Spielberichte

„Entscheidend war, dass wir die Zweikämpfe angenommen haben“ – Zurndorf macht nach der Pause alles klar

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ASV Zurndorf
UFC Stotzing

In der 1. Klasse Nord hat sich ASV Raiffeisenbank Zurndorf am Samstag mit 3:0 gegen UFC Stotzing durchgesetzt. Nach einer starken ersten Hälfte und der verdienten Pausenführung blieb die Heimelf auch in einer später zerfahrenen Partie stabil. Trainer Miroslav Milosevic sah vor allem gewonnene Zweikämpfe, taktische Disziplin und konsequentes Verteidigen als Grundlage dafür, dass der Heimsieg am Ende noch klarer wurde.


Duell zweier Spieler in grünen und weißen Trikots

Foto von Ian Taylor auf Unsplash

Zurndorf hat die Partie früh im Griff

Schon der Beginn lief aus Sicht der Gastgeber genau in die Richtung, die sich ihr Trainer vorgestellt hatte. „Wir haben sehr gut ins Spiel reingefunden. Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir das Spiel kontrolliert und dominiert“, sagte Milosevic nach dem Schlusspfiff. Diese Einschätzung spiegelte sich auch im Spielstand zur Pause wider, denn Zurndorf ging in der 31. Minute durch Daniel Reiter mit 1:0 in Führung. Der Trainer beschrieb die Entstehung als „sehr gute Umschalt-Situation“, in der seine Mannschaft den Ball eroberte, sofort tief spielte und die Szene dann stark zu Ende brachte. Für Milosevic war diese Führung verdient, weil sein Team mehr vom Spiel hatte und sich laut seiner Sichtweise sogar noch über zwei strittige Strafraumszenen ärgern musste, in denen es keinen Elfmeter für Zurndorf gab.

Nach der Pause wird das Spiel zerfahrener

Der zweite Durchgang brachte dann keinen offenen Schlagabtausch, sondern vor allem viele Unterbrechungen. Milosevic sprach von einer „von Fouls geprägten“ und insgesamt „zerfahrenen“ Partie, in der der Rhythmus nicht mehr so klar vorhanden war wie noch vor der Pause. Gerade deshalb maß er dem Auftreten seiner Mannschaft in dieser Phase besonderes Gewicht bei. „Wir waren taktisch sehr diszipliniert, haben sehr gut verteidigt und Druck nach vorne gemacht“, sagte der Trainer. Ebenso wichtig war für ihn, dass seine Mannschaft kein Gegentor kassierte und damit Stotzing nicht mehr zurück ins Spiel kommen ließ. Die Vorentscheidung fiel dann in der 77. Minute, als Milosevic zum 2:0 traf. Mit diesem Treffer war die Partie für den Zurndorf-Coach „eigentlich erledigt“.

Das 3:0 ist nur noch die Zugabe

Dass der Sieg am Ende deutlich ausfiel, war für Milosevic kein Zufall, sondern die Folge einer klaren Mannschaftsleistung. „Entscheidend war, dass die Mannschaft die Zweikämpfe angenommen hat“, betonte er. Dazu kam aus seiner Sicht, dass das 1:0 seiner Elf zusätzlich Sicherheit gab. „Mit dem 1:0 im Rücken haben wir mehr Selbstvertrauen bekommen“, sagte der Trainer, der auch noch einmal hervorhob, wie wichtig das saubere Verteidigen nach der Pause gewesen sei. In der Nachspielzeit legte Milosevic noch das 3:0 nach und sorgte damit endgültig für klare Verhältnisse. Der Trainer ordnete diesen Treffer aber bewusst als „Draufgabe“ ein, weil die Grundlage für den Erfolg schon davor gelegt worden war: eine starke erste Halbzeit, Ordnung gegen den Ball und die Ruhe, auch in einer unübersichtlicheren zweiten Hälfte bei der Linie zu bleiben. Genau auf so einen Auftritt wird Zurndorf in den nächsten Wochen aufbauen wollen.

1. Klasse Nord: Zurndorf : Stotzing - 3:0 (1:0)

  • 92
    Miroslav Milosevic 3:0
  • 77
    Miroslav Milosevic 2:0
  • 31
    Daniel Reiter 1:0