Die SpG Edelserpentin empfing im einzigen Sonntagsspiel der Burgenland-Energie-Landesliga den SV Eberau. Für die Hausherren zählte nach der unglücklichen 2:3-Niederlage zum Auftakt in Leithaprodersdorf beinahe nur ein voller Erfolg, um nicht bereits früh in der Saison im Tabellenkeller festzusitzen. Die Gäste aus Eberau waren mit einem torlosen Remis gegen Klingenbach in die neue Spielzeit gestartet, wobei sich die lange Verletztenliste mit mehreren Ausfällen von Kampfmannschaftsspielern deutlich bemerkbar machte. Umso mehr wollten die Eberauer in Edelserpentin erstmals voll anschreiben und den Saisonstart erfolgreich gestalten. Dieses Vorhaben gelang: Dank einer starken kämpferischen Leistung und eines überragenden Torhüters Sebastian Kracher brachte der SV Eberau den 2:0-Auswärtssieg über die Runden und durfte sich über den ersten Dreier der neuen Saison freuen.

Nach einer zunächst ausgeglichenen Anfangsphase fiel der erste Treffer der Begegnung in der 27. Minute. Eberau bekam einen Freistoß zugesprochen, den Adam Bendeguz Horvath gefährlich an die Stange setzte. Der Abpraller sprang unglücklich zu Philip Ungerböck, der den Ball ins eigene Tor beförderte und den Gästen damit die 1:0-Führung bescherte.
Nur sieben Minuten später hatte Eberau sogar die große Möglichkeit, den Vorsprung auszubauen. Alexander Resner hob den Ball gefühlvoll über den Torhüter, doch sein Abschluss landete lediglich am Lattenkreuz.
Die Hausherren bemühten sich in der Schlussphase der ersten Halbzeit um eine Antwort und kamen in der 40. Minute nach einem abgeblockten Schuss zu einem Eckball. Auch die darauffolgende Aktion brachte jedoch keine wirkliche Gefahr für das Tor der Gäste.
So blieb es bis zum Pausenpfiff beim 0:1. Eberau nahm aufgrund der leichten Überlegenheit eine knappe Führung mit in die Kabine, während Edelserpentin für die zweite Halbzeit primär in der Offensive zulegen musste.
Mit einer knappen Führung im Rücken musste Eberau nach dem Seitenwechsel vorrangig defensiv Schwerstarbeit verrichten. Die SpG Edelserpentin erhöhte mit zunehmender Spieldauer den Druck und kam in der 64. Minute zur ersten hundertprozentigen Möglichkeit. Ein Angreifer der Heimischen lief alleine auf Torhüter Kracher zu, doch der Eberauer Schlussmann blieb Sieger und verhinderte den Ausgleich.
Nur drei Minuten später brannte es erneut lichterloh im Strafraum der Gäste. Dieses Mal war Kracher bereits geschlagen, doch ein Eberauer Verteidiger kratzte den Ball noch von der Torlinie. Auch nach einem Freistoß in der 68. Minute war der Gästekeeper wieder zur Stelle und hielt seine Mannschaft mit einer starken Parade in Führung.
Eberau beschränkte sich keineswegs ausschließlich auf die Defensive, sondern blieb mit schnellen Gegenstößen gefährlich. In der 69. Minute hatte Resner die große Möglichkeit zur Vorentscheidung, scheiterte allerdings an Nico Reinprecht, Torhüter der Hausherren.
Edelserpentin setzte weiter nach. Ein Distanzschuss in der 76. Minute wurde von Kracher entschärft, ehe die Gäste zwei Minuten später selbst Pech hatten: Mesko zog aus rund 25 Metern ab und traf nur die Stange. In der 82. Minute war dann wiederum das Aluminium aufseiten der Eberauer, als ein Abschluss der Heimischen als Stangenpendler keinen Weg ins Tor fand. Kurz darauf musste Kracher bei einem weiteren Distanzschuss eingreifen und lenkte den Ball über die Querlatte.
Die Hausherren warfen in der Schlussphase alles nach vorn und suchten mit aller Macht den Ausgleich. Eberau verteidigte jedoch konsequent und wartete geduldig auf seine Konterchance. Diese bot sich in der 89. Minute: Nach einem schnellen Gegenstoß kam Resner zum Abschluss und verwertete eiskalt zum 2:0.
Auch in der Nachspielzeit war Kracher noch einmal gefordert und hielt mit einer weiteren starken Parade die Null fest. Damit durfte sich der SV Eberau über einen hart erkämpften 2:0-Auswärtserfolg freuen. Edelserpentin hingegen musste sich trotz zahlreicher guter Möglichkeiten geschlagen geben – vor allem, weil an diesem Nachmittag an Eberaus Schlussmann Kracher kaum ein Vorbeikommen war.
„In der ersten Halbzeit waren wir überlegen, haben sehr aktiv gespielt und viele Zweikämpfe gewonnen und verdient die 1:0 Führung erzielt. In der zweiten Spielhälfte hatte Edelserpentin auf eine Dreierkette umgestellt und etliche gute Torchancen herausgespielt. Da waren wir sehr unter Druck gekommen und in dieser Phase hätten sich die Hausherren den Ausgleich verdient. Aber unser Torhüter Sebastian Kracher zeigte eine grandiose Leistung und bewahrte uns vor einem Gegentreffer.“
Die Besten: Sebastian Kracher und Florian Wiesler