In der 1. Klasse Süd lieferte Erdbau Berger Deutsch Kaltenbrunn dem Tabellenzweiten USV Autohaus Fortmüller Neuhaus einen harten Fight, stand am Ende aber mit leeren Händen da: 0:2 nach 0:0 zur Pause. Die Gäste trafen spät, während die Heimischen trotz großer Laufarbeit und einer kurzen Unwetter-Unterbrechung lange dagegenhielten. Aus Sicht von Obmann Wolfgang Weber wog vor allem die Unterzahl schwer – sein Team musste das Finish mit weniger Spielern bestreiten und konnte die entscheidenden Nadelstiche nicht setzen.

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Die Partie begann so, wie man es sich im Lager der Heimischen erhofft hatte: engagiert, griffig, mit sauberer Ordnung. „Es war ein sehr intensives, kämpferisches Spiel. Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen“, schilderte Obmann Wolfgang Weber. Eine kurze Unterbrechung wegen eines Unwetters brachte den Rhythmus zwar durcheinander, doch Deutsch Kaltenbrunn fand, so Weber, „wieder super ins Spiel“. Zur Halbzeit stand es folgerichtig 0:0, die Begegnung blieb offen. Nach dem Seitenwechsel suchten beide Teams den ersten Treffer, der schließlich den Ausschlag gab: In Minute 76 brachte Thomas List Neuhaus 1:0 in Front. Die Heimelf warf in der Schlussphase alles nach vorne, doch der letzte Ball wollte nicht durchrutschen. In Minute 90 machte Florian Herzenjak mit dem 0:2 den Deckel drauf – ein später Doppelschlag, der den Gästen drei Punkte sicherte.
Aus Deutsch-Kaltenbrunner Sicht lag der Schlüssel nicht in der Einstellung, sondern in der Effizienz. „Unserer Mannschaft haben eigentlich die Tore gefehlt. Die Chancen waren da, kämpferisch und spielerisch war das eine hervorragende Leistung“, betonte Weber. Dazu kam die Unterzahl, die aus seiner Sicht das Pendel zugunsten von Neuhaus ausschlagen ließ: „Das Spiel ist durch die zwei Ausschlüsse verloren gegangen. Wenn wir mit elf Leuten fertiggespielt hätten, glaube ich nicht, dass wir das verloren hätten.“ Zur Leitung des Unparteiischen wollte der Obmann sich nicht ausufernd äußern, setzte aber einen klaren Satz: „Ich möchte das nicht groß diskutieren, aber Leistungen, die ein Spiel verändern, sind nicht gut.“ Dass Neuhaus seine Möglichkeiten spät nutzte, nahm Weber sportlich: „Das zweite Tor ist passiert, weil wir aufgerückt sind.“
Der Gegner stand nicht zufällig oben in der Tabelle – und doch blieb Weber bei allem Ärger fair in der Einordnung: „Der Gegner ist mit seinen Spielern natürlich stärker als wir, aber wir haben sehr, sehr gut gegengehalten. Großes Lob an meine Mannschaft.“ Gerade in der Schlussphase habe sein Team trotz Unterzahl weiter nach vorne gedacht und das Publikum mitgenommen. „Hut ab vor dieser Leistung. Die Zuschauer haben trotz der Niederlage applaudiert“, schilderte der Obmann. In der Tabelle rangiert Deutsch Kaltenbrunn im gesicherten Mittelfeld, Neuhaus bleibt weiter auf Rang zwei. Webers Blick geht bereits nach vorn: „Wir sind frohen Mutes, auch in der nächsten Saison wieder eine tolle Mannschaft zu haben.“ Die Basis dafür sah man an diesem Nachmittag: Organisation, Laufbereitschaft und der Glaube, auch gegen starke Gegner lange mitzuhalten.