Nach dem Auswärtsspiel des SV Heiligenkreuz beim SV Sankt Michael in der 1. Klasse Süd ordnete Kevin Baumgartner die Lage nüchtern ein: Ergebnis und Spielgefühl klafften auseinander – zwischen Ärger über verpasste Chancen und Akzeptanz für späte Konterstiche. Der Co-Trainer sprach von hoher Intensität, einer Verletzung als Wendepunkt und klaren Hausaufgaben für die kommenden Wochen – ohne einzelne Spieler hervorzuheben.

Image by Daniel Allgyer from Pixabay
Heiligenkreuz kam stark in die Partie und setzte früh Akzente. Baumgartner schilderte: „In der ersten Halbzeit hatten wir in den ersten 20 Minuten drei wirklich Top-Chancen – da kann es schon 2:0 oder 3:0 für uns stehen. Die Möglichkeiten haben wir leider nicht genutzt.“ Kurz darauf der Knackpunkt: „Unser Abwehrchef hat sich schwerer verletzt, das hat uns die Ordnung genommen.“ Aus dem folgenden Durcheinander schlug Sankt Michael Kapital und ging mit der ersten echten Gelegenheit 0:1 in Führung – Torschütze: Zan Horvat. Zur Pause lag Heiligenkreuz 0:1 zurück, die bis dahin klare Linie war weg.
Nach dem Seitenwechsel war das Spiel offener. Mit zunehmender Spieldauer erhöhte Heiligenkreuz das Risiko – und bezahlte in der Schlussphase mit Kontergegentoren. „Das 0:3 ist im Gesamten zu hoch, aber die letzten zwei Tore resultierten daraus, dass wir aufgemacht haben, um noch einmal heranzukommen.“ Die Chronologie passt dazu: Zan Horvat stellte in der 23. Minute auf 0:1 und erhöhte in der 88. auf 0:2, Ajdin Kadric fixierte in der 90. das 0:3. Im Rückblick blieb für Baumgartner vor allem die Diskrepanz zwischen Spielanlage und Ertrag: viel investiert, aber in den entscheidenden Momenten nicht konsequent genug – vorne die frühen Chancen vergeben, hinten nach der Verletzung an Stabilität verloren.
Zur Grundtaktung sagte Baumgartner: „Die Intensität war sehr hoch.“ Standards spielten kaum eine Rolle: „Der Gegner hatte zwei gute Möglichkeiten, darunter eine sehr gute nach einem Eckball – insgesamt waren ruhende Bälle aber nicht entscheidend.“ Einen herausragenden Akteur wollte er nicht benennen: „Ich möchte niemanden besonders hervorheben.“ Stattdessen formulierte er die Aufgaben: „Torabschluss verbessern – und die Defensive stabiler und kompakter gestalten.“ Die Richtung ist klar: mehr Effizienz vorne, mehr Ordnung hinten – damit ähnliche Spielverläufe künftig nicht mehr in einem 0:3 enden.