Spielberichte

„Der Treffer vor der Pause war ein wichtiger Punkt“ – Loipersdorf zieht in Jabing noch klar davon

ASK Jabing
Loipersdorf-Kitzladen/Buchschachen

In der 1. Klasse Süd hat sich ASK Jabing gegen SPG Loipersdorf-Kitzladen/Buchschachen lange ein offenes Spiel geliefert, ehe sich die Gäste am Ende mit 6:3 durchsetzten. Für Sektionsleiter Roland Szander lag ein Schlüssel im Treffer unmittelbar vor der Pause. „Der Treffer vor der Pause war ein wichtiger Punkt“, sagte er nach einer Partie, in der Loipersdorf zwar mehr Spielanteile hatte, sich den Sieg aber erst nach dem 3:3 endgültig holte.


Spieler ziehen auf der Ersatzbank ihre Schuhe an

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Offene erste Hälfte, aber Loipersdorf war gefährlicher

Von Beginn an entwickelte sich eine Partie, in der Jabing zwar dagegenhielt, Loipersdorf aus Sicht von Roland Szander aber etwas mehr vom Spiel hatte. Schon in der 12. Minute brachte Nejc Levec die Gäste mit 1:0 in Führung. Benjamin Bogad stellte in der 22. Minute wieder auf 1:1. Szander sagte dazu: „Die erste Halbzeit war ausgeglichen, wobei wir schon spielbestimmender waren und mehr Torchancen vorgefunden haben.“ Dass die Partie bis zur Pause trotzdem eng blieb, erklärte er auch mit zwei Elfmeterentscheidungen, über die man diskutieren konnte. „Die Partie ist dadurch offen gehalten worden“, meinte der Sektionsleiter. Nach dem Eigentor von Jure Travner zum 1:2 in der 38. Minute und dem Ausgleich durch Luka Grgic in der 43. Minute war wieder alles offen. Umso mehr Gewicht bekam für Szander der Treffer von Zan Poglajen in der 45. Minute zum 2:3.

Der Angriff vor der Pause passte genau ins Bild

Gerade dieses Tor kurz vor dem Seitenwechsel hob Szander besonders hervor, weil es aus seiner Sicht sehr viel von dem zeigte, was seine Mannschaft an diesem Abend gut machte. Er beschrieb die Szene als guten Vorstoß im Umschaltspiel über die rechte Seite, ehe der Querpass vor dem Tor verwertet wurde. „Gut funktioniert hat auf alle Fälle unser Umschaltspiel, auch das Kreieren von Chancen“, sagte er. Genau darin sah er den größten Vorteil seiner Mannschaft. Gleichzeitig machte Szander aber auch klar, warum Jabing bis weit in die zweite Halbzeit hinein im Spiel blieb. „Jabing hat das Mittelfeld schnell überbrückt, in die Offensive umgeschaltet, Chancen kreiert und Chancen verwertet“, sagte er. Der Ausgleich zum 3:3 durch Benjamin Bogad in der 62. Minute war deshalb keine Überraschung, sondern Ausdruck eines Spiels, in dem die Gastgeber nie aufgaben.

Nach dem 3:3 kam die Antwort der Gäste

Entscheidend war aus Sicht der Gäste, dass sie nach dem neuerlichen Ausgleich nicht den Faden verloren. Stattdessen blieb Loipersdorf am Drücker und antwortete wieder mit einem eigenen Treffer. Nikola Lovric stellte in der 72. Minute auf 3:4 und brachte die Gäste damit erneut in Front. Zan Poglajen legte in der 85. Minute mit seinem zweiten Tor des Abends das 3:5 nach, ehe Oliver Schiller in der Nachspielzeit den 6:3-Endstand fixierte. Szander sah noch einen weiteren Punkt, der in der zweiten Hälfte Gewicht bekam. „Vielleicht war auch die Gelb-Rote Karte in der zweiten Halbzeit für einen Spieler von Jabing nicht unwesentlich für den Ausgang des Spiels“, sagte er. Insgesamt blieb für ihn aber das Wesentliche, dass seine Mannschaft nach jedem Rückschlag wieder geantwortet hatte und das Spiel damit Schritt für Schritt auf ihre Seite zog.

Verdienter Sieger, aber nicht ohne Hinweis auf Verbesserungen

Am Ende führte Szander den klaren Auswärtssieg vor allem auf die Stärken seiner Mannschaft mit Ballgewinn und Umschalten zurück. „Der Unterschied war, dass wir im Umschaltspiel mehr Chancen kreiert haben, mehr Chancen verwertet haben und auch mehr Spielanteile hatten“, sagte er. Deshalb sei Loipersdorf für ihn auch „unterm Strich wahrscheinlich verdient als Sieger vom Platz gegangen“. Ganz ohne Kritik fiel seine Analyse aber nicht aus. „Weniger gut war vielleicht das Verhalten bei Standards“, hielt er fest. Den Schiedsrichter rückte er dagegen nicht in den Mittelpunkt. „Er hatte grundsätzlich ein souveränes Auftreten“, sagte Szander, obwohl aus seiner Sicht sowohl ein Elfmeter gegen Loipersdorf als auch einer für sein Team diskussionswürdig waren. Für die Gäste überwog nach diesem wilden 6:3 aber klar das Positive. „Wir haben den Kampf angenommen und an den Sieg geglaubt“, sagte Szander. Nach fünf Saisonspielen und mit nun 13 Punkten bleibt Loipersdorf damit an der Spitze der Tabelle.

1. Klasse Süd: Jabing : Loipersdorf-Kitzladen/Buchschachen - 3:6 (2:3)

  • 93
    Oliver Schiller 3:6
  • 85
    Zan Poglajen 3:5
  • 72
    Nikola Lovric 3:4
  • 62
    Benjamin Bogad 3:3
  • 45
    Zan Poglajen 2:3
  • 43
    Luka Grgic 2:2
  • 38
    Eigentor durch Jure Travner 1:2
  • 22
    Benjamin Bogad 1:1
  • 12
    Nejc Levec 0:1