In der 1. Klasse Nord musste sich UFC Pama am Sonntag UFC RAIBA Purbach am See mit 0:3 geschlagen geben. Für Obmann Markus Peresich war der Sieg der Gäste unterm Strich verdient, auch wenn vor allem das 0:2 für Gesprächsstoff sorgte. Ausschlaggebend waren aus seiner Sicht ein früher Eigenfehler, eine junge Mannschaft mit wenig Routine und die insgesamt größere Qualität der Purbacher.

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Aus Pamaer Sicht begann die Partie mit einem Rückschlag, der den weiteren Nachmittag stark beeinflusste. In der 18. Minute brachte Gazican Gencer die Gäste mit 1:0 in Führung, und Peresich machte keinen Hehl daraus, dass dem ein eigener Fehler vorausgegangen war. "Purbach war am Ende des Tages der verdiente Sieger. Wir haben leider wieder durch einen unglücklichen Eigenfehler das 0:1 bekommen", sagte der Obmann. Gerade deshalb ärgerte ihn besonders, dass die Antwort beinahe sofort möglich gewesen wäre. "Dann haben wir im Anschluss gleich die Chance zum 1:1 gehabt, haben sie aber nicht gemacht", schilderte Peresich. Danach, so sein Eindruck, lief das Spiel vor allem in eine Richtung, ohne dass die Gäste in der ersten Halbzeit ständig zwingend geworden wären. "Purbach hatte mehr Ballbesitz, aber trotzdem war es nicht großartig zwingend", meinte er. Mit dem 0:1 zur Pause war für Pama also noch nichts endgültig verloren, doch der verpasste Ausgleich blieb ein Punkt, der aus Sicht der Gastgeber schwer wog.
Entscheidend wurde dann die Szene in der 57. Minute, als Mate Fekete auf 2:0 stellte. Genau dieses Tor sah Peresich als jenen Moment, nach dem die Partie kippte. Er beschrieb die Situation als unübersichtlich: "Das war ein ziemliches Gestocher im Sechzehner. Dann hat Purbach den Abschluss gesucht, der Ball ist von der Querlatte innen runter auf den Boden und von dort wieder retour." Ob der Ball mit vollem Umfang hinter der Linie war, blieb aus Sicht der Pamaer umstritten. "Unser Tormann und die Verteidiger haben gesagt, dass er nicht zur Gänze hinter der Linie war. Der Schiedsrichter hat aber so entschieden, wir mussten das akzeptieren", sagte Peresich. Gleichzeitig stellte er klar, dass er daraus kein generelles Thema machen wollte. "Das Schiedsrichterteam war okay, das war nicht spielentscheidend. Es war eigentlich nur das Tor zum 2:0." Für seine Mannschaft war diese Entscheidung aber sehr wohl ein harter Einschnitt. "Nach dem 2:0 hatten wir eigentlich wenig Chancen mehr und keinen Zugriff", so Peresich. In der Schlussphase erhöhte Christian Rosner noch auf 3:0, doch auch dazu meinte der Obmann nüchtern, dass dieses Tor "nicht mehr spielentscheidend" gewesen sei.
Dass Pama am Ende leer ausging, führte Peresich nicht nur auf die einzelnen Tore zurück, sondern auch auf die personelle Lage. Mehrere Ausfälle zwangen die Gastgeber wieder dazu, viele junge Kräfte zu bringen, und genau dort sah er den größten Unterschied. "Leider waren wieder drei, vier Spieler verletzt, deshalb haben wir auf sehr viele Eigenbauspieler zurückgreifen müssen. Gleichzeitig wollte er seiner Mannschaft den Einsatz keineswegs absprechen. "Vom Einsatz und vom Engagement kann man den Jungs nichts vorwerfen", betonte Peresich. Auch mit dem grundsätzlichen Plan war er nicht unzufrieden. "Der Spielplan vom Trainer hat gepasst, aber wir sind nicht zwingend zum Abschluss gekommen", sagte er. Auf der anderen Seite sah er bei Purbach genau jene Reife, die seiner Mannschaft derzeit noch abgeht. "Das ist eine sehr routinierte Mannschaft, defensiv gut und auch offensiv mit Qualität. Das war am Ende des Tages der Tick besser als wir." Für Peresich ist deshalb klar, warum die Gäste die drei Punkte mitnahmen und warum sie für ihn auch heuer wieder eine Mannschaft für ganz vorne sind. Für Pama bleibt nach dieser 0:3-Niederlage vor allem die Aufgabe, die vielen jungen Spieler weiter heranzuführen und sich für ordentliche Phasen im Spiel bald auch einmal zu belohnen.