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"Der Mut hat uns gefehlt" – Sankt Andrä rettet mit Stermeczki in letzter Sekunde noch ein 1:1

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FC Sankt Andrä
SC Apetlon

In der 1. Klasse Nord hat sich FC VEGANIS Sankt Andrä am Samstag mit einem 1:1 von SC Apetlon getrennt. Lange sah es nach einer bitteren Heimniederlage aus, ehe Markus Stermeczki in der Nachspielzeit doch noch ausglich. Trainer Rene Hoffmann sprach danach von einem kampfbetonten, spielerisch überschaubaren Match und benannte den größten Mangel seiner Mannschaft klar: "Der Mut hat uns gefehlt."


Spieler mit dem Fuß auf dem Ball

Foto von Hal Gatewood auf Unsplash

Wenig Spielfluss, spätes Gegentor, ganz spätes Happy End

Viel Rhythmus kam in dieser Partie über weite Strecken nicht auf. Hoffmann bezeichnete das Spiel als "sehr zerfahren, vom Kampf und Krampf geprägt", und genauso lief der Nachmittag auch ab. Zur Pause stand es folgerichtig 0:0. Nach Einschätzung des Trainers hatte Apetlon in den ersten 45 Minuten mehr vom Spiel, ohne dass sich daraus klare Vorteile ergaben. Nach dem Seitenwechsel sah Hoffmann seine Mannschaft dann verbessert. "In der zweiten Halbzeit hatten wir definitiv die besseren Torchancen, zwei richtig gute Torchancen", sagte er. Trotzdem geriet Sankt Andrä in der 82. Minute in Rückstand, als Dalibor Gonda das 0:1 für die Gäste erzielte. Der Rückstand fiel aus Sicht der Gastgeber unglücklich. Weil Sankt Andrä danach alles riskierte, wurde es in der Schlussphase noch einmal offen. Hoffmann meinte sogar, im Konter hätte eigentlich das 0:2 fallen müssen, doch seine Mannschaft verteidigte die Situation noch weg. So blieb die Tür offen, und mit der letzten Aktion gelang Markus Stermeczki in der 94. Minute doch noch das 1:1.

Hoffmann sieht Konzentration, aber zu wenig Mut nach vorne

Auch wenn der späte Ausgleich noch einen Punkt brachte, war der Trainer mit der Gesamtleistung nur teilweise einverstanden. Im Vergleich zu den vergangenen Wochen sah er zwar einen kleinen Fortschritt. "Wir waren diesmal vom Start weg relativ konzentriert. Das war nicht immer so", erklärte Hoffmann. In einigen Phasen habe sich seine Mannschaft ordentlich verhalten, insgesamt fehle aber weiterhin die Konstanz über die gesamte Spielzeit. "Wir schaffen es nicht, unsere Leistung über 90 Minuten auf den Platz zu bringen. Es steckt wesentlich mehr Potenzial drinnen", sagte er. Besonders deutlich wurde Hoffmann bei der Frage, warum aus den besseren Phasen kein Sieg geworden ist. "Der Mut hat uns gefehlt", lautete seine klare Antwort. Für ihn hängt das direkt mit der aktuellen Lage zusammen: "Mut kommt durch Selbstvertrauen, Selbstvertrauen kommt durch Punkte." Gerade in der Offensive sieht er deshalb noch einiges an Arbeit, weil seine Mannschaft aus ihren Möglichkeiten noch zu wenig macht.

Ein Punkt, der zumindest etwas Luft gibt

Der Ausgleich änderte also nicht alles, aber er sorgte immerhin dafür, dass Sankt Andrä nach einem schwierigen Spiel nicht mit leeren Händen dastand. "Zumindest haben wir jetzt nichts verloren", sagte Hoffmann nüchtern. Genau das war nach dem späten Rückstand keineswegs selbstverständlich. Gleichzeitig verband er den Punkt sofort mit einem klaren Auftrag für die nächsten Wochen. "Vielleicht sollten wir im nächsten Spiel ein bisschen mutiger auftreten", meinte der Trainer. Auch den Gegner ordnete er sachlich ein. Apetlon sei diesmal nicht so präsent gewesen wie bei seiner Beobachtung in der Vorwoche, und Sankt Andrä habe besser dagegenhalten können. Dass Hoffmann den Punkt am Ende als gerecht einstufte, passte deshalb ins Gesamtbild. "Den Sieg hätte sich keine der beiden Mannschaften verdient", sagte er. Eine Nebendiskussion um den Unparteiischen gab es übrigens nicht. "Der Schiedsrichter war gut, strittige Situationen gab es eigentlich keine."

Ein Urgestein sorgt für den letzten Moment des Nachmittags

So blieb am Ende vor allem diese letzte Szene hängen, in der Markus Stermeczki den Ball noch zum 1:1 unterbrachte. Für Hoffmann war genau das der besondere Abschluss eines ansonsten zähen nachmittags. "Das Highlight war der Lucky Punch mit der letzten Aktion durch unseren Markus Stermeczki", sagte er. Dass ausgerechnet ein langjähriger Routinier den Punkt rettete, gab dem Remis aus Sicht der Gastgeber noch eine zusätzliche Note. Hoffmann sprach in diesem Zusammenhang von einem "Urgestein", das sich noch einmal vor den eigenen Fans zeigen konnte. Für die Tabelle ist dieses 1:1 kein großer Sprung, für die Stimmung kann es aber dennoch wichtig werden. Denn Sankt Andrä hat zwar erneut gesehen, was noch fehlt, hat sich diesmal aber wenigstens für das Durchhalten bis zur letzten Sekunde belohnt.

1. Klasse Nord: Sankt Andrä : SC Apetlon - 1:1 (0:0)

  • 94
    Markus Stermeczki 1:1
  • 82
    Dalibor Gonda 0:1