Ein intensiver Fußballnachmittag in Kirchfidisch endete mit einem 3:3 – doch der Tenor nach Abpfiff klang anders: Sektionsleiterstellvertreter Christian Schaffer sah sein Team mit eindeutigem Chancenplus, bei insgesamt ausgeglichenem Ballbesitz und einer sehr fair geführten Partie. Im Duell von SV "Christbaum-Fröhlich" Kirchfidisch gegen FC Minihof-Liebau in der 1. Klasse Süd hob er vor allem die brandgefährlichen Standards beider Seiten und einen Elferalarm vor der Pause hervor – und richtete den Blick bereits auf eine knifflige Auswärtsaufgabe.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Gefragt, ob das 3:3 die Kräfteverhältnisse korrekt widerspiegle, sagte Schaffer: „Im Großen und Ganzen hatten wir die besseren und mehr Chancen, haben aber zu wenig daraus gemacht.“ Konkreter wurde er bei der Zahl der Topmöglichkeiten: „Auf unserer Seite waren sicher vier, fünf klare Chancen dabei, die du machen musst.“ Minihof-Liebau habe seiner Einschätzung nach weniger Großchancen verzeichnet, sei aber effizient aufgetreten: „Sie hatten weniger Großchancen und haben aus wenigen Möglichkeiten ihre Tore gemacht; insgesamt liegt das Chancenplus sicher bei Kirchfidisch.“ Beim Ballbesitz sah er ein Patt: „Das Ganze war eher ausgeglichen.“
Die Chronologie unterstrich die Wellenbewegung eines offenen Spiels. Zunächst traf Peter Czepek in der 28. Minute zum 0:1, kurz darauf legte Marcel Ettl in Minute 36 das 0:2 nach. Kirchfidisch antwortete prompt: Daniel Vlasics verkürzte in der 38. Minute auf 1:2 und stellte noch vor dem Pausenpfiff mit seinem zweiten Treffer in der 43. Minute auf 2:2. Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie offen, ehe Timo Oswald in der 81. Minute die Heimelf mit 3:2 in Front brachte. Spät schlug der FC Minihof-Liebau nochmals zurück: In der 90. Minute sorgte Marcel Ettl für den Ausgleich zum 3:3 – der Schlusspunkt unter einer Begegnung, in der letztlich die Effizienz den Ausschlag gab.
Ein wiederkehrendes Muster waren die ruhenden Bälle. „Standards waren bei beiden sehr gefährlich. Die Corner von Minihof waren brandgefährlich – und auch unsere“, betonte Schaffer. Beim Ton der Begegnung überwog die Fairness: „Körperlich hart geführt war es sicher nicht. Es war eine sehr faire Partie.“ Für Gesprächsstoff sorgte dennoch eine Szene im ersten Durchgang: „In der ersten Halbzeit hat’s Elferalarm für Kirchfidisch gegeben; der Strafstoß wurde nicht gegeben. Aus der Entfernung war es für mich schwer zu beurteilen.“
Den Blick richtete Schaffer rasch nach vorn: „Wir haben einen harten Auswärtsgegner vor der Brust, der vorne mitspielt – das wird sicher eine sehr schwere Partie für uns.“ Und im Rückspiegel ordnete er ein: „Im Vergleich zur letzten Partie war es eine klare Steigerung. Wir haben zumindest wieder ein paar Chancen verwertet.“