Spielberichte

Elfmeter bringt Wiesfleck den 3:2-Erfolg nach Gewitter-Fortsetzung

SC Wiesfleck
SV Heiligenkreuz

In der 1. Klasse Süd setzte sich der SC Wiesfleck in einer außergewöhnlichen "Doppel-Partie" mit 3:2 gegen den SV Heiligenkreuz durch. Nach einem wetterbedingten Abbruch wurde am Folgetag die Restspielzeit von 21 Minuten fertiggespielt – die Entscheidung fiel spät vom Punkt. Co-Trainer Christian Plank sprach von einem verdienten Sieg, getragen von Kompaktheit und schnellen Gegenstößen: „Heiligenkreuz hatte etwas mehr Spielanteile, aber unsere Umschaltmomente waren immer wieder gefährlich.“


Torhüter mit Dress in Rot-Weißer im Tor

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Zwei Anläufe bis zum Sieg – vom Abbruch zurück auf den Platz

Der Abend begann zäh und eng, beide Teams waren sofort auf Betriebstemperatur. „Es war eine ziemlich ausgeglichene Partie von Anfang an. Beide Mannschaften haben sich nichts geschenkt“, schilderte Christian Plank. Nach der Pause bekam Wiesfleck mehr Zug in die Offensivaktionen. „Wir sind in Führung gegangen – über die Seite, unser Kapitän hat das mit all seiner Routine fertiggemacht“, so der Co-Trainer. Heiligenkreuz glich per Elfmeter aus, doch Wiesfleck legte noch einmal zu: „Durch eine Standardsituation sind wir wieder 2:1 in Führung gegangen, unser aufgerückter Innenverteidiger hat getroffen.“ Dann kam das Gewitter – Abbruch, Licht aus, und tags darauf der Neustart mit 21 verbleibenden Minuten. „Heiligenkreuz hat in dieser Phase mit allen Mitteln versucht, den Ausgleich zu erzielen“, berichtet Plank über einen intensiven, kurzen zweiten Akt.

Druckphase der Gäste, Umschaltstärke der Hausherren und der späte Elfer

Die Fortsetzung brachte noch einmal Tempo und Nervenprobe. Der SVH belohnte sich in der Schlussphase mit einem Treffer, ehe Wiesfleck zurückstach. Für Heiligenkreuz traf Marcell Horvath, für Wiesfleck trug sich Patrick Krutzler in die Schützenliste ein – am Ende stand ein 3:2 für die Hausherren. Den Deckel drauf machte ein Strafstoß, der aus einem schnellen Gegenstoß entstand. „Wir sind immer wieder über Umschaltmomente gefährlich geworden“, erklärte Plank und führte die entscheidende Szene aus seiner Sicht aus: „Wir haben unseren Stürmer Emil Daliposki frei vor das Tor gebracht, und aus der Aktion ist ein für mich ganz klarer Elfmeter entstanden.“ Zum Unparteiischen wollte er trotzdem nichts sagen: „Zum Thema Schiedsrichter möchte ich mich nicht äußern.“

Kompakt gegen den Ball, Respekt vor dem Gegner und Blick nach Kemeten

Wiesfleck stellte den Sieg auf eine solide Basis. „Wir haben einen sehr kompakten Auftritt hingelegt“, so Plank, der die Arbeit ohne Ball hervorhob: „Auf jeden Fall haben wir alle gemeinsam gut gegen den Ball gearbeitet.“ Gleichzeitig verteilte er Respekt an die junge Truppe aus Heiligenkreuz: „Heiligenkreuz hat eine sehr junge, gute Mannschaft, die uns alles abverlangt hat.“ Der Fokus richtet sich nun auf den Samstag: „Jetzt haben wir das alles entscheidende Spiel um den Klassenerhalt in Kemeten. Wir wollen die Rückrunde mit einem Sieg finalisieren.“ Emotional wurde es abseits des Rasens ebenfalls: Wiesfleck verabschiedet vor dem Finale drei verdiente Kräfte – Tormann-Urgestein Markus Nemeth sowie Micha Pfneiszl und Matthias Kappel, die zu ihrem Stammverein zurückkehren. „Markus hat uns in den vergangenen Jahren im Tor und außerhalb des Platzes immer wieder unterstützt und Rückhalt gegeben. Dafür möchten wir ihn würdigen“, sagte Plank. So war es auch abseits des Rasens ein besonderer Abend – ein gelungener Schlusspunkt nach einem außergewöhnlichen 3:2.

1. Klasse Süd: Wiesfleck : Heiligenkreuz - 3:2 (0:0)

  • 87
    Patrick Krutzler 1:1
  • 80
    Marcell Horvath 0:1