Spielberichte

Harald Bacher (Trainer USVS Hausbauführer Rudersdorf): „Ein X wäre verdient gewesen“

USVS Hausbauführer
ASKÖ SV Großpetersdorf

In Runde 24 der 1. Klasse Süd empfing USVS Hausbauführer Rudersdorf den Tabellenführer ASKÖ SV Elektro Unger Großpetersdorf und musste sich knapp mit 1:2 geschlagen geben. Nach einer starken, kompakten ersten Hälfte hielt Rudersdorf das 0:0 bis zur Pause, ehe die Gäste nach dem Seitenwechsel binnen fünf Minuten zweimal zuschlugen. Lukas Gingl brachte die Hausherren noch einmal heran, doch es reichte nicht mehr. „Ein X wäre absolut verdient gewesen“, sagte Trainer Harald Bacher, der Einsatz, Kompaktheit und Moral seines Teams hervorhob.


Mehrere Bälle auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Rudersdorf hält lange dicht – Großpetersdorf trifft doppelt, Gingl antwortet

Rudersdorf kam genau so ins Spiel, wie es der Außenseiter gegen den Spitzenreiter braucht: griffig, engmaschig und mit viel Arbeit gegen den Ball. „Wir haben von der ersten Minute die Zweikämpfe angenommen, sind sehr kompakt gestanden und sehr gut gegen den Ball gearbeitet. Wir haben Großpetersdorf wenig Chancen gelassen“, betonte Harald Bacher. Folgerichtig stand zur Pause ein 0:0 auf der Tafel. Nach dem Wechsel kippte die Partie dann binnen weniger Minuten: In der 65. Minute stellte Máté János Major auf 0:1, fünf Minuten später erhöhte Paulo Heimo Jani auf 0:2. Rudersdorf schüttelte sich kurz – und antwortete: Lukas Gingl verkürzte in Minute 77 auf 1:2. „Wir haben dann auf den Ausgleich gedrückt und immer wieder gute Abschlüsse gehabt. Wir waren dem 2:2 sicher näher als Großpetersdorf dem 1:3“, schilderte Bacher den Energielauf seiner Mannschaft in der Schlussphase.

„Quäntchen Glück gefehlt“ – Bachers Analyse zwischen Lob und Ärger über die Effizienz

Inhaltlich blieb Bachers Botschaft zweigeteilt: viel Lob für Auftritt und Haltung, aber Ärger darüber, dass sich die Leistung nicht im Ergebnis widerspiegelte. „Wenn wir in den Abschlüssen konkreter oder effizienter sind, wäre gestern um einiges mehr möglich gewesen“, sagte der Rudersdorf-Coach. Mehrfach sprach er die verpassten Möglichkeiten an: „Wir hatten einige sehr, sehr gute Chancen – ein X wäre verdient gewesen.“ Den Unterschied legte er nüchtern aus: „Der Unterschied ist heute daran gelegen, dass die eine Mannschaft Tabellenführer ist und in einem Flow ist und wir im hinteren Drittel der Tabelle sind und alles erkämpfen müssen.“ Gerade deshalb strich er noch einmal die vorbildliche Arbeit gegen den Ball und die Geschlossenheit heraus. Die Mannschaft habe „nie aufgegeben“ und sei „bis zum Ende drangeblieben“.

Unglück beim 0:2, keine Schuldzuweisungen – und ein Extra-Lob fürs Schiri-Team

Bei den Gegentoren wollte Bacher nicht lange hadern, ordnete die Szenen aber klar ein. „Beim 1:0 waren wir hinten einmal unkoordiniert, nicht ganz beim Gegenspieler. Das kann passieren – bitter, dass es prompt bestraft wurde“, meinte er zum Führungstreffer durch Major. Das 0:2 war aus Rudersdorfer Sicht schlicht Pech: „Der Schuss war abgefälscht, hatte durch den Schnitt so viel Effet, dass unser Tormann ihn nicht festhalten konnte. Da gebe ich niemandem die Schuld.“ Dass Gingl sein Team noch einmal zurückbrachte und Rudersdorf im Endspurt „einige sehr gute Möglichkeiten“ hatte, passte zur Charakterleistung der Hausherren. Ein Detail war Bacher noch wichtig: „Ein großes Lob an das Schiedsrichterteam. Das war eine sehr couragierte und sehr gute Leistung – vom Assistenten bis zum Schiedsrichter.“ 

1. Klasse Süd: Rudersdorf : SV Großpetersdorf - 1:2 (0:0)

  • 77
    Lukas Gingl 1:2
  • 70
    Paulo Heimo Jani 0:2
  • 65
    Máté János Major 0:1

 

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