In der 1. Klasse Nord hat UFC Podersdorf am See gegen ASV Nickelsdorf 0:3 verloren. Christian Pinter sah den Schlüssel im Spiel seiner Mannschaft schon vor der Pause: „Die 2:0-Pausenführung hat uns in die Karten gespielt.“ Bei Wind und Nässe brachte Nickelsdorf das Spiel früh auf seine Seite, traf in Halbzeit eins zweimal und ließ sich den Auswärtssieg danach nicht mehr nehmen.

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Nickelsdorf musste sich laut Trainer Christian Pinter auf genau jene Partie einstellen, die dann auch gekommen ist. „Es war das erwartet schwierige Spiel“, sagte er nach dem Schlusspfiff und verwies dabei auf die äußeren Bedingungen. Es war windig, es war nass, dazu stand Podersdorf wie erwartet tief. Trotzdem kamen die Gäste nach Einschätzung ihres Trainers gut hinein. „Wir waren von Beginn an eigentlich gut in der Partie drin, waren sicher auch feldüberlegen“, so Pinter. In der 17. Minute fiel dann das wichtige 1:0 durch Krisztian Konya. Für den Nickelsdorfer Coach war dieser Treffer mehr als nur die Führung, weil damit sofort Ruhe in eine anfangs zerfahrene Partie kam. Pinter betonte, dass sein Team genau diesen Effekt gebraucht habe, um das Spiel mehr auf die eigene Seite zu ziehen.
Richtig angenehm wurde die Ausgangslage für die Gäste kurz vor dem Seitenwechsel. In Minute 39 erhöhte Matus Otapka auf 2:0 und damit auf jenen Spielstand, den Pinter später als entscheidenden Punkt der Partie bezeichnete. „Die 2:0-Pausenführung hat uns in die Karten gespielt“, sagte er sehr deutlich. Sein Team konnte dadurch nach dem Wechsel ruhiger agieren, ohne sofort großes Risiko gehen zu müssen. Pinter sprach davon, dass genau diese komfortable Führung ausschlaggebend gewesen sei. Podersdorf musste nun mehr investieren, während Nickelsdorf das Spiel nicht mehr mit aller Wucht öffnen musste. Dass die zweite Hälfte dennoch nicht völlig ungefährlich wurde, verschwieg der Trainer nicht. Er sagte offen, seine Mannschaft sei nach der Pause „nicht so sattelfest“ gewesen, wie er sich das gewünscht hätte.
Gerade dieser zweite Durchgang war aus Sicht von Pinter nicht mehr so klar wie die erste Halbzeit. „In der zweiten Halbzeit war es dann ausgeglichener“, fasste er zusammen. Podersdorf habe gute Umschaltmomente gehabt und trotz des Rückstands nicht aufgehört, gegen den Ball zu arbeiten. Nickelsdorf blieb zwar vorne gefährlich, musste hinten aber aufmerksam bleiben. In der 73. Minute fiel dann das 3:0 durch Marek Sovcik. Pinter sprach davon, dass seine Mannschaft per Elfmeter nachgelegt habe und die Partie damit „wahrscheinlich erledigt“ gewesen sei. Ganz ohne heikle Szenen verlief die Schlussphase aber nicht. Der Trainer räumte ein, dass Podersdorf aus der einen oder anderen Kontersituation durchaus zu einem Treffer hätte kommen können. Einmal habe Nickelsdorf auch Glück gehabt, als der eigene Tormann einen Schuss stark an die Latte lenkte.
Dass der Sieg für ihn trotzdem „in der Höhe und in der Art und Weise durchaus gut in Ordnung“ ging, begründete Pinter vor allem mit zwei Punkten. Zum einen hob er die Qualität seiner Mannschaft hervor, zum anderen die Effizienz vor dem Tor. „Wir haben aus wenig viel gemacht“, sagte er und meinte damit eine Torausbeute, die an diesem Nachmittag den Unterschied ausmachte. Besonders hob er Leo Kellner hervor, der laut Pinter das 1:0 stark vorbereitete und auch bei der Standardsituation vor dem 2:0 eine wichtige Rolle spielte. Gleichzeitig fand der Trainer aber auch klare Worte zu den Dingen, die ihm noch nicht gefallen. „Vom Spielerischen her ist Luft nach oben“, sagte er, weil seine Mannschaft im Aufbau noch zu fehleranfällig sei. Dass diese Fehler diesmal nicht ins Gewicht fielen, lag für ihn an einer stabilen Abwehr, die vieles wegverteidigte. Auch eine Szene mit einem aberkannten Treffer sprach Pinter an: Lucas Hlavac habe nach seiner Wahrnehmung beziehungsweise nach Rückmeldungen wohl regulär getroffen, sicher beurteilen wollte er das aber nicht. Unterm Strich blieb für ihn deshalb ein verdienter Auswärtssieg, verbunden mit drei Punkten und der Erkenntnis, dass Nickelsdorf vorne sehr effektiv war, im spielerischen Bereich aber weiter zulegen will.