Ein Nachmittag mit zwei Gesichtern: In der 1. Klasse Süd feierte der USV Autohaus Fortmüller Neuhaus gegen den SV Sankt Michael einen 2:0-Heimsieg. Sektionsleiter Stephan Knapp sprach von einer klaren Steigerung nach der Pause. Nach einem zähen ersten Durchgang setzte es in der Kabine eine deutliche Ansage, kurz nach Wiederbeginn sah Sankt Michaels Daniel Dittrich Rot – Neuhaus übernahm endgültig das Kommando. Alex Kanalas (55.) und Jakob Meitz (71.) trafen zum 2:0, nachdem es zur Halbzeit 0:0 gestanden hatte. Die Schlussphase war geprägt von Entschlossenheit und Kontrolle.

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Knapp nahm sein Team in die Pflicht: „Wir haben in der ersten Halbzeit sehr schwach begonnen und – ganz ehrlich – nicht gut gespielt. Wir hatten Glück, dass wir nicht mit einem oder zwei Toren in Rückstand geraten sind, denn Sankt Michael war da die bessere Mannschaft.“ Nach der Pause folgte die Korrektur: „Nach der Kabinenpredigt ist es besser geworden, und wir haben das umgesetzt, was wir besprochen haben.“ Auch das Spiel mit dem Ball kippte: „In der zweiten Halbzeit waren wir die klar bessere Mannschaft.“
Die Begegnung war umkämpft, blieb dabei aber im Rahmen: „Die Gäste haben sehr intensiv gespielt. In der ersten Halbzeit waren sie körperlich stärker, weil wir zu wenig dagegengesetzt haben. Aber es war immer fair“, betonte Knapp.
Beim Chancenbild war die Rollenverteilung deutlich: „Sankt Michael hatte vor der Pause zwei Top-Chancen – wir gar keine.“ Nach dem Seitenwechsel drehte sich das Bild: „In der zweiten Halbzeit waren wir am Drücker und haben neben den zwei Toren noch zwei, drei Top-Chancen vergeben.“ Der Dosenöffner fiel nach einer Standardsituation: „Das 1:0 ist aus einem Freistoß entstanden, und auch bei anderen Freistößen und Ecken waren wir immer gefährlich.“ Für die kommenden Aufgaben formuliert Knapp klare Ansprüche: „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht noch einmal so eine schwache Halbzeit spielen und von der ersten Minute an präsenter sein.“ Mit Blick nach vorn sagt er: „Wir haben jetzt einen schweren Gegner vor der Brust. Mit so einer Leistung wird das zu wenig sein.“