Zum Abschluss der 1. Klasse Süd trennte sich die SPG Loipersdorf-Kitzladen/Buchschachen nach einer wilden Partie 2:2 vom ASV Sankt Martin/Raab. Drei Treffer in den ersten sechs Minuten setzten den Ton, eine rote Karte kurz nach der Pause erschwerte den Hausherren die Aufgabe – doch sie kamen spät zurück. Sektionsleiter Roland Szander lobte die Moral, haderte aber mit dem verpassten möglichen Sieg und sprach von einem Spiel, in dem sein Team mehr investierte als der Gegner.

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Der Nachmittag begann furios und ohne langes Abtasten. Bereits in Minute 2 brachte Nico Pascal Gotzi Sankt Martin/Raab mit 0:1 in Front. Die Antwort der Heimischen ließ nicht lange auf sich warten: Nikola Lovric stellte in der 4. Minute auf 1:1. Kaum hatten sich die Zuschauer sortiert, legte Gotzi in der 6. Minute erneut nach – 1:2. „Gleich am Anfang ist es schnell hin und her gegangen: 0:1, 1:1 und kurz darauf wieder 1:2“, beschrieb Roland Szander die wilde Startphase. Danach bekam Loipersdorf-Kitzladen/Buchschachen mehr Ruhe ins eigene Spiel, ohne vor der Pause noch einmal zwingend zuzuschlagen. Zur Halbzeit stand es folgerichtig 1:2 – ein Zwischenstand, der aus Sicht der Gastgeber den frühen Nackenschlägen geschuldet war, nicht einem Mangel an Initiative.
Direkt nach dem Seitenwechsel folgte der nächste Knackpunkt: In der 46. Minute sah Marin Glavas Rot. „Gleich nach der Pause die rote Karte für unseren Spieler, und dass wir in Unterzahl noch den Ausgleich schaffen, zeigt den Charakter der Mannschaft“, betonte Szander. Zur Entscheidung sagte er: „Über die rote Karte kann man diskutieren. Der Schiedsrichter hat sie als klares Foul gewertet, die Karte kann man wahrscheinlich geben.“ Der Gast stellte nun sichtlich auf eine kompaktere Ausrichtung um. „Der Gegner war in der Anfangsphase sehr effizient. Aus den ersten zwei Chancen machen sie zwei Tore und konzentrieren sich danach mehr auf die Defensive“, so Szander. Loipersdorf-Kitzladen/Buchschachen blieb trotz Unterzahl geduldig am Drücker – und wurde in der Schlussphase belohnt.
Aus der Sicht des Sektionsleiters lag der Schlüssel sowohl im schwierigen Beginn als auch in der Reaktion danach. „Am Anfang war’s ein schlechtes Defensivverhalten“, ordnete Szander ein. Danach arbeitete seine Elf konsequent am Comeback, auch wenn der letzte Punch fehlte. „Es hat die letzte Konsequenz und die zwingenden Chancen gefehlt. In Unterzahl ist es halt schwieriger.“ Dennoch blieb der Glaube lebendig. „Wir haben über fast die gesamte Spielzeit versucht, das Spiel zu kontrollieren. Wir haben mehr fürs Spiel getan.“ In Minute 83 zahlte sich der Aufwand aus: Wieder war es Nikola Lovric, der traf und das 2:2 herstellte. Szander blickte sogar darüber hinaus: „Wenn wir die zweite Halbzeit mit elf Spielern spielen, wäre wahrscheinlich auch noch ein Sieg möglich gewesen.“
Das Remis passte in ein größeres Bild einer insgesamt sehr stabilen Saisonleistung. Loipersdorf-Kitzladen/Buchschachen schließt die Spielzeit auf Rang vier mit 61 Punkten ab, Sankt Martin/Raab folgt mit 54 Zählern. Für Szander war der Auftritt zum Ausklang daher auch ein Statement der Geschlossenheit. „Weil es die letzte Runde war und wir im Frühjahr sehr erfolgreich waren, möchten wir uns bei allen Fans, Sponsoren, Gönnern, dem ganzen Team und dem Vorstand herzlich bedanken“, sagte der Sektionsleiter. Sportlich bleibt die Erkenntnis eines Teams, das selbst in Unterzahl nicht aufgibt und sich spät belohnt. Mit dieser Moral darf der Blick zuversichtlich in die nächste Saison gehen.