Das Duell in der 1. Klasse Süd zwischen FC Minihof-Liebau und SV Welgersdorf kippte nach einer umkämpften Anfangsphase auf die Seite der Gäste: Jürgen Löffler, Cheftrainer von SV Welgersdorf, sah seine Mannschaft nach frühem Rückstand rasch die Kontrolle übernehmen. „Ich finde, das Ergebnis war gerecht. Es war eine umkämpfte Partie, wir haben mehr investiert und dann auch zu Recht gewonnen“, ordnete Löffler die 90 Minuten ein. Am Ende stand ein souveränes 4:2, das sich aus Sicht des Trainers aus klaren Momenten der Durchsetzung speiste.

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FC Minihof-Liebau erwischte den aktiveren Start und erzielte durch Alen Spilak in der 28. Minute das 0:1. Nur eine Minute später setzte Welgersdorf das erste Ausrufezeichen: Maksym Tomashevskyi glich in der 29. Minute zum 1:1 aus. In der 37. Minute legte Tomashevskyi nach und stellte auf 2:1 – der bis zur Pause bestehende Zwischenstand. Löffler hob genau diese Sequenz als entscheidend hervor: „Es war wichtig, dass wir nach dem Gegentor gleich direkt darauf geantwortet haben mit dem 1:1. Dadurch dann die Spielkontrolle wieder zurückbekommen haben und dann auch das 2:1 vor der Halbzeit noch erzielt haben.“ Zur Einordnung des Auftakts sagte er außerdem: „Nach ein paar Minuten Anfangsschwierigkeiten und Platzgewöhnung konnten wir dominieren, hatten mehr Zugriff aufs Spiel und die gefährlicheren Szenen.“
Welgersdorf kam konzentriert aus der Kabine und erhöhte in der 58. Minute durch Mate Jankovics auf 3:1. Minihof-Liebau antwortete prompt – nur eine Minute später verkürzte Livio Kral auf 3:2. Den Schlusspunkt setzte Kristof Gaal-Horvath in der 64. Minute zum 4:2. In der Bewertung der Kräfteverhältnisse blieb Löffler nüchtern: „Sie waren sehr kämpferisch und haben es uns schwer gemacht. Ein super 1:0 und sind zwei-, dreimal gefährlich vors Tor gekommen – im Endeffekt hatten wir aber mehr Chancen.“ Dass sein Team in den Zweikämpfen und im Umschalten präsenter war, führte Löffler auf die Herangehensweise zurück: „Aufgrund der aktuellen Platzverhältnisse in der kompletten Liga ist es schwierig, die Gegner spielerisch zu bespielen. Da ist eher Kampf angesagt, und das hat die ganze Mannschaft gut umgesetzt: sofort ins Gegenpressing, schnell umgeschaltet – so haben wir die Chancen erzwungen.“
Als prägende Figur nannte Löffler den rechten Flügel: „Auf jeden Fall wichtig war Maksym Tomashevskyi mit zwei Toren zum 1:1 und zum 2:1 – er hat sich ordentlich reingekämpft und viele gute Szenen gehabt.“ Mit Blick auf die Spielleitung blieb er gelassen: „War in Ordnung. Nichts Auffälliges, keine umstrittenen Szenen – das ist meistens gut für den Schiedsrichter.“ Positiv fiel auch die Personallage aus: „Heute hatten wir zum ersten Mal alle Spieler zur Verfügung und dementsprechend konnte ich auch die Aufstellung danach richten – es war eine geschlossene Mannschaftsleistung.“ Zusammen mit den klaren Momenten vor dem Tor – Treffer von Maksym Tomashevskyi (2), Mate Jankovics und Kristof Gaal-Horvath – ergibt sich das Bild eines abgeklärten Auswärtssiegs, getragen von schnellem Umschalten, konsequentem Gegenpressing und der Fähigkeit, auf kritische Phasen sofort zu antworten.