Zum Auftakt der 1. Klasse Nord hat sich SC Apetlon im Derby gegen UFC Pamhagen mit 3:1 durchgesetzt, doch aus Sicht von Gästetrainer Dominik Gindl erzählt das Ergebnis nur einen Teil der Geschichte. Er sprach von „definitiv verlorenen Punkten“ für seine Mannschaft, die lange Druck machte, sich aber im letzten Drittel nicht belohnte und in der Schlussphase personell aus dem Tritt kam.

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Dominik Gindl sah seine Mannschaft von Beginn an als das aktivere Team. UFC Pamhagen wollte Druck aufbauen, spielte sich oft in die gegnerische Hälfte und kam nach seiner Einschätzung auch immer wieder in Zonen, in denen mehr drinnen gewesen wäre. „Von Beginn an wollte Pamhagen Druck aufbauen, war sehr viel in der gegnerischen Hälfte. Doch leider kam oft der letzte Ball nicht an“, sagte der Trainer. Genau daraus leitete er auch den frühen Nachteil ab, denn während UFC Pamhagen nach vorne den letzten Schritt vermissen ließ, schlug SC Apetlon in Minute 24 zu: Martin Baran traf zum 1:0. Für Gindl war das ein Gegentor „durch einen klassischen Konter“, das aus seiner Sicht nicht zum bisherigen Verlauf passte. Bis zur Pause blieb es beim 1:0, obwohl UFC Pamhagen das Spiel laut seinem Coach keineswegs aus der Hand gegeben hatte.
Nach dem Seitenwechsel bekam UFC Pamhagen dann zunächst die Antwort, die aus Gästesicht zum Spiel passte. In der 57. Minute erzielte David Fleischhacker das 1:1 und brachte UFC Pamhagen wieder zurück. Gindl betonte, dass UFC Pamhagen auch danach an sich geglaubt habe: „Mit zehn Mann am Feld hatte Pamhagen immer noch bessere Chancen auf den Führungstreffer als Apetlon.“ Der Trainer machte aber auch klar, was die Partie aus seiner Sicht kippte. „Das Entscheidende im ganzen Spiel waren natürlich die roten Karten“, sagte er. Im offiziellen Spielverlauf ist in der 84. Minute die Rote Karte gegen David Fleischhacker vermerkt, Gindl verwies darüber hinaus auf Ausschlüsse, die seine Mannschaft in der Schlussphase enorm belasteten. „Mit zwei Mann weniger ein Spiel zu bestreiten, ist eine enorme Herausforderung“, erklärte er. Über einzelne Entscheidungen des Schiedsrichters wollte Gindl zwar diskutieren, betonte aber zugleich: „Am Ende werden wir die Fehler bei uns suchen, was wir beeinflussen können.“ In der Nachspielzeit nutzte SC Apetlon die Überzahl dann aus, als Dalibor Gonda das 2:1 erzielte und Martin Baran mit seinem zweiten Treffer auf 3:1 stellte.
Bei aller Unzufriedenheit mit dem Ausgang nahm Gindl seine Mannschaft auch selbst in die Pflicht. Das größte Manko sei „definitiv der letzte Pass“ gewesen. UFC Pamhagen war nach seiner Beschreibung oft am oder sogar im gegnerischen Strafraum, habe dann aber zu viele Soloaktionen gesucht und „zu komplizierte Sachen probiert“, obwohl man den Gegner eigentlich schon dort gehabt habe, wo man ihn wollte. Dazu kam für den Trainer das Thema Disziplin. „Natürlich dann die Disziplin beziehungsweise die Klugheit bei den Ausschlüssen zu haben, das habe ich auch vermisst“, sagte er offen. Diese Mischung aus fehlender Klarheit im letzten Drittel und den personellen Rückschlägen sei am Ende ausschlaggebend gewesen. Den Gegner wollte er dabei gar nicht überhöhen. „In meinen Augen war man die bessere Mannschaft, von Beginn bis zu den Ausschlüssen. Und dann ist das Spiel gekippt“, so Gindl. Gleichzeitig erkannte er an, dass SC Apetlon seine Chancen nutzte und so die ersten Punkte der neuen Saison einschrieb.
Trotz der Derby-Niederlage wollte der Trainer von UFC Pamhagen die Sache nicht größer machen, als sie zum Saisonstart sein müsse. „Ich sehe diese Niederlage nicht als Einbruch“, stellte Gindl klar. Er hob vielmehr hervor, wie seine Mannschaft nach dem Schlusspfiff mit der Situation umging. „Die Mannschaft zeigte Geschlossenheit. Die Mannschaft hatte nach dem Spiel ein professionelles Auftreten und hat sich dem Publikum gestellt“, sagte er. Kritik äußerte er allerdings daran, wie Niederlagen und Siege im Fußball begleitet werden sollten. Für ihn müsse das „mit Anstand und Respekt“ passieren, was definitiv nicht auf beiden Seiten der Fall war. Den Blick richtet UFC Pamhagen deshalb rasch wieder nach vorne. Die verlorenen Punkte in Apetlon sind für Gindl ärgerlich, weil er in vielen Phasen eine gute Leistung gesehen hat, sie sollen aber nicht länger nachwirken. Jetzt gelte es, die eigenen Fehler aufzuarbeiten und sich auf das nächste Spiel gegen FC Jois vorzubereiten.