In der 1. Klasse Süd hat SV Welgersdorf gegen ASK Jabing trotz zweimaliger Führung noch 2:3 verloren. Für Obmann Christian Gansfuss war der späte Auswärtssieg aber kein glücklicher Last-Minute-Coup, sondern die verdiente Belohnung für eine Mannschaft, die nach seiner Sicht mehr vom Spiel hatte, mehr Chancen vorfand und bis tief in die Nachspielzeit an den Erfolg glaubte.

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Die Partie begann für ASK Jabing zunächst mit einem Rückschlag, denn SV Welgersdorf ging in der 15. Minute durch Benjamin Thomas Gugcso mit 1:0 in Führung. Nach Darstellung von Christian Gansfuss fiel dieses 1:0 nach einem Elfmeter, den er ausdrücklich als korrekt einstufte. Entscheidend war für ihn aber, dass ASK Jabing durch diesen Rückstand nicht den Faden verlor. „Über die gesamten 90 Minuten waren wir der verdiente Sieger. Wir hatten viel mehr Ballbesitz, viel mehr Torchancen und waren aggressiver in den Zweikämpfen“, sagte der Obmann. Schon vor der Pause sah er seine Mannschaft klar im Spiel. Er verwies auf zwei Lattenschüsse und auf einen Jabinger Treffer, der wegen Abseits aberkannt wurde. Deshalb passte das 0:1 zur Halbzeit aus seiner Sicht nur bedingt zum Verlauf der ersten Hälfte.
Nach dem Seitenwechsel kam ASK Jabing dann auch im Ergebnis zurück. In der 56. Minute traf Benjamin Hupfer zum 1:1. Gansfuss beschrieb den Ausgleich als Kopfballtor und meinte überhaupt: „Alle drei Tore waren schön.“ Lange konnte ASK Jabing den Gleichstand aber nicht halten, weil Balint Bolla SV Welgersdorf in der 68. Minute wieder mit 2:1 nach vorne brachte. Trotzdem blieb ASK Jabing dran und ließ sich auch von diesem zweiten Rückschlag nicht bremsen. In der 82. Minute erzielte Luka Grgic das 2:2 mit einem Schuss ins kurze Eck. Genau dieser Treffer war für Gansfuss der Schlüsselmoment. „Beim 2:2 von Luka Grgic habe ich gewusst, dass noch ein Sieg möglich ist“, sagte er. ASK Jabing hielt den Druck bis in die Nachspielzeit hoch.
Die Entscheidung fiel dann in der 93. Minute, als Dominik Muth nach einer Flanke per Kopf zum 3:2 für ASK Jabing traf. Für Christian Gansfuss war dieses späte Tor keine zufällige Wendung, sondern die logische Folge eines Spiels, in dem seine Mannschaft nach seiner Sicht die aktivere war. „Wir waren nicht glücklich, sondern verdient der Sieger. Ein Unentschieden wäre für uns wie zwei verlorene Punkte gewesen“, sagte er. Der Obmann begründete das nicht nur mit den drei eigenen Treffern, sondern auch mit der Art, wie ASK Jabing die Partie angelegt hatte. SV Welgersdorf sei tief gestanden und abwartend gewesen. Auf dem kleinen Platz habe ASK Jabing deshalb Geduld gebraucht. „Wir haben gewusst, das wird ein Geduldspiel und es wird viele hohe Bälle geben. Aber durch unseren vielen Ballbesitz haben wir den Gegner nicht ins Spiel kommen lassen“, erklärte Gansfuss.
Besonders zufrieden war Christian Gansfuss mit der Geschlossenheit seiner Mannschaft. „Es war eine kompakte Mannschaftsleistung. Alle haben alles gegeben“, sagte er und stellte das Kollektiv klar über Einzelaktionen. Gerade deshalb wertete er den Auswärtssieg auch als verdiente Belohnung für den Aufwand über die gesamte Spielzeit. Gleichzeitig machte der Obmann deutlich, dass ASK Jabing noch nicht am Ende der Entwicklung angekommen ist. „Wir sind sicher noch nicht bei hundert Prozent. Wir haben einige neue Spieler und müssen uns noch besser einspielen“, sagte Gansfuss. Spielertrainer Benjamin Hupfer arbeite daran, die Mannschaft im taktischen Bereich weiterzuentwickeln und den eigenen Stil noch klarer herauszuarbeiten. Der Sieg in Runde zwei ist für ASK Jabing damit nicht nur wegen der drei Punkte wichtig, sondern auch, weil er den Glauben in die eigene Richtung stärkt. „Es war immer der Glaube da, dass wir das Spiel gewinnen können“, sagte Gansfuss.