Zum Auftakt der 1. Klasse Süd hat Erdbau Berger Deutsch Kaltenbrunn beim FC Minihof-Liebau einen 2:0-Auswärtssieg geholt. Das Ergebnis war für David Schnecker am Ende verdient, auch wenn sein Team nach seiner Einschätzung deutlich früher für klare Verhältnisse hätte sorgen müssen. „Es war eigentlich von Anfang an eine eindeutige Sache“, sagte der sportliche Leiter, der vor allem die Chancenverwertung als großen Makel nannte.

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Die Richtung der Partie war aus Sicht der Gäste früh vorgegeben. Schon in der 13. Minute brachte Tobias Töltl Erdbau Berger Deutsch Kaltenbrunn mit 1:0 in Führung, zur Pause stand damit ein knapper, aber verdienter Vorsprung auf der Anzeigetafel. Gerade dieses 0:1 zur Halbzeit war für Schnecker aber auch der Punkt, an dem seine Einschätzung des Spiels ansetzte. „Chance um Chance für Deutsch Kaltenbrunn. Leider fiel erst sehr spät die Entscheidung“, sagte er. Damit war klar, woran er diesen Auftritt festmachte: nicht an fehlender Spielkontrolle, sondern daran, dass aus der Überlegenheit zunächst zu wenig Zählbares gemacht wurde. Dass es trotz vieler Möglichkeiten nur mit einem Tor Unterschied in die Kabinen ging, hielt den Gastgeber damit länger im Spiel, als es den Gästen lieb sein konnte.
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich an der grundsätzlichen Sicht des sportlichen Leiters wenig. Schnecker sprach von einer Begegnung, die „eigentlich von Anfang an eine eindeutige Sache“ gewesen sei, weil seine Mannschaft über die gesamte Spielzeit das aktivere Team war. Besonders wichtig war ihm dabei nicht ein einzelner Spieler, sondern das Gesamtbild. „Der Zusammenhalt und dass wir einfach im Kollektiv besser waren als sie“, hob er als größte Stärke hervor. Genau dieses geschlossene Auftreten war für ihn der Grund, warum Erdbau Berger Deutsch Kaltenbrunn die Partie unter Kontrolle hatte. Weil die Chancen aber weiter nicht konsequent genutzt wurden, blieb es dennoch spannend. Erst in der 80. Minute legte Julian Geschl das 2:0 nach und sorgte damit für jene Entscheidung, die laut Schnecker viel früher hätte fallen können.
Unterm Strich nahm Erdbau Berger Deutsch Kaltenbrunn zum Saisonauftakt genau das mit, was man auswärts mitnehmen will: drei Punkte und ein Spiel ohne Gegentor. Ganz ohne kritischen Unterton fiel die Einordnung von Schnecker aber nicht aus, denn für ihn zeigte diese Partie eben auch, wo noch Arbeit wartet. Auf die Frage nach dem größten Verbesserungspotenzial antwortete er knapp und deutlich: „In der Chancenverwertung.“ Gerade weil seine Mannschaft nach seiner Darstellung über weite Strecken überlegen war, machte sie sich das Leben durch das lange Warten auf das zweite Tor selbst unnötig schwer. Positiv blieb aus Sicht der Gäste trotzdem, dass die Partie ruhig blieb und ohne Nebengeräusche auskam. „Es gab keine strittigen Szenen“, sagte Schnecker. So steht am Ende ein sauberer 2:0-Erfolg, der sportlich passt, aber zugleich den Finger auf den Punkt legt, an dem Erdbau Berger Deutsch Kaltenbrunn rasch zulegen will.