Nach einem intensiven Abend in der 1. Klasse Süd rückte vor allem die Sicht von Klaus Brandstätter, Sektionsleiter des SV Zuberbach, in den Fokus: Frühkontrolle, Zielstrebigkeit, spürbarer Stolz – und Respekt für den Gegner. Gegen die laufstarken und kampfbereiten Gastgeber der SPG Loipersdorf-Kitzladen/Buchschachen sprach er von einer insgesamt gerechten Entwicklung, getragen von schnellen Treffern, cleverem Verwalten und dem Gefühl, dass seine Mannschaft das Heft von Beginn an in der Hand hatte.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Brandstätter blieb bei seiner Bewertung des Auftakts eindeutig: Die frühen Treffer waren der Schlüssel – zuerst das 1:0 gleich zu Beginn, nach der Pause das 2:0; danach habe man kontrolliert und schließlich das 3:0 nachgelegt. Die Chronologie unterstreicht diese Sicht: Krisztian Horvath stellte früh auf 1:0 (6.) und erhöhte unmittelbar nach Wiederbeginn auf 2:0 (47.), womit sich die eingeforderte Konsequenz im Abschluss zeigte. Zur Pause stand es 1:0, auch weil Zuberbach die Angriffsphasen der Hausherren energisch und kompakt wegverteidigte. Brandstätter ordnete die Kräfteverhältnisse dennoch ausgewogen ein und betonte, dass Zuberbach seine Momente einfach effizienter nutzte. Sein Grundtenor: Frühe Zielstrebigkeit brachte Ruhe ins Spiel – und genau diese Ruhe erlaubte es, die anschließenden Phasen kontrolliert zu gestalten.
Mit zunehmender Spielzeit festigte sich das Zuberbacher Konzept: aus stabiler Grundordnung die Räume attackieren und im richtigen Moment zuschlagen. Genau das geschah, als Adam Fejes in der 85. Minute auf 3:0 stellte – eine Szene, die den Plan bestätigte und die vermeintliche Vorentscheidung brachte. Doch die Gastgeber gaben das Spiel nicht frei: In der 90. Minute und in der Nachspielzeit traf Zan Poglajen doppelt, verkürzte erst auf 3:1 und kurz darauf auf 3:2 – plötzlich bekam die Schlussphase eine wilde Dynamik. Brandstätter würdigte diese Reaktion ausdrücklich: „Beeindruckend war ihr Kampfgeist: Trotz des 0:3 aus ihrer Sicht haben sie nicht aufgegeben und weiter gedrängt.“ In seiner Gesamtschau blieb er nüchtern: „Es war bei den Spielanteilen ziemlich ausgeglichen, Chancen gab es auf beiden Seiten. Wir haben die Tore gemacht – deshalb war der Sieg verdient.“ Der Tenor: Viel Laufarbeit auf beiden Seiten, doch Zuberbach entschied die entscheidenden Momente für sich und trug das knappe 3:2 über die Ziellinie.
Als prägende Figur hob Brandstätter die linke Seite hervor: „Krisztian Horvath war über links sehr präsent, hat zweimal getroffen – dank Schnelligkeit, sauberem Abschluss und guter Technik.“ Besonders zufrieden machte ihn, dass die zuletzt vermisste Effizienz zurückkehrte: „In den vergangenen Spielen haben wir das Toreschießen vernachlässigt. Heute ist es schnell und sauber gelungen, die Burschen haben alles richtig gemacht – ich bin mega stolz auf sie.“ Der Respekt für Loipersdorf blieb spürbar, auch mit Blick auf deren jüngste Serie: „Loipersdorf hat im Frühjahr, soweit ich weiß, noch kein Spiel verloren – das dürfte die erste Niederlage gewesen sein. Insofern können wir rundum zufrieden sein.“ Dazu passt der kleine personelle Ausblick: Der Kapitän kehrt nach seiner Rotsperre zurück – Zuberbach dürfte damit wieder komplett sein.