pittnauer ärgerte sich zwar über die Entstehung, hielt aber auch klar fest: "Dass wir das ganz schlecht verteidigt haben, ist unser Verschulden."
Dass UFC Tadten nach dem Ausgleich nicht eingebrochen ist, war für den Trainer der eigentliche Beweis für die Leistung seiner Mannschaft. "Ein großes Lob an meine Mannschaft, die nicht aufgehört hat zu spielen", sagte Pittnauer. Seine Elf blieb in der Schlussphase dran und schlug in der 89. Minute noch einmal zu, als erneut Milán Szimhardt den 1:2-Siegtreffer erzielte. Für Pittnauer passte dieser späte Treffer zum gesamten Abend, weil er den Glauben an den Auswärtssieg nie verloren hatte. "Ich hatte nie das Gefühl, dass wir dieses Spiel nicht gewinnen werden", erklärte er. Als Gründe nannte er eine "unglaubliche kämpferische und läuferische Leistung" sowie einen Matchplan, der gegen einen guten Gegner über weite Strecken aufgegangen sei. Aus seiner Sicht war UFC Tadten immer in der Lage, gefährlich zu werden, und genau dieses Gefühl trug die Mannschaft auch durch die hektische Schlussphase.
Pittnauer begründete den erfolgreichen Start aber nicht nur mit Mentalität, sondern auch mit der Art, wie seine Offensive auftrat. "Wir haben sehr viele Chancen kreiert" und waren im letzten Drittel "sehr schwer ausrechenbar", weil die Angriffe variabel angelegt waren, sagte der Trainer. Gleichzeitig ließ er keinen Zweifel daran, woran seine Mannschaft in den kommenden Wochen arbeiten muss. "Die Chancenauswertung müssen wir eindeutig ansprechen", betonte er, dazu müsse UFC Tadten in manchen Situationen im Gegenpressing noch aktiver zum Ball gehen. Ganz fertig war die Partie ohnehin noch nicht, denn in der Schlussphase hielt der Tadtener Tormann mit einer starken Parade noch den Sieg fest. Den Gegner stufte Pittnauer danach ausdrücklich hoch ein: "Der FC Andau ist eine sehr gute Mannschaft." Auch mit dem Schiedsrichter ging er fair um und sprach trotz der Diskussion um den Eckball von einer "ordentlichen Leistung". Mit dem 2:1 nimmt UFC Tadten zum Start drei Punkte aus Andau mit und darf sich über einen gelungenen Auftakt freuen, auch wenn der Trainer schon genug Punkte sieht, an denen weitergearbeitet werden muss.