In der 1. Klasse Nord hat UFC Podersdorf am See gegen Breitenbrunn trotz Pausenführung noch 1:2 verloren. Aus Sicht von Trainer Gerhard Karner war es lange kein gutes Spiel seiner Mannschaft. „Wir sind sehr schlecht in das Match gestartet“, sagte er, ehe nach der Pause vor allem eine Umstellung und die Einwechslung von Martin Schlossar die Partie kippen ließen.

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Breitenbrunn fand laut Karner überhaupt nicht in die Partie. Der Trainer sprach offen von einer ganz schwachen ersten Halbzeit seiner Elf und nannte die Anfangsphase sogar den klaren Problemteil des Nachmittags. „Die erste Halbzeit war ein lauer Sommerkick. Wir waren sehr, sehr schlecht“, sagte er ohne große Umschweife. Podersdorf nutzte das früh aus und ging schon in der 6. Minute nach einem Corner durch Simon Johannes Josef Lentsch mit 1:0 in Führung. Diese Führung sei verdient gewesen, meinte Karner, auch wenn er zugleich betonte, dass es auf beiden Seiten noch Möglichkeiten gegeben habe. Deshalb wäre aus seiner Sicht auch ein anderer Halbzeitstand denkbar gewesen. Faktisch blieb es aber beim 1:0 für die Gastgeber, weil Breitenbrunn bis zur Pause nicht auf sein Niveau kam und Podersdorf den etwas besseren ersten Durchgang auf seiner Seite hatte.
In der Pause reagierte Breitenbrunn, und genau dort setzte für Karner der Wendepunkt an. „Durch die Einwechslung von Martin Schlossar hat sich das Spiel eigentlich komplett gedreht“, erklärte er. Danach sei seine Mannschaft spielbestimmend gewesen, und das zeigte sich auch im Ergebnis. In der 60. Minute fiel das 1:1, wieder nach einem Corner. Für Karner war das der entscheidende Moment des Spiels: „Das 1:1 durch einen schönen Corner und den schönen Kopfball von Lukas Weihrauch war besonders wichtig.“ Breitenbrunn blieb danach am Drücker und legte nur sieben Minuten später nach. Karner schilderte das 2:1 als sauber herausgespielten Angriff, an dessen Ende Martin Schlossar mit links ins Kreuzeck abschloss. „Das war ein überragender linker Abschluss ins Kreuzeck. Wunderschönes Tor“, sagte er. Aus einem schwachen ersten Durchgang wurde damit innerhalb weniger Minuten ein Spiel, das nach der Pause ganz klar in Richtung der Gäste kippte.
Ganz zufrieden klang Karner trotz des Auswärtssieges nicht. Im Gegenteil: Er machte deutlich, dass er vor allem mit der ersten Hälfte überhaupt nicht einverstanden war. „Eigentlich hat gar nichts besonders gut funktioniert. Es war eine sehr schlechte Leistung. Die erste Halbzeit war sehr, sehr schlecht, die zweite Halbzeit war dann besser. Aber egal, drei Punkte“, sagte er. Auch den Gegner ordnete er fair ein und sprach von einem insgesamt ausgeglichenen Spiel, in dem Podersdorf zunächst besser gewesen sei und nach der Pause etwas nachgelassen habe, während Breitenbrunn zulegte. In der Schlussphase kamen die Gastgeber laut Karner noch zu Möglichkeiten, gleichzeitig ergaben sich für seine Mannschaft Räume zum Kontern. Deshalb nannte er den Sieg „glücklich, aber nicht unverdient“. Für Breitenbrunn zählt damit vor allem das Ergebnis: Nach dem Auswärtssieg konnte Karner zum Abschluss des Spieltags festhalten, dass man „sehr, sehr glücklich“ in die spielfreie Runde gehe.