Im Aufeinandertreffen der 1. Klasse Süd zwischen dem ASK Markt Neuhodis und Deutsch Kaltenbrunn ordnete Obmann Wolfgang Weber die Geschehnisse betont nüchtern ein: viel Kontrolle, disziplinierte Defensivarbeit, frühes Anlaufen – und am Ende Zufriedenheit über eine geschlossene Teamleistung. Der kleine Platz verlangte Kompaktheit; die Ballbesitzvorteile lagen aus seiner Sicht bei den Gästen. Eine Verletzungssorge bremste die Freude zwar, das Fazit blieb dennoch positiv.

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Weber blickte auf eine Partie zurück, in der sein Team das Tempo und die Struktur weitgehend vorgab. Seine Kernbotschaft: „Das Ergebnis war auf alle Fälle gerecht, da wir die spielbestimmendere Mannschaft waren.“ Inhaltlich ließ er keinen Zweifel daran, wo die Schwerpunkte lagen – bei hoher Disziplin in der Verteidigung, frühzeitigem Pressing und einer stabilen Ordnung, die Markt Neuhodis nur selten ins Rollen kommen ließ. Den Unterschied machte die Arbeit gegen den Ball: Deutsch Kaltenbrunn stand kompakt, schob konsequent nach und hielt so die Gefahrenzone sauber. Gleichzeitig blieb Weber fair in der Einordnung der Gastgeber: Markt Neuhodis habe auf dem kleinen Platz technisch gute Lösungen gezeigt und kämpferisch überzeugt, doch der Ballbesitz habe überwiegend bei Deutsch Kaltenbrunn gelegen – eine Konstellation, die den Spielplan der Gäste begünstigte. Die Summe aus Kompaktheit, Ruhe am Ball und kollektiver Disziplin prägte das Kräfteverhältnis.
Dass die Begegnung lange offen blieb, spiegelte sich im Pausenstand wider: 0:0. Über weite Strecken entwickelte sich ein Geduldsspiel, in dem Deutsch Kaltenbrunn die Kontrolle suchte und Markt Neuhodis auf dem engen Geläuf Nadelstiche setzen wollte. Der entscheidende Moment fiel spät: In der 83. Minute traf Julian Geschl zum 1:0 und gab der konsequenten Ausrichtung der Gäste die erlösende Krönung. Eine echte Wende erahnte Weber trotz des knappen Spielstands nur kurz – über weite Strecken sah er sein Team bei Ballbesitz, Zweikampfpräsenz und Strafraumverteidigung vorn. So fügte sich der späte Treffer nahtlos in das Gesamtbild eines reifen, geduldigen Auswärtsauftritts.
Als es um einen herausragenden Akteur ging, rückte Weber die Geschlossenheit in den Vordergrund: „Wenn es einen Mann des Spiels gibt, dann die ganze Mannschaft.“ Heraus hob er dennoch zwei Namen: Renato Kauzlaric und Dominik Potzmann, „die bis zur letzten Sekunde gekämpft und gerackert haben“. Gleichzeitig beschäftigten ihn Personalfragen. Er nannte Ausfälle und eine frische Blessur: Jochen Hafner habe gefehlt; zudem musste Kevin Berger verletzt vom Platz – es könnte eine langwierigere Geschichte sein.
Zwischen verdientem Erfolgsgefühl und Vorsicht beim Blick auf den Kader zeichnete Weber damit ein realistisches Bild der Lage: sportlich überzeugend – und mit der Hoffnung, dass die angeschlagenen Kräfte rasch zurückkehren.